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Vergeltung: Israel bombardiert Gazastreifen

Nach einem Raketenbeschuss durch radikale Palästinenser hat die israelische Luftwaffe in der Nacht mehrere Ziele im Gazastreifen bombardiert. Im Visier waren Schmugglertunnel und eine Giesserei.

Israelische Luftwaffe startete Gegenangriff: Krater in einer Werkstatt in der Stadt Gaza.

Israelische Luftwaffe startete Gegenangriff: Krater in einer Werkstatt in der Stadt Gaza.
Bild: Keystone

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Kampflugzeuge griffen nach Angaben von Hamas-Vertretern und Augenzeugen an sechs verschiedenen Orten im Gazastreifen an, darunter drei Schmugglertunnel an der Grenze zu Ägypten und eine Giesserei in der Stadt Gaza. Bei den Angriffen auf die Tunnelanlagen seien mindestens zwei Zivilisten verletzt worden. Die israelische Armee gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Gestern war erstmals seit dem Gaza-Krieg ein Mensch in Israel durch einen Raketenangriff radikaler Palästinenser ums Leben gekommen. Bei dem Toten handelt es sich um einen thailändischen Gastarbeiter in der Kooperative Netiv Ha'asara nahe dem Gazastreifen. Der israelische Vize-Ministerpräsident Silvan Schalom kündigte daraufhin Vergeltung an.

Zu dem Anschlag bekannte sich die bislang unbekannte Gruppe Ansar al-Sunna sowie die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, ein radikaler Flügel der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmus Abbas. Das Kommando über den Gazastreifen hat die rivalisierende Hamas.

Netanjahu telefoniert mit Clinton

Unterdessen rief Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu US-Aussenministerin Hillary Clinton an. Bei dem Telefongespräch hätten sich beide Politiker auf konkrete vertrauensbildende Massnahmen geeinigt, um die «Atmosphäre in Hinsicht auf einen Fortschritt im Friedensprozess zu verbessern», sagte US-Aussenministeriumssprecher Philip Crowley in Moskau.

Dort hielt sich Clinton unter anderem wegen der für Freitag geplanten Gespräche des Nahost-Quartetts auf. Die USA würden nun die Aussagen Netanjahus prüfen, sagte Crowley.

Die USA und Israel lagen wegen der israelischen Siedlungsaktivitäten im Streit. Clinton hatte nach der Bauankündigung von Netanjahu eine «formelle Antwort» auf die US-Kritik an dem Projekt gefordert. (bru/sda)

Erstellt: 19.03.2010, 10:50 Uhr

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16 Kommentare

rolf kienast

19.03.2010, 16:52 Uhr
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Die Israelis haben richtig auf eine Raketenanfrage geantwortet. Den Terrororganisationen in diesem Raum imponiert nur ind den meisten Fällen nur Kraft und Gewalt (wir sehen es im Moment in Lybien) Es sind mir wenig Leute bekannt, die die zweite Wange hinhalten wenn man ihnen ins Gesicht schlägt. Warum wird das ständig von Israel erwartet, vor allem von Leuten, die meist weit weg vom Schuss sind Antworten


Ray Ban

19.03.2010, 13:53 Uhr
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@Karin Zink; Habe ich richtig gelesen? Israel ist das Fleisch und Palestina der Dorn? Dann freue ich mich, dass die Rose bald blühen wird und ein ganzes Feld voller Blumen entsteht! Antworten


beni scheiner

19.03.2010, 12:37 Uhr
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Werner Wittmann, den israelis waere lichtenstein als nachbar wohl lieber als die menschen verachtenden, islamisten von gaza. Antworten


rolf spinnler

19.03.2010, 12:30 Uhr
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W. Wittmann. Der Vergleich hinkt. Wie sollte sich die Schweiz wehren. Mit dieser Bücklingmentalität und einem Witz von Armee, müssen wir damit rechnen, dass eines Tages Nato-Truppen von allen Seiten in die Schweiz ohne Gegenwehr hereinspazieren. Zwischen Palästinensern und Israel wird es keinen Frieden geben, weil ihn beide Seiten nicht wirklich wollen. Antworten


Werner Wittmann

19.03.2010, 10:49 Uhr
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Wie würde sich das Schweizervolk verhalten, wenn - z.B. Italien - in die Schweiz, unter dem Vorwand, Helvetien war schon immer römisches Hohheitsgebiet, einfallen würde ? Ich glaube, auch wir würden uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel wehren. Der Gazastreifen entspricht übrigens nur ungefähr der Fläche des Kanton Schaffhausen und beheimatet etwas über 1'500'000 Menschen, ja, Menschen Antworten


