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«Wir machen die alten Fehler»

Der Jemen habe schwerwiegendere Probleme als al-Qaida, sagt der Terrorismusexperte Guido Steinberg. Dennoch setze der Westen erneut nur auf den Anti-Terror-Kampf.

Nach den Briten und Amerikanern haben auch die Franzosen ihre Botschaft in Sanaa geschlossen. Was bahnt sich im Jemen an?
Die Lage hat sich nicht verändert. Seit zwei Jahren wird die lokale al-Qaida stärker. Neben jemenitischen Zielen greift sie innerhalb des Jemen die USA, Grossbritannien und deren Alliierte an. Es hat 2008 bereits einen Anschlag auf die US-Botschaft gegeben. Dieser Konflikt geht weiter.

Ist al-Qaida zurück auf der Bühne?
Sie war gar nie weg. Neu ist, dass die jemenitische Filiale versucht hat, einen Anschlag in den USA zu verüben. Dass es ihr gelang, solche Fähigkeiten zu entwickeln, ist besorgniserregend.

Wie gefährlich ist diese Filiale?
Die Gefahr der jemenitischen al-Qaida ist nicht so bedeutsam wie jene, die vom pakistanischen Ableger ausgeht. Letztere hat am meisten Erfahrung mit der Organisation von Anschlägen über Kontinente hinweg.

Ist die al-Qaida von 2010 eine zentral gesteuerte Organisation oder eine Hydra mit zahlreichen Köpfen?
Beides. Al-Qaida schafft es, verschiedene Modelle unter einem Dach zu vereinen. Das macht al-Qaida auch so stark. Die Kernorganisation in Pakistan verfügt über Hunderte Kämpfer. Auch in Afghanistan ist sie verankert. Dazu kommen Organisationen, die sich al-Qaida nennen, aber eigenständig operieren, im Irak oder im Maghreb. So entsteht der Eindruck einer weltweit tätigen Organisation. Aber nicht alles, wo al-Qaida draufsteht, wird auch von al-Qaida kontrolliert.

Welche Rolle spielt der Jemen?
Er ist ein wichtiges Kampf- und Rückzugsgebiet. Angeblich soll sich Al-Qaida-Personal aus Pakistan in den Jemen zurückgezogen haben, weil der Druck der USA dort zu gross geworden war. Doch al-Qaida ist vor allem für die jemenitischen Aktivisten attraktiv.

Also eine nationale al-Qaida?
Nein. Sie ist eine jemenitisch-saudiarabische Organisation und 2006 angewachsen, als viele saudische Aktivisten vor Anti-Terror-Massnahmen in ihrer Heimat in den Jemen flohen. Die Grenze ist durchlässig, und al-Qaida kann in beiden Ländern Kämpfer rekrutieren.

Welche Rolle spielen dabei die jemenitischen Guantánamo-Rückkehrer?
Die Gefängnisse im Jemen, wohin sie gebracht werden, sind sehr unsicher. Im Februar 2006 kam es zu einem grossen Ausbruch, bei dem viele ehemalige Guantánamo-Häftlinge entkamen. Möglich wurde er durch Korruption, Stammesverbindungen oder Sympathien der Sicherheitskräfte. Die geflohenen Häftlinge stellen heute die Führung der jemenitischen al-Qaida.

Wurden diese Rückkehrer in Guantánamo radikalisiert?
Nein, aber in der Hierarchie der al-Qaida sind sie durch ihren Guantánamo-Aufenthalt aufgestiegen. Guantánamo ist karrierefördernd, Leiden im Gefängnis eine Qualifikation.

Soll US-Präsident Barack Obama Guantánamo dennoch schliessen?
Er steht im Wort, was die Schliessung Guantánamos betrifft. Doch es wäre unverantwortbar, diese jemenitischen Gefangenen in den Jemen zurückzuschicken. Dort kommen sie wohl frei.

Hat die Terrorabwehr überhaupt eine Chance?
Die Terroristen haben den Vorteil, dass sie nur einmal erfolgreich sein müssen. Doch die Abwehr ist nicht erfolglos: Wir haben es zunehmend mit Einzeltätern zu tun, die nicht so gut vorbereitet sind, dass ihre Anschlägen gelingen. Das relativ niedrige Niveau der terroristischen Planung in den letzten Jahren geht auf die Anti-Terror-Massnahmen zurück. Andererseits geht die Entwicklung in Afghanistan und Pakistan in die andere Richtung. Al-Qaida scheint ihre Ressourcen dort zu konzentrieren. Dabei profitiert sie von den Fehlern der westlichen Terrorismusbekämpfung.

