Das ist kein Autonomer!

Mit der neuen Generation der E-Klasse führt Mercedes Technologien ein, die selbst einen S-Klasse-Eigner neidisch machen könnten.

Mercedes der neuen E-Klasse. Foto: PD

Mercedes der neuen E-Klasse. Foto: PD

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Autowelt ist ihm nicht genug. Die neue E-Klasse gehöre «zu den intelligentesten Maschinen überhaupt», sagt Ola Källenius, Vertriebsvorstand bei Mercedes. Kühlschränke mit Internetanschluss? Vergleichsweise Kinderkram, findet Källenius. Weil die neue Business-Limousine nicht nur voll vernetzt ist, sondern sich ihr Cockpit mit zwei Mega-Monitoren konfigurieren lässt und sie auch gleich noch einen Chauffeur eingebaut bekommt.

Und eine grosse Versuchung: Weil das 4,92-Meter-Schiff von alleine auf der Autobahn seine Spur ziehen könnte, möchte man immer wieder die Hände vom Lenker nehmen. Aber wenn die E-Klasse die Kurve doch nicht kriegt oder am Stauende wider Erwarten das Bremsen vergessen sollte, dann trägt der Fahrer dafür dennoch die Verantwortung. Weshalb sich nicht einmal Källenius traut, jetzt schon vom autonomen Fahren zu sprechen. Aber bis dahin ist es von der E-Klasse nur ein kleiner Schritt. Zum Marktstart Anfang April ab 57'945 Franken müssen ein Benziner mit 184 PS und zwei Turbodiesel genügen. Den Sechszylinder mit 258 PS kennt man aus dem Vorgänger, der 194 PS starke Alu-Vierzylinder verdient sich eine Empfehlung mit seinem Werksverbrauch von 3,9l/100 km. Bis Ende Jahr folgen weitere Antriebe, darunter ein Plug-in-Hybrid mit 286 PS, und auch Allradantrieb. Tanken müssen Sie übrigens noch selbst. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 11.03.2016, 17:40 Uhr)

Mach auf!

«Ohne Schlüssel»

Ein auf dem Smartphone hinterlegter digitaler Schlüssel öffnet über die NFC-Nahbereichsantenne – also ohne Nutzung von Mobilfunk und damit sicher – berührungslos das Auto. Funktioniert tadellos mit Samsung-Telefonen; mit anderen Anbietern wird noch verhandelt. Zum Starten sollte man den Schlüssel dennoch im Hosensack haben.

Fahr los!

«Beinahe autonom»

Der optionale Drive Pilot hält automatisch Spur und Tempo, selbst im Stadtverkehr. Die Höchstgeschwindigkeit liest er von Verkehrsschildern, und fehlen Markierungen, orientiert er sich an Fahrbahnrand und anderen Autos. Funktioniert, solange minimale Lenkeingriffe genügen – auf Passstrassen also nicht. Aber die Hände gehören sowieso ans Steuer.

Überhole!

«Einfach blinken»

Spurwechsel beinahe wie von selbst: Zwei Sekunden den Blinkerhebel antippen – der Totwinkelwarner schaut sozusagen in den Rückspiegel.Wenn die Spur frei ist, lenkt die E-Klasse sanft hinüber. Kommt Verkehr von hinten, wird abgebrochen. Funktioniert auch bei Autobahnabfahrten.Wenn man die Kreuzchen in der Optionenliste setzt.

Parkiere!

«Natürlich per App»

Der Sperrmüll in der Garage lässt nur knapp Platz für das Auto? Kein Problem: Per Smartphone- App parkiert die E-Klasse fernbedient ein. Mit kreisrundem Wischen bewegt und lenkt sich das Auto auch in Parklücken, die so eng sind, dass man weder ein- noch aussteigen könnte. Ausparkieren klappt auch – bis zu 15 Meter Strecke liegen drin.

Pass auf!

«Radar und Co.»

Bis zu 90 Meter blicken Radar und 3-D-Kamera voraus. Wird die Spur verlassen, zieht die Bremse gezielt das Auto wieder zurück. Querverkehr wird erkannt; bei Fussgängern hilft die Lenkung, diese zu umkurven. Reagiert der Fahrer auf gar nichts, wird der Warnblinker aktiviert und das Auto bis zum Stillstand abgebremst. Leider auch nur mit Kreuzchen.

Das war knapp!

«Entspannen»

Der Komfort erreicht fast S-Klasse-Niveau – auch wenn man dank längerem Radstand mehr hinteren Fussraum erwarten würde. Aber die Ausstattung: Ambientelicht zwischen Feuerrot und Quietschtürkis, hübsche Massagesitze mit unzähligen Programmen, HiFi-System von Burmester mit 23 Lautsprechern. Aber nur, wenn man... Sie wissen schon.

Artikel zum Thema

Die Social-Media-Stars von Genf

Medienbeobachter Argus hat am ersten Auto-Salon-Weekend ausgewertet, über welche Automarken sich die Twitter- und Instagram-User austauschten. Mehr...

Vision und Wirklichkeit

Am 86. Auto-Salon in Genf warten über 150 Welt-, Europa- und Schweizer Premieren darauf, entdeckt zu werden. Bei diesen 10 Highlights lohnt es sich besonders, genau hinzuschauen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Vergleichsdienst

Finden Sie in nur fünf Schritten die optimale Versicherung für Ihr Auto.
Jetzt vergleichen.

TA Marktplatz

Werbung

Blogs

Sweet Home Das süsse Nichtstun

Von Kopf bis Fuss Stabil wie ein Brett

Abo

Digital Abos

Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Im 1. Monat nur CHF 1.-

Die Welt in Bildern

Monsun: Kinder suchen Schutz unter einem Baum während eines Regenfalls in Neu-Dehli, Indien (26. Juli 2016).
(Bild: Adnan Abidi) Mehr...