Verheerende Anschlagsserie – 90 Tote im Irak
Aktualisiert am 23.04.2009 3 Kommentare
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In der Nähe der irakischen Stadt Baakuba, nordöstlich von Bagdad, starben nach Polizeiangaben 52 Menschen, als sich ein Attentäter in einem Restaurant in die Luft sprengte. Das Restaurant in Mukdadija bei Baakuba war den Angaben zufolge voll besetzt mit iranischen Pilgern, die auf dem Weg in die für Schiiten heilige Stadt Kerbela Rast machten.
Beim Anschlag seien weitere 68 Menschen verletzt worden. Baakuba liegt in der Provinz Dijala, die als eine der gefährlichsten des Landes und Hochburg von Kämpfern des Terrornetzwerks Al-Qaida gilt.
Besonders heimtückisch war der Anschlag in Bagdad, der sich gegen bedürftige Iraker richtete. Auf einem Platz in der Innenstadt starben mindestens 34 Menschen, 57 weitere Menschen wurden verletzt.
Nach Angaben der Sicherheitskräfte hatte Ein Attentäter in einer Menschenmenge seine Sprengstoffweste gezündet. Andere Quellen sprachen von einer mit einem schwarzen Gewand verhüllten Frau, die den Sprengstoff so tarnen konnte.
Neue Gewaltwelle
Nach einem stetigen Rückgang der Gewalt ist der Irak zuletzt wieder von einer Reihe blutiger Anschläge erschüttert worden. In der vergangenen Woche kamen bei der Explosion einer Autobombe in der nordirakischen Stadt Kirkuk zehn Polizisten ums Leben.
Anfang April starben bei Autobomben-Anschlägen in Bagdad mindestens 32 Menschen, 129 Menschen wurden verletzt. Auch im März verübten Aufständische im ganzen Land mehrere Anschläge mit Dutzenden Toten.
Mysteriöser Al-Qaida-Anführer
Unterdessen nahm die irakische Armee nach eigenen Angaben den mysteriösen Anführer des Terrornetzwerkes Al-Qaida im Irak, Omar al Bagdadi, fest. Er sei am Donnerstag nach einem Tipp aus Geheimdienstkreisen in Bagdad gefasst worden, sagte ein Armeesprecher.
Die irakischen Behörden hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach den Tod oder die Festnahme Bagdadis verkündet, was sich dann aber als Falschmeldung herausstellte. Das US-Militär zweifelte 2007 sogar an, dass der Al-Qaida-Führer überhaupt existiert.
Seit 2005 mehr als 87'000 Zivilpersonen getötet
Der Gewalt im Irak sind seit 2005 nach Angaben der Bagdader Regierung 87'215 Zivilpersonen zum Opfer gefallen. Das geht aus einer unveröffentlichten Statistik hervor, in die die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag in Bagdad Einsicht bekam. Bei zwei Selbstmordanschlägen in Bagdad wurden unterdessen am Donnerstag 46 Menschen in den Tod gerissen. (bru/sda)
Erstellt: 23.04.2009, 19:08 Uhr











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