Welche Fehler meinen Sie?
Der Irak-Krieg und alle Überreaktionen auf den 11. September: die Einrichtung von Guantánamo, die Folterskandale in Abu Ghraib und in Bagram, die Entführungen von Terrorverdächtigen, die fortdauern. Das macht es Rekruteuren der Jihadisten leicht zu argumentieren, dass es sich um einen Krieg des Westens gegen den Islam handelt.

Hat man die Lehren daraus gezogen?
Nein, wir machen im Jemen die alten Fehler. Wir setzen wieder nur auf repressive Terrorismusbekämpfung. Wenn man eine Regierung wie jene des Jemen stützt, kann man kurzfristig Sicherheitsgewinne erzielen. Al-Qaida wird in den kommenden Monaten geschwächt. Aber das Problem ist spätestens in drei Jahren wieder da. Um dies zu vermeiden, wäre eine Reform des politischen Systems nötig.

Was heisst das konkret?
Zunächst müssten Obama und der Westen die jemenitische Regierung dazu bringen, den Bürgerkrieg im Norden am Verhandlungstisch zu beenden. Die Rebellen sind zu stark, um militärisch besiegt zu werden. Ausserdem sind die Forderungen der Separatisten im Süden berechtigt. Die Vereinigung des Jemen war eine feindliche Übernahme. Diese offenen Fragen sind viel gravierender als al-Qaida. Sie ist nicht das grösste Problem des Jemen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.01.2010, 06:57 Uhr

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30 Kommentare

dani kay

07.01.2010, 19:07 Uhr
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repressive Terrorismusbekämpfung, repression gegen eine zivile Bevölkerung, Die westliche Welt hat sich den eigenen Teufel geschaffen, den nun die restliche Welt hasst weil diese den Teufel erkennt. Dieser Teufel ist die CIA, Blackwater das US Goverment und dieser Teufel schaft Gegenteufel welche nicht nur aus geldgierigen Psychopathen besteht, sondern mit Herzblut gegen die Ohnmacht kämpft. Antworten


Mari Wunderli

06.01.2010, 10:48 Uhr
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weder Minaret Verbot noch Kolonialismus sind Schuld am Terrorismus. Diese Länder haben Regierungen die das Volk ausbeuten, Geld im Ausland deponieren für all Fälle- Demokratie ist ein Schimpfwort. Da hat es ein mullah einfach, im Namen Allah's zu einem 'heiligen Krieg' aufzuwiegeln. Gegen religiösen Fanatismus nützt Vernunft nichts. Al-Quaida Führer sind Millionäre- so sind viele Selbstmörder... Antworten


Richard Hennig

05.01.2010, 20:01 Uhr
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Ich stimme Daniel Wyss zu, Europa und die USA nützen Ihre geballte Wirtschaftsmacht aus um den Rest der Welt auszubeuten und dass seit mehr als 100 Jahren. Indien und China haben sich dank ihrer grossen Bevölkerung gewehrt. Der Nahe Osten, hat diesen Vorteil nicht, was bleibt ist nur noch Gewalt, weil wir "Guten" erst bei Gewalt überhaupt zuhören was uns gesagt wird. Wer Gewalt sät, ernet Gewalt. Antworten


ralph kocher

05.01.2010, 17:51 Uhr
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Wieder ein typischer "Wessie"-Blick: Terroristen sind immer nur andere! Anbei in Somalia Anarchie im Entstehen begriffen ist, für die geschäftstüchtigen Staatsgesellschaften gehören Pfründe in die eigene Tasche. Alles andere hat nicht zu existieren bzw. muss mit Gegenterrorismus eliminiert werden... Antworten


