Hier landeten die freigelassenen US-Bürger in Genf

Für drei Amerikaner, die im Iran jahrelang inhaftiert waren, hat der Albtraum ein Ende. Die Maschine aus Teheran hat nach einem Zwischenstopp in der Schweiz, Deutschland erreicht.

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Drei der vier vom Iran freigelassenen US-Bürger sind am Sonntagabend in Deutschland eingetroffen. «Wir können bestätigen, dass die US-Bürger, die heute Morgen nach ihrer Freilassung den Iran verlassen haben, in Deutschland eingetroffen sind», sagte ein Beamter des US-Aussenministeriums in Washington.

Die drei Männer hatten zuvor einen Zwischenstopp in Genf eingelegt. Sie waren auf dem US-Militärstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein erwartet worden, wo sie medizinisch untersucht werden sollten. Teheran hatte die US-Bürger im Gegenzug für die Begnadigung von sieben Iranern durch die US-Justiz freigelassen. Der Austausch war am Samstag bekannt gegeben worden, kurz vor dem offiziellen Inkrafttreten des Atom-Abkommens und der Aufhebung der internationalen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran.

Eine Schweizer Maschine hatte zuvor Amir Hekmati, Saeed Abedini und Jason Rezaian in Teheran abgeholt und nach Genf gebracht. Ein vierter US-Bürger, der freigelassen wurde, wollte offenbar im Iran bleiben.

Ein Sondergesandter von US-Präsident Barack Obama hatte die drei in Genf begrüsst. Brett McGurk sagte am Sonntag, er sei ausser sich vor Freude, dass er den Reporter der «Washington Post» und zwei weitere Amerikaner - Amir Hekmati und Pastor Saeed Abedini - sicher in der Schweiz begrüssen konnte. Über Twitter verbreitete er ein Foto von Rezaian.

Nach Grossmutter-Besuch festgenommen

Für die im Iran inhaftierten US-Bürger und ihre Familien ist ein Albtraum zu Ende gegangen: Jason Rezaian arbeitete als «Washington Post»-Korrespondent in Teheran, als er im Juli 2014 in seinem Haus verhaftet wurde. Er wurde wegen Spionage und Zusammenarbeit mit feindlichen Regierungen verurteilt.

Der Marineinfanterist Amir Hekmati war bei einem Besuch seiner Grossmutter in Teheran festgenommen und 2012 sogar zum Tode verurteilt worden. Erst nach 16 Monaten Isolationshaft durfte er Angehörige sehen, nachdem die Todesstrafe in zehn Jahre Haft umgewandelt worden war.

Der protestantische Pfarrer Saeed Abedini war 2013 zu acht Jahren Haft verurteilt worden, er soll Bibelkurse organisiert haben. Über den vierten Freigelassenen, Nosratollah Khosravi-Roodsari, ist nur wenig bekannt.

(Erstellt: 17.01.2016, 17:21 Uhr)

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