Sieht so der Opel Ampera für den Nachwuchs aus?
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Denn um aller Welt zu beweisen, wie ernst sie es mit der Elektrifizierung des Antriebs meinen und weil der Opel Ampera für 50 900 Franken nicht gerade ein volkstümliches Auto ist, rollen die Hessen nächste Woche zur IAA in Frankfurt ein deutlich kleineres und preiswerteres Elektroauto ins Rampenlicht: Genau wie Audi mit dem Urban Concept und VW mit dem Nils kreuzen sie dafür Auto und Motorrad und stromern so auf schmaler Spur durch die Stadt.
20 PS und 120 km/h
Konstruiert wie ein Kabinenroller und gezeichnet mit dem gleichen Säbelzahngesicht wie der Opel Ampera, misst der Hightechwinzling mit den zwei hintereinanderliegenden Sitzen in der Länge keine drei Meter. Weil er ausserdem kaum mehr als einen Meter breit ist, surft er nicht nur spielend durch den Stau, sondern findet auch überall einen Parkplatz. In Fahrt bringt ihn ein Elektromotor an der Hinterachse, der nicht viel mehr als 20 PS haben dürfte. Schliesslich ist der Zweisitzer dank einer Karosserie aus Aluminium und Karbon zwei Drittel leichter als ein klassischer Kleinwagen und sollte deshalb keine 400 Kilo wiegen.
Trotzdem stellt Opel eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h in Aussicht und öffnet dem Winzling so den Weg auf die Autobahn. Entsprechend wenig Energie wird das Fahrzeug benötigen: Weil ihm, so hört man bei Opel, fünf Kilowattstunden Strom für 100 Kilometer reichen werden und man die in Deutschland schon für 20 Cent bekommt, spricht Opel frech vom «ersten Ein-Euro-Auto der Welt».
Namenloser Winzling
Dass man den Wagen dafür erst mal kaufen muss, blenden die Hessen freundlich aus. Allerdings gehen sie davon aus, dass die Studie mit einem «hohen Potenzial zur Serienfertigung» so günstig gebaut werden kann, dass sie auch für Einsteiger attraktiv wird. Deshalb liebäugeln sie sogar mit einer abgespeckten Variante, die nur 45 km/h schnell wird und deshalb schon von 16-Jährigen gefahren werden darf. Dennoch zeigt zum Beispiel der Renault Twizzy, der die Opel-Idee bereits zum Jahreswechsel vorwegnimmt, dass es elektrische Mobilität auch für den Stadtverkehr nicht umsonst gibt: Mit einem Grundpreis von circa 12 000 Franken plus Akku-Miete ist er kein Schnäppchen.
Zwar hat der Opel-Mutterkonzern General Motors bereits vor mehr als einem Jahr elektrische Winzlinge vorgestellt, die einmal als saubere und schnelle People-Mover durch die Städte stromern sollen. Doch das neue Konzept aus Rüsselsheim wurde offenbar mit sehr heisser Nadel gestrickt. Deshalb bleiben die Hessen nicht nur technische Eckdaten ihres Zweisitzers schuldig, sondern haben auch noch keinen Namen verraten – wenige Tage vor der Weltpremiere, so hört man aus Rüsselsheim, wartet der noch auf die Freigabe der Hausjuristen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 11.09.2011, 07:59 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