Dario Piemontese

05.01.2010, 16:37 Uhr
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@Stefan Meier: Meines Wissens haben wir in Europa Raumfahrttechnik und das Weltall über uns. Erdoelmultis aber kaum Oel unter uns. Zudem; der Endverbraucher sind sie. Was können sie tun? Sich interessieren, einsetzen und Zusammenhänge erkennen. Ev. sind Flüchtlinge aus Iran / Irak ja nicht zuletzt wegen "uns", unserem Verhalten und den Politikern welche "wir" wählen gezwungen ihr Land zu verlassen Antworten


Bert Naumann

05.01.2010, 16:15 Uhr
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Die Probleme des Jemen haben grosse Parallelen zu Afghanistan. Stammesclans beherrschen die Politkultur. Beide Länder sind arm und ohne grosse Industrien. Wirkliche Hilfe müsste darin bestehen, die reichen Arab. Brüder für Infrastruktur-, Bildungs- und Landwirtschafts- projekte dort zu motivieren. Diese könnten dann mit westl. Knowhow realisiert werden. Antworten


Tom Schneider

05.01.2010, 16:12 Uhr
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Der Kommentar von Edy Gerber zeigt, dass er den Artikel gar nicht fertig gelesen hat. Die Aussage ist doch, dass es ein Fehler ist, wenn der Westen - also auch wir, die Schweizer! - immer nur mit Repression auf den Terror antworten. Und das schliesst auch Verbote gegenüber den einheimischen Moslems mit ein. Die Antwort sollte nicht Diskreditieren und Unterdrücken heissen, sondern ZUSAMMENARBEIT! Antworten


Hansjürg Meier

05.01.2010, 14:48 Uhr
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@Z. Shomal: Gar nichts! Einen Zusammenhang gibt es nur für einfache Gemüter. Deshalb bitte ich Sie, Ihre Anrede "Liebe Schweizer" zu korrigieren. Ich fühle mich so direkt betroffen und möchte keinesfalls mit diesen beiden untenstehenden Exponenten gleichgestellt werden. Ich werde nämlich weder von Angstzuständen noch von Selbstzweifeln gequält und bin auch sonst ganz anders :-)) Antworten


Stefan Meier

05.01.2010, 14:14 Uhr
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@ Dario Piemontese: Ja, wie sollen wir denn sicherstellen, dass unser Geld, das Sie und ich an der Zapfsäule zahlen, beim jemenitischen Endverbraucher ankommt? Die jemenitische Regierung haben wir auf jeden Fall weder hin- noch weggeputscht, und trotzdem bin ich jetzt "mitschuldig"? Ihre Argumentation verhebt nicht. Ausserdem: Wir haben auch Raumfahrttechnik aber kein Weltall hier. Antworten


Dario Piemontese

05.01.2010, 13:21 Uhr
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@ Stefan Meier: Bezügl. Diskusion: Geben bei ihnen also 2 Unrechte automatisch ein Recht? Bezügl. Rohstoffe: Natürlich bezahlen sie für ihr Benzin, Gas u.s.w. Aber das Geld kommt nicht beim Volk an und daran ist der Westen mindestens Mitschuldig. Nehmen sie den Fall Pinochet und übertragen den in die Arabische welt. Europa hat Oelmultis wie Eni, Shell, Elf, BP... aber selbst kaum Oel. Antworten


Zalmey Shomal

05.01.2010, 13:21 Uhr
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Liebe Schweizer: Was hat Jemen mit dem Minarett-Verbot in der Schweiz zu tun? Habt ihr nicht gesagt, beim Minarett-Verbot gehe es um Schutz der eigenen Werte? Wieso wird nun alles, was in irgendeinem Muslimischen Land passiert mit Minarett-Verbot in der Schweiz in Verbindung gebracht? Worum geht es hier? Wollt Ihr nun den Islam in der Schweiz verbieten oder ist es ein wenig schlechtes Gewissen? Antworten


Peter Engeler

05.01.2010, 12:49 Uhr
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@Stefan Meier "Wir zahlen ja für die Rohstoffe". Wie zahlen wir für die Rohstoffe - inden man offensichlich missliebige Regierungen einfach wegputscht wie zum Beispiel 1951 die demokratisch gewählte Regierung im Iran oder 1973 in Chile. In Chile wird heute diese Vergangenheit mittels Prozessen aufgearbeitet . Holt uns die Vergangenheit auch in Afrika langsam ein ?? Antworten


