Rauchzeichen von Jeep

2015 verzeichnet der Offroader-Pionier Rekordverkäufe. Und im kommenden Jubiläumsjahr wird die Angebotsflotte weiter geschärft.

Familienausflug ins Gelände: Die vier Jeep-Modelle Renegade, Cherokee, Wrangler und Grand Cherokee posieren vor dem aktiven Ätna auf Sizilien.

Familienausflug ins Gelände: Die vier Jeep-Modelle Renegade, Cherokee, Wrangler und Grand Cherokee posieren vor dem aktiven Ätna auf Sizilien. Bild: Jeep

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Mit 75 Jahren könnte man seinen Alltag eigentlich geruhsam angehen. Gerade jetzt zur Adventszeit bieten sich für Pensionäre in dem Alter Weihnachtsmärkte perfekt dazu an, sich dem süssen Nichtstun hinzugeben. Aber nein, für Tante Jeep kommt das nicht infrage. Im Gegenteil: Die Mutter aller Offroader, die im nächsten Jahr offiziell ihren 75. Geburtstag feiert, verspürt ihren zweiten Frühling. Auf Sizilien präsentierte sie sich vergangene Woche mit ihrer ganzen Familie so jung und dynamisch wie seit langem nicht mehr. Von Altersmüdigkeit keine Spur.

«Seit 1941 sind wir der Spezialist in Sachen Offroader», erklärt Jeep-Marketingleiter Guillaume Drelon. «Und wir sind stolz darauf, derzeit die besten Absatzzahlen aller Zeiten verzeichnen zu können. » Erstmals übertraf Jeep mit den Modellen Renegade, Grand Cherokee, Cherokee und Wrangler die 1-Millionen- Grenze. Und auch in der Schweiz, wo der SUV-Boom anhält und mittlerweile jeder dritte Neuwagen mit Allradantrieb auf die Strassen rollt, sehen die Verkaufszahlen für die reine SUV-Marke rosig aus: Im Vergleich zum Vorjahr setzte Jeep hierzulande 32,8 Prozent mehr Autos ab, bisher insgesamt rund 3100 Stück. Der Anstieg ist grösstenteils auf die neuen Modelle Renegade und Cherokee zurückzuführen, die zusammen gut die Hälfte ausmachen.

Synonym für Offroader

Ein Blick in die bewegte Firmengeschichte von Jeep zeigt, dass der derzeitige Erfolg nicht von ungefähr kommt. Vom ersten, für die amerikanische Armee produzierten Willys-Jeep-Geländewagen bis hin zum jüngsten Kompakt- SUV, dem in Italien gebauten Renegade, hielt die Marke mit den charakteristischen sieben Vertiefungen im Kühlergrill stets an ihrem Firmenkonzept fest: robuste Alltagsfahrzeuge für den Gebrauch auf und neben allen Wegen zu bauen. Nicht von ungefähr wurde der Name Jeep zumindest in Europa zum Synonym für Geländefahrzeuge. Auch wenn die ursprünglich US-amerikanische Automarke mittlerweile zum Fiat- Chrysler-Konzern gehört und sich unterm Jeep-Blech auch mal eine Plattform oder ein Motor aus Italien verbirgt, tut das dem Kultstatus keinen Abbruch. Wer sich ein echter Fan nennt, der ist ein «Jeeper» und trifft sich mit Gleichgesinnten im eigens zur Kundenbindung organisierten «Camp Jeep», um hier bei Offroadfahrten, Countrykonzerten und Lagerfeuerromantik die echte «Jeepness » zu leben.

Dass Jeep nicht nur gekonnt die Marketingklaviatur spielt, sondern auch geländetaugliche Offroad-Fahrzeuge baut, das demonstrierten die Italo-Amerikaner auf Sizilien eindrücklich. Die Fahrt auf unwegsamen Naturwegen hinauf in die schroffe Lavalandschaft des aktiven Vulkans Ätna meistert der kompakte Renegade ohne Murren. Keine Spur von Kurzatmigkeit wegen der russgeschwängerten Höhenluft. Sein 140 PS starker 2-Liter-Diesel und das Selec-Terrain-Allradassistenzsystem arbeiten tadellos, die komfortable Federung und Bestuhlung verhindern, dass die Passagiere bei der Durchfahrt von Schlaglöchern allzu sehr malträtiert werden.

Offroad-Spass im Wrangler

Im geräumigen Cherokee wird die Fahrt runter vom Vulkan und zur Hafenstadt Ragusa auf Asphalt zur entspannenden Erholung vom Geländeritt. Die 9-Gang- Automatikschaltung und 272 PS des laufruhigen 3,2-Liter-Benziners tragen einen grossen Teil zum Fahrspass bei. Dass der gleiche Cherokee auch ganz anders kann, beweist er am nächsten Tag im anspruchsvollen Geländeparcours: Grobes Geröll, sumpfiges Geläuf und selbst mehrmaliges Passieren eines Baches erledigt er erwartungsgemäss souverän. Klar, dass aus der Jeep-Palette der Wrangler – in Optik und Technik als nächster Verwandter des ursprünglichen Willys-Jeep erkennbar – im Gelände den höchsten Spassfaktor bietet. Mit seinem mit Sperrdifferenzial ausgerüsteten Allradantrieb fährt man ohne Angst drauflos und ertappt sich selbst als Vernunftsmensch rasch dabei, nach den grössten Hindernissen im Parcours Ausschau zu halten.

Damit die Jeep-Händler weiterhin vom SUV-Boom profitieren können, will die Marke ihr Angebot in den nächsten Jahren ausbauen. «Unser Ziel ist es, im Jahr 2018 sechs verschiedene Modelle in sechs Ländern zu produzieren», erklärt Guillaume Drelon die Zukunftsstrategie von Jeep. Aller Voraussicht nach wird im Jubiläumsjahr 2016 am Genfer Autosalon das kompakte Nachfolgemodell des Jeep Compass seine Weltpremiere feiern. Dessen Verkaufsstart für die Schweiz wird aber nicht vor 2017 sein. Bis dahin müssen sich Schweizer Jeeper mit dem momentanen Angebot der alten Tante begnügen – aber die ist ja glücklicherweise ganz schön jung geblieben.

Thomas Borowski fuhr die Jeep-Flotte am 14./15. Dezember auf Einladung von Jeep Schweiz in Italien.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.12.2015, 15:20 Uhr

Artikel zum Thema

Zurück zu den Wurzeln

Jeep gilt als Synonym für Offroader. Diesem Ruf werden die Amerikaner mit dem neuen Renegade erstmals im Kompaktsegment gerecht. Mehr...

Im Offroad-Eldorado der Jeeper

Jeep bietet seinen europäischen Kunden mit Offroad-Camps ein neues Vergnügen. Wir waren beim ersten Camp Jeep in Italien mit dabei. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Vergleichsdienst

Finden Sie in nur fünf Schritten die optimale Versicherung für Ihr Auto.
Jetzt vergleichen.

Paid Post

Open-Air-Genuss mit Maserati

Als offene Ergänzung für den Quattroporte und den Ghibli ist ab sofort auch der Maserati GranCabrio in der Mietwagenflotte von Hertz zu finden.

Kommentare

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Die Welt in Bildern

Abgetaucht: In Zürich geniesst man die sommerlichen Temperaturen mit einem Bad im See. (26. Mai 2017)
(Bild: Walter Bieri) Mehr...