Amnesty wirft Russland Kriegsverbrechen vor

Hinweise auf Streumunition und Angriffe ohne erkennbares Ziel: Russland hat laut Amnesty International bei Angriffen in Syrien Hunderte Zivilisten getötet.

Schwere Schäden: Die Stadt Talbiseh nahe Homs nach einem russischem Luftangriff. (30. September 2015)

Schwere Schäden: Die Stadt Talbiseh nahe Homs nach einem russischem Luftangriff. (30. September 2015)

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Die Einsätze der russischen Luftwaffe in Syrien kosten nach Darstellung von Amnesty International Hunderte Zivilisten das Leben. Zudem hinterlassen sie schwere Schäden in Wohngebieten.

Es seien eine Moschee, ein Markt und medizinische Einrichtungen getroffen worden, teilte die Menschenrechtsorganisation. Die Angriffe kämen Kriegsverbrechen gleich.

Sechs Angriffe zwischen September und November

Der Amnesty-Bericht konzentriert sich auf sechs Angriffe zwischen September und November in Homs, Idlib und Aleppo, bei denen rund 200 Zivilisten ums Leben gekommen seien. Die Organisation wirft Moskau vor, falsche Angaben zu zivilen Opfern gemacht zu haben.

Zudem gebe es Hinweise darauf, dass die russischen Soldaten Streumunition und Bomben ohne Lenksysteme in dicht besiedelten Gebieten einsetzten. Manchmal habe es kein erkennbares militärisches Ziel gegeben.

«Verstösse müssen untersucht werden»

«Es ist unbedingt notwendig, dass die mutmasslichen Verstösse unabhängig und unparteiisch untersucht werden», sagte der Mitteilung zufolge Philip Luther, der bei Amnesty für den Nahen Osten und Nordafrika zuständig ist. Für den Bericht hat die Organisation nach eigenen Angaben Augenzeugen befragt und Bildmaterial ausgewertet.

Russland kämpft in Syrien gegen die Terrormiliz IS, aber auch gegen andere Gegner des syrischen Machthabers Bashar al-Assad. (woz/sda)

(Erstellt: 23.12.2015, 01:46 Uhr)

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