Stefan Meier

05.01.2010, 12:46 Uhr
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@ Rolf Schuhmacher: Ja, es ist natürlich auch unser Fehler, dass in Jemen im Sommer unwirTliche Temperaturen von 40 Grad herrschen. Und dass die Regierung die Öleinnahmen für sich behält - auch unser Fehler! Was fällt uns auch ein, uns nicht auch in die innenfinanzpolitischen Angelegenheiten des Jemen einzumischen! Ja, der Hass auf den Westen ist gross - von Leuten wie Ihnen. Antworten


Stefan Meier

05.01.2010, 12:40 Uhr
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@ Dario Piemontese: Ja, aber um fruchtbare Diskussionen haben sich die Muslime auch nicht bemüht. In Deutschland z.B. läuft die Islamkonferenz immer darauf hinaus, dass neue "Forderungskataloge" von Seiten Muslime an die Deutschen auf den Tisch kommen. Auch der Obermufti, der eine Islampartei CH forderte, verlangte erleichterte Einbürg. f. Muslime. Schon wieder die Forderung nach Bevorzugung! Antworten


Stefan Meier

05.01.2010, 12:34 Uhr
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All jene, die hier selbsthasserisch auf unseren Westen eindreschen: Wir zahlen ja für die Rohstoffe! Es ist nicht so, dass wir sie holen ohne zu zahlen. Es ist ziemlich billig und dumm, "den Westen" als Ursache allen Übels auf der Welt verantwortlich zu machen. Und es ist den Islamisten nach dem Mund geredet. Antworten


Peter Engeler

05.01.2010, 11:55 Uhr
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Unheimlich wie wir Schweizer die Problematik des radikalen Islamismus einseitig und selbstgefällig diskutieren. Aus der Sicht vieler Nicht-Westler ist unsere hochgelobte Demokratie geprägt durch "Scheinheiligkeit und Doppelmoral", und die will man der ganzen Welt beliebt machen. Sind wir mal ehrlich - wo stehen wir wirklich???? Können wir auf diese Weise Weltprobleme lösen?? Antworten


Dario Piemontese

05.01.2010, 11:34 Uhr
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@Edy Gerber: Das Minarettverbot setzt maximal ein paar Architekten leitplanken, aber es kann Extremisten den Turbo zünden. Es ist Futter für jene welche vom Hass und Ängsten gegenüber dem Westen provitieren. Extremissmus kann alleine mit Repressionen nicht bekämpft werden. Die Frage nach dem warum ist dabei fundamental. Fruchtbare Diskusionen sind aus dem Minarettverbot nicht entstanden. Antworten


Hansjürg Meier

05.01.2010, 11:28 Uhr
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Danke Herr Gerber für die Klarstellung. Es war also doch kein Scherz. Antworten


Edy Gerber

05.01.2010, 11:06 Uhr
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Natürlich löst das Minarettverbot nicht alle Probleme. Aber es hat die Politiker immerhin aufgeschreckt, dass sie sich mit dem Problem des radikalen Islam viel zu wenig befasst haben. Anders wäre es nicht möglich gewesen, dass in Dänemark ein bewaffneter Attentäter in die Wohnung des Karrikaturisten vordringen konnte. Oder ein aktenkundiger Nigerianer eine Bombe in ein Flugzeug schmuggeln konnte. Antworten


James Lehm

05.01.2010, 11:05 Uhr
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Jemen hat nur sehr wenig mit den Muslimen in der Schweiz zu tuen; geschweige denn al-Qaida. Es erfordert Motivation und die mentale Kapazität nicht nur in Schlagwörtern zu denken. Ausserdem ist die Sichtweise, Andersdenkende isolieren zu wollen oder von Ihnen in dieser Art zu reden, verwerflich. Ich bin für Integration und Anpassung. Dies muss aber auch bei allen ankommen. Allen! Antworten


urs berger

05.01.2010, 10:42 Uhr
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@Edy Gerber: wäre es im Sinne der Demokratie nicht sinnvoller, dass Sie über die Leitplanken gegenüber dem politischen Islam abstimmen würden? Denn es erscheint mir ziemlich dümmlich und gar nicht selbstbewusst, über etwas in der Schweiz zu entscheiden, um ein Zeichen in Yemen zu setzen:-).... Antworten


