Israelische Bomben treffen Schulen der Uno

Aktualisiert am 06.01.2009

Bei israelischen Luftangriffen auf Schulen der Vereinten Nationen im Gazastreifen sind am Dienstag mindestens fünf Menschen getötet worden.

Wie ein Uno-Sprecher mitteilte, starben bei einem Angriff auf eine Schule im Flüchtlingslager Tschati drei Menschen.

In die vom Uno-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) betriebene Schule hatten sich rund 450 Menschen vor den Bombenangriffen geflüchtet.

Israelischer Offizier getötet

Zwei weitere Menschen starben nach Angaben von Spitalmitarbeitern bei dem Beschuss einer weiteren Schule in Chan Junis. In die Stadt waren am Morgen israelische Bodentruppen eingerückt.

Nördlich von Gaza wurde nach Armeeangaben am Montagabend ein israelischer Offizier getötet. Die Umstände seien noch unklar, erklärte ein Armeesprecher.

Säugling verletzt

Derweil erreichte eine vom Gazastreifen abgefeuerte Rakete erstmals eine 45 Kilometer von der Grenze entfernte Stadt auf israelischem Gebiet. Bei dem Einschlag in Gedera wurde nach Armeeangaben ein Säugling verletzt.

Nach einem der Zeitung «Maariv» vorliegenden israelischen Geheimdienstbericht könnte die radikalislamische Hamas noch mehrere Wochen lang Raketen auf israelisches Territorium abschiessen.

Die Hamas verfüge über ausreichende Vorräte an Raketen und Granaten, schreibt der General Jossi Beidatz in seinem Bericht, der am Montag der Parlamentskommission für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung vorgelegt wurde. (sam/sda)

Erstellt: 06.01.2009, 10:37 Uhr

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