Viele Menschen starben bei den Strassenschlachten in Teheran
Geräusche aus Teheran: Ein Amateurvideo dokumentiert den Schrecken (Quelle: CNN / Youtube).
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Nach den Schlachten: Verbrannte Gebäude und Autos im staatlichen TV-Sender
Bei den Unruhen am Samstag sind in Teheran laut CNN mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtet der Nachrichtensender unter Berufung auf Krankenhäuser der iranischen Hauptstadt. Auf einem Video strahlte der Sender zudem erschreckende Geräusche aus, die von den Auseinandersetzungen stammen sollen.
Nach unbestätigten Berichten könnte die Zahl der Toten weitaus höher sein als bislang bekannt. Vereinzelt wird von bis zu 150 Menschen gesprochen, die am siebten Tag der Proteste getötet worden sein sollen.
Abweichende Zahlen vom staatlichen TV
Das iranische Staatsfernsehen berichtete heute dagegen zunächst, dass bei den Zusammenstössen 13 Menschen getötet worden. Anschliessend wurde die Zahl von 10 Todesopfern genannt; mehr als 100 Menschen seien verletzt worden. Einzelheiten der Geschehnisse wurden nicht erläutert.
Das Staatsfernsehen nannte die Demonstranten «Terrorgruppen» und «Randalierer». Diese hätten auch zwei Tankstellen in Brand gesetzt und einen Militärposten angegriffen.
Hinweise auf weitere Demonstrationen
Aus einer Webseite ungeklärter Herkunft geht hervor, dass die Proteste auch heute fortgesetzt werden sollen. Unter der Adresse «http://docs.google.com/View?id=dftq3v46_72vrnqxgx» heisst es, dass um 16 Uhr eine Kundgebung vor dem Uno-Gebäude in der Hauptstadt Teheran stattfinden soll – mit Angabe der exakten Adresse. Die Glaubwürdigkeit dieser Quelle ist allerdings nicht gesichert. Bis zum Abend kam es aber nicht zu der Demonstration.
Oppostion fordert neuen Urnengang
Oppositionsführer Mir Hossein Moussavi forderte gestern erneut die Annullierung der Wahl. Auf seiner Website wurde am Samstagabend ein entsprechender Brief an die obersten Wahlbehörden veröffentlicht. Der geistliche Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, hatte am Freitag die Opposition aufgefordert, den offiziell erklärten Wahlsieg von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinejad zu respektieren und die Proteste zu beenden. (raa/cpm/sda/ap)
Erstellt: 22.06.2009, 09:21 Uhr









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