Rolf Schumacher

05.01.2010, 10:36 Uhr
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Der Jemen hat das Problem, dass es Oelreserven hat. Die USA und GBR haben im Jemen Oel (wie im Iran, Irak, Lybien etc) gefördert und das Geld zwischen sich und einer korrupten Rgierung aufgeteilt. Das Volk ist mausarm geblieben und hat keine Perspektive. Ein unwirklicheres Land (Sommertemperaturen von weit über 40 Grad) gibt es kaum. Der Hass auf die Ausbeutung durch den Westen ist gross. Antworten


Edy Gerber

05.01.2010, 10:30 Uhr
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@ Michael Weber: Das Minarettverbot setzt endlich ein Zeichen, dass dem politischen Islam Leitplanken gesetzt werden müssen. Gemässigte Moslems dürften problemlos ohne Minarette auskommen. Und die, die sich damit nicht abfinden können, geben sich jetzt als Nicht-Gemässigte zu erkennen. Die Abstimmung hat eine längst überfällige heilsame Diskussion ausgelöst, die sonst unterblieben wäre. Antworten


Michael Weber

05.01.2010, 09:29 Uhr
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@Edy Gerber. Können Sie bitte begründen, was der Anti-Terror Kampf in Jemen mit Minaretten in der Schweiz zu tun hat? Ich sehe den Zusammenhang nicht. Oder besteht auch ein Zusammenhang zwischen Christen in Amerika, die im Namen Gottes Abtreibungsärzte ermorden und unseren Kirchtürmen? Antworten


Edy Gerber

05.01.2010, 09:26 Uhr
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Der Hauptunterschied zwischen der islamischen und der westlichen Welt wird aus den vorangehenden Kommentaren klar: Der Islam glaubt nur an seine eigenen Werte und tritt sehr selbstbewusst auf. Der Westen dagegen zweifelt fortlaufend an sich selbst, klagt sich selbst an. Wer wundert sich da noch über den immer weiteren Vormarsch des Islam ? Antworten


Hans Peter Vögtli

05.01.2010, 09:03 Uhr
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Ach nee - die westliche Kriegsallianz verschleppt noch immer x-beliebig Verdächtige und foltert sie in Geheimgefängnissen? Und der US-Präsident, der angetreten ist, die marode Infrastruktur der USA zu modernisieren, will nichts lieber als im Jemen einmarschieren? - Jetzt schlägts aber 13! Antworten


Daniel Wyss

05.01.2010, 09:01 Uhr
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Der Westen erntet was er gesät hat! Auf der Erde ist die weisse Rasse in der Minderheit (13%) trotzdem beuten wir den ganzen Planeten aus, leben auf Kosten der Mehrheit und predigen Wasser während wir Wein saufen: Wir predigen Menschenrechte und Demokratie, bombardieren aber Zivilisten, wir entführen und foltern: Klar, dass uns die Mehrheit zunehmend hasst. Wer sagt denn, dass wir die Guten sind? Antworten


Hansjürg Meier

05.01.2010, 08:39 Uhr
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Der 1. Kommentar hier bestätigt in ernüchternder Weise den Titel dieses Artikels. Sich leicht polarisieren zu lassen angesichts "Des Irak-Kriegs und alle Überreaktionen, auf den 11. September: die Einrichtung von Guantánamo, die Folterskandale in Abu Ghraib und in Bagram, die Entführungen von Verdächtigen" ist also unverständlich! Es gibt einfach zu viele Tagträumer - oder war das nur ein Scherz? Antworten


Alveric Vollenweider

05.01.2010, 08:19 Uhr
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@edy gerber simples beispiel: der westen ist der arme kontinent. die arabischen länder die wohlhabenden. diese starten gegen europa eine grossoffensive um uns ihren standart zu bringen, unsere ressourcen für ihren reichtum zu missbrauchen und unsere staatsform als gefährlich betrachten. dann wären sie natürlich der erste der die arabischen länder verstehen würde und ihnen die hand reicht. Antworten


Edy Gerber

05.01.2010, 07:26 Uhr
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Der Artikel zeigt in ernüchternder Weise, wie leicht sich Anhänger des Islam polarisieren lassen. Und da gibt es noch Leute, welche beide Augen zudrücken und den Minarett-Entscheid des Schweizer Volkes umstossen wollen. Antworten



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