Max Meier

19.03.2010, 10:11 Uhr
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Einen Schmugglertunner anzugreifen ist doch keine Vergeltung! Übrigens werden dort nicht etwa Leckerli am Zoll der bösen Israeli vorbeigeschmuggelt, sondern Waffen. Das ist doch wieder das alte antisemitische (und inkorrekte) Auge-um-Auge-Klischee. Überhaupt, was kann man schon gross auf Angaben einer Terrororganisation wie der Hamas geben? Antworten


Michael Von Arx

19.03.2010, 09:56 Uhr
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Weder Israel noch die legitime palästinensische Autonomieregierung in der Westbank sind in der Lage (oder Willens) den Krieg zu befrieden. Es wäre an der Zeit, dass die beiden Parteien die internationale Gemeinschaft zur Bewältigung des Konfliktes hinzuziehen würden. Diese könnte mit militärischen Mitteln die Raketenangriffe der radikalen Hamas unterbinden und den Siedlungsbau juristisch Stoppen. Antworten


Urs Stotz

19.03.2010, 09:54 Uhr
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@Mona Liesch: Sie erwarten doch nicht, dass unsere Medien darüber berichten, wenn Israel mit Kassam-Raketen beschossen wird und Menschen in Israel getötet werden? Hier erfahren wir das nur, weil Israel einen Gegenangriff machte. Antworten


Marcel Keller

19.03.2010, 09:51 Uhr
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Mona Liesch und Matti Hoch: Wie viele Palästinenser wurden seit dem "Gaza Konflikt" getötet und verschleppt? Wie lebt es sich im zerstörten und abgeriegelten Gaza-Strreifen? Israel kann schalten und walten wie es will, Völkerrecht, Menschenrecht und Menschenwürde ignorieren und die Welt schaut zu. Wer aber schreit Zetermordio, wenn Israel einmal kritisiert wird? Antworten


Karin Zink

19.03.2010, 09:45 Uhr
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Es war ein Fehler, damals den Gazastreifen an die Palästinenser zurückzugeben. sie scheinen nicht zu begreifen, dass die ewige Raketen-Schiesserei zu nichts führt. Israel sollte diesen Dorn im Fleisch Israels endlich ziehen und desinfizieren, sonst wird das Gebiet nie heilen. Die Hamas verliert bei einem Friedensabkommen ihre Berechtigung (Terror), daher werden sie alles tun, umFrieden zu verhinde Antworten


Hans Harald

19.03.2010, 09:18 Uhr
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Na, wie würde wohl ein anderer Staat handeln wenn er mit Raketen beschossen wird? Antworten


Max Muster

19.03.2010, 09:13 Uhr
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Wie soll man sich verhalten wen grosse Teile des Staates besezt sind, mit einer Gewalt und Willkür zuschlägt die Menschenverachdend ist, in den grössten Ghettos der Welt gefangen gehalten wird und all dies unter dem Deckmatel der Demokratie und der Westlichen Welt? Der Westen muss sich von dieser blinden Solidarität mit Israel lösen und einen neutralen Standpunkt zu dieser Ungrechtigkeit beziehen. Antworten


Anneliese Lewy

19.03.2010, 09:11 Uhr
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Bin nicht überrascht, dass es in Israel keine Ruhe gibt. Sie nehmen denen die fast nichts haben auch das noch weg. Haben nur Israeli recht auf ein gutes Leben??Wie würden wir reagieren wenn man uns alle Hoffnung auf etwas Frieden nimmt? Antworten


Mona Liesch

19.03.2010, 08:49 Uhr
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Ich habe gestern in der israelischen Tageszeitung Haaretz gelesen, dass seit dem Gaza Konflikt über 100 Raketen gegen Israel abgefeuert wurden und gestern ein Mensch getötet wurde. Kein Sterbenswörtchen darüber in irgend einer europäischen Zeitung. Schlägt Israel zurück, können wir das noch am gleichen Tag überall lesen, mit aussagekräftigen Bildern unterlegt. Antworten


Chr Schweizer

19.03.2010, 08:21 Uhr
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@Matti Hoch - Fragt sich, wer da was alles missachtet... Antworten


Matti Hoch

19.03.2010, 07:26 Uhr
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Wie soll Israel Frieden machen u. haben, wenn ihre sog. "Friedensanbieter" sie andauernd mit Raketen beschiessen, mit Hass und Vernichtungswünschen eindecken, und alles tun, die für sie vereinbarten Ziele von früheren Abkommen tagtäglich zu missachten, ohne dass die UNO/USA dabei ein Wörtchen fallen lassen würde. Aber wehe, wenn Israel sich etwas zuschulden lässt, schreit die USA Zeter Mordio!! Antworten



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