Fit für den zweiten Frühling
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«Allradgetriebene SUV wie der Koleos gehören nicht zum Kerngeschäft von Renault», erklärte Laurent Burgat, Kommunikationsdirektor von Renault (RNO 33.75 1.60%) Suisse. «Aber dennoch sind wir mit dem Absatz unseres einzigen Allradmodells ziemlich zufrieden.» Denn vom 2008 eingeführten Koleos verkauften die Franzosen in der Schweiz dieses Jahr bisher 443 Stück. Der Wert wird allerdings relativiert, zieht man zum Vergleich die Verkaufszahlen des derzeitigen Marktführers im kompakten SUV-Segment herbei – der Ford Kuga wurde allein von Januar bis Ende Juni 2011 exakt 1937-mal verkauft.
Renault in der Schweiz im Hoch
Dass Renault mit dem nun aufgefrischten Koleos trotzdem zufrieden scheint, rührt wohl in erster Linie daher, dass die Franzosen in der Schweiz auf einer Erfolgswelle schwimmen. «Ende letzten Jahres konnten wir in der Schweiz in der Verkaufsstatistik erstmals seit acht Jahren wieder den zweiten Rang hinter Volkswagen erobern», freut sich Burgat, «und auch Ende August hatten wir diesen Rang noch immer inne.»
Mehr als der Koleos haben aber die Renault-Bestseller Clio, Mégane und Scénic zu diesem Erfolg beigetragen, wie Burgat ergänzt: «Vom Kleinwagen Clio verkauften wir in diesem Jahr bereits deutlich über 3000 Stück.» Zum Vergleich: Seit seiner Markteinführung Mitte 2008 wurde der Koleos in der Schweiz bis heute nur rund 3000-mal verkauft.
Mit der ab sofort erhältlichen Zweitgeneration soll sich diese Zahl wieder verbessern. Damit dem so ist, hat das aus der Renault-Nissan-Allianz stammende und im koreanischen Werk in Busan gebaute «Crossover»-Auto, wie die Franzosen ihren durchaus geländetauglichen 4x4 nennen, ein Facelift erhalten. Bei der Überarbeitung handelt es sich aber mehr um ein dezentes Make-up für den zweiten Frühling als um tiefgreifende technische Änderungen. Die offensichtlichsten Neuerungen fanden denn auch im optischen Bereich statt. Auffälligste Merkmale sind dort der nun chromverzierte Kühlergrill, schärfer geformte Scheinwerfer, LED-Blinkleuchten in den Rückspiegeln, neue Felgen und die neue Aussenfarbe Kalahari-Orange.
Kaum ersichtlich ist die Modellpflege im Interieur. Ein neues Gehäuse für den Tacho sowie aufgefrischte Polster sorgen im ansonsten eher nüchternen und üppig mit Kunststoff ausgestatteten Cockpit kaum für Hochgefühle.
Ein bisschen mehr Stimmung kommt dafür beim Blick unter die Motorhaube oder auf die Verbrauchsanzeige auf. Denn bei den zwei verfügbaren Dieselmotoren mit 150 oder 173 PS und dem 171-PS-Benziner haben es die Ingenieure laut Werksangaben im Vergleich zum Vorgängermodell verstanden, dank effizienterem Motorenmanagement, Reibungsverringerung bei den Motoren und 6-Gang-Getrieben (Handschaltung oder Automatik) sowie der optimierten Aerodynamik der neuen Front den Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen um bis zu 11 Prozent zu verringern.
Der Koleos punktet beim Preis
Bei der von uns gefahrenen Version mit dem 150 PS starken Turbodiesel mit Automatikgetriebe schlugen die Massnahmen mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,1 Liter Diesel und einem CO2 von 186 g/km zu Buche. Damit lässt sich der rund 1,8 Tonnen schwere Koleos durchaus flott fortbewegen. Abgesehen von dem etwas zu straff abgestimmten Fahrwerk und den gut hörbaren Motorengeräuschen des Diesels vermag der Franzose insgesamt zu gefallen.
Dass die bei der Konkurrenz verfügbaren elektronischen Helferlein wie Spurhalte-Assistent oder Totwinkel-Warner beim Koleos fehlen, sieht man diesem nach. Denn an ihrer Stelle wartet er mit einer umfangreichen Serienausstattung ab 35 900 Franken und einem grosszügigen Euro-Bonus auf.
Thomas Borowski fuhr den neuen Koleos am 19. September auf Einladung der Renault Suisse SA in Frankreich. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 23.09.2011, 14:56 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





