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Vergeltung: Israel bombardiert Gazastreifen
Aktualisiert am 19.03.2010 16 Kommentare
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Kampflugzeuge griffen nach Angaben von Hamas-Vertretern und Augenzeugen an sechs verschiedenen Orten im Gazastreifen an, darunter drei Schmugglertunnel an der Grenze zu Ägypten und eine Giesserei in der Stadt Gaza. Bei den Angriffen auf die Tunnelanlagen seien mindestens zwei Zivilisten verletzt worden. Die israelische Armee gab zunächst keine Stellungnahme ab.
Gestern war erstmals seit dem Gaza-Krieg ein Mensch in Israel durch einen Raketenangriff radikaler Palästinenser ums Leben gekommen. Bei dem Toten handelt es sich um einen thailändischen Gastarbeiter in der Kooperative Netiv Ha'asara nahe dem Gazastreifen. Der israelische Vize-Ministerpräsident Silvan Schalom kündigte daraufhin Vergeltung an.
Zu dem Anschlag bekannte sich die bislang unbekannte Gruppe Ansar al-Sunna sowie die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, ein radikaler Flügel der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmus Abbas. Das Kommando über den Gazastreifen hat die rivalisierende Hamas.
Netanjahu telefoniert mit Clinton
Unterdessen rief Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu US-Aussenministerin Hillary Clinton an. Bei dem Telefongespräch hätten sich beide Politiker auf konkrete vertrauensbildende Massnahmen geeinigt, um die «Atmosphäre in Hinsicht auf einen Fortschritt im Friedensprozess zu verbessern», sagte US-Aussenministeriumssprecher Philip Crowley in Moskau.
Dort hielt sich Clinton unter anderem wegen der für Freitag geplanten Gespräche des Nahost-Quartetts auf. Die USA würden nun die Aussagen Netanjahus prüfen, sagte Crowley.
Die USA und Israel lagen wegen der israelischen Siedlungsaktivitäten im Streit. Clinton hatte nach der Bauankündigung von Netanjahu eine «formelle Antwort» auf die US-Kritik an dem Projekt gefordert. (bru/sda)
Erstellt: 19.03.2010, 10:50 Uhr
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16 Kommentare
W. Wittmann. Der Vergleich hinkt. Wie sollte sich die Schweiz wehren. Mit dieser Bücklingmentalität und einem Witz von Armee, müssen wir damit rechnen, dass eines Tages Nato-Truppen von allen Seiten in die Schweiz ohne Gegenwehr hereinspazieren. Zwischen Palästinensern und Israel wird es keinen Frieden geben, weil ihn beide Seiten nicht wirklich wollen. Antworten
Wie würde sich das Schweizervolk verhalten, wenn - z.B. Italien - in die Schweiz, unter dem Vorwand, Helvetien war schon immer römisches Hohheitsgebiet, einfallen würde ? Ich glaube, auch wir würden uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel wehren. Der Gazastreifen entspricht übrigens nur ungefähr der Fläche des Kanton Schaffhausen und beheimatet etwas über 1'500'000 Menschen, ja, Menschen Antworten
Einen Schmugglertunner anzugreifen ist doch keine Vergeltung! Übrigens werden dort nicht etwa Leckerli am Zoll der bösen Israeli vorbeigeschmuggelt, sondern Waffen. Das ist doch wieder das alte antisemitische (und inkorrekte) Auge-um-Auge-Klischee. Überhaupt, was kann man schon gross auf Angaben einer Terrororganisation wie der Hamas geben? Antworten
Weder Israel noch die legitime palästinensische Autonomieregierung in der Westbank sind in der Lage (oder Willens) den Krieg zu befrieden. Es wäre an der Zeit, dass die beiden Parteien die internationale Gemeinschaft zur Bewältigung des Konfliktes hinzuziehen würden. Diese könnte mit militärischen Mitteln die Raketenangriffe der radikalen Hamas unterbinden und den Siedlungsbau juristisch Stoppen. Antworten
Mona Liesch und Matti Hoch: Wie viele Palästinenser wurden seit dem "Gaza Konflikt" getötet und verschleppt? Wie lebt es sich im zerstörten und abgeriegelten Gaza-Strreifen? Israel kann schalten und walten wie es will, Völkerrecht, Menschenrecht und Menschenwürde ignorieren und die Welt schaut zu. Wer aber schreit Zetermordio, wenn Israel einmal kritisiert wird? Antworten
Es war ein Fehler, damals den Gazastreifen an die Palästinenser zurückzugeben. sie scheinen nicht zu begreifen, dass die ewige Raketen-Schiesserei zu nichts führt. Israel sollte diesen Dorn im Fleisch Israels endlich ziehen und desinfizieren, sonst wird das Gebiet nie heilen. Die Hamas verliert bei einem Friedensabkommen ihre Berechtigung (Terror), daher werden sie alles tun, umFrieden zu verhinde Antworten
Wie soll man sich verhalten wen grosse Teile des Staates besezt sind, mit einer Gewalt und Willkür zuschlägt die Menschenverachdend ist, in den grössten Ghettos der Welt gefangen gehalten wird und all dies unter dem Deckmatel der Demokratie und der Westlichen Welt? Der Westen muss sich von dieser blinden Solidarität mit Israel lösen und einen neutralen Standpunkt zu dieser Ungrechtigkeit beziehen. Antworten
Ich habe gestern in der israelischen Tageszeitung Haaretz gelesen, dass seit dem Gaza Konflikt über 100 Raketen gegen Israel abgefeuert wurden und gestern ein Mensch getötet wurde. Kein Sterbenswörtchen darüber in irgend einer europäischen Zeitung. Schlägt Israel zurück, können wir das noch am gleichen Tag überall lesen, mit aussagekräftigen Bildern unterlegt. Antworten
Wie soll Israel Frieden machen u. haben, wenn ihre sog. "Friedensanbieter" sie andauernd mit Raketen beschiessen, mit Hass und Vernichtungswünschen eindecken, und alles tun, die für sie vereinbarten Ziele von früheren Abkommen tagtäglich zu missachten, ohne dass die UNO/USA dabei ein Wörtchen fallen lassen würde. Aber wehe, wenn Israel sich etwas zuschulden lässt, schreit die USA Zeter Mordio!! Antworten




Die Welt in Bildern
rolf kienast
Die Israelis haben richtig auf eine Raketenanfrage geantwortet. Den Terrororganisationen in diesem Raum imponiert nur ind den meisten Fällen nur Kraft und Gewalt (wir sehen es im Moment in Lybien) Es sind mir wenig Leute bekannt, die die zweite Wange hinhalten wenn man ihnen ins Gesicht schlägt. Warum wird das ständig von Israel erwartet, vor allem von Leuten, die meist weit weg vom Schuss sind Antworten