Das ist der neue König der Löwen

Von Dieter Liechti. Aktualisiert am 17.07.2010

Der Peugeot 508 feiert auf dem Autosalon in Paris seine Weltpremiere als Limousine und Kombi. Die Franzosen preisen ihr neues Flaggschiff mit grossen Worten.

1/4 Der neue Peugeot 508 ersetzt ab März 2011 die Modellreihen 407 und 607 und lehnt sich stilistisch an der faszinierenden Studie SR1 (letztes Bild) von Peugeot an.
Bild: Peugeot

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Durchgestylt vom dreidimensionalen Löwen-Logo bis zum scharf geschnittenen Heck — so unterstrich Peugeot im Januar in Paris mit der atemberaubenden Studie SR1 (Bild unten rechts) seine dynamische Neuausrichtung. Den SR1 wird es zwar nie geben, doch das Spektakel in der französischen Metropole hatte dennoch seine Berechtigung, wie Jean-Marc Gales, Markenchef von Peugeot, begründete: «Die Studie SR1 steht symbolisch für den Aufbruch in eine neue Ära unter dem Slogan Emotion und Motion.» Damit meinte Gales einerseits die neue, dynamische Formensprache, die künftig alle Modelle von Peugeot unverwechselbar eigenständig machen soll. Und — zum andern — eine zukunftsorientierte Mobilität dank innovativer, umweltfreundlicher Technologie. Unter anderem auch mit mehreren Hybridmodellen. Total 14 neue Modelle wollen die Franzosen bis 2012 auf den Markt bringen. Die Pfeilspitze dieser Offensive, das Flaggschiff 508, feiert im Herbst in Paris beim Heimspiel seine Weltpremiere, erste Bilder und Informationen wurden diese Woche veröffentlicht.

Maserati lässt grüssen

Zwar versprechen die Franzosen, dass die «im SR1 eingeführte neue Designsprache der Marke Peugeot beim 508 weiterentwickelt wurde», doch das sieht man (leider) nicht auf den ersten Blick. Sicher, das Löwenmaul wird endlich ein wenig kleiner, und die neuen Scheinwerfer sind deutlich schärfer gezeichnet als bisher. Aber ganz so sportlich, wie man das im Januar angedeutet hat, ist das neue Flaggschiff doch nicht geworden. Trotzdem stimmt der Anblick, zumindest auf den ersten offiziellen Bildern, zuversichtlich. Denn die dominante Nase der aktuellen Modelle wurde minimiert und bildet beim 508 ein stimmiges Duo mit der stark konturierten Motorhaube, die auch das neue Löwenlogo trägt. Schmucke LED-Lichter in der dezent modellierten Frontschürze runden das neue Peugeot-Gesicht ab. Dass der 508 ein bisschen an den Maserati Quattroporte erinnert, wird die Designabteilung der Franzosen kaum stören.

Natürlich haben auch die Franzosen die Zeichen der Zeit erkannt und dem 508 eine coupéhafte Dachlinie spendiert, die weit ins Heck reicht. Damit der kleine Kofferraumdeckel nicht gänzlich vergessen geht, setzt eine verchromte Querspange einen glänzenden Akzent. Ebenfalls für Akzente sorgen die dreidimensional ausgeführten Rückleuchten, die sich weit um die Flanken des Flaggschiffs ziehen. Und für die nötige Prise Sportlichkeit sorgen eine Art Diffusor am Heck und die neuen Sportfelgen, die für das neue Flaggschiff gezeichnet worden sind.

Während die Limousine (Berline) 4,79 Meter lang ist, wächst der Kombi (SW), der ebenfalls in Paris gezeigt wird, um zwei Zentimeter auf 4,81 Meter. Sportlich, klassisch und klar strukturiert ist das Cockpit des 508 mit den grossen und übersichtlichen Rundinstrumenten. Weniger aufgeräumt wirkt dagegen die breite Mittelkonsole, auf der sich fast alle Bedienelemente befinden. Positiv hingegen ist der grosse und weit oben platzierte Bildschirm der Navigation.

Keine Preise, keine Details

Nach der Premiere im Oktober am Pariser Autosalon müssen sich die Peugeot-Fans allerdings nochmals ein paar Monate gedulden. Denn auf die Strasse rollt das neue Flaggschiff erst im März 2011 — passend zum Genfer Autosalon.

Zu Technik und Preisen hüllen sich die Franzosen in Schweigen. Aber sie versprechen, «dass die Motorenpalette in Bezug auf Leistung und Spritzigkeit, aber auch betreffend Verbrauch in ihrer jeweiligen Klasse hervorragend positioniert sein sollen». So arbeiten unter der Motorhaube des 508 unter anderem neue Aggregate mit Start-Stopp-Systemen. Zudem soll wenige Monate nach der Lancierung ein Diesel-Hybrid mit 200 PS, Allradantrieb und einem CO2 von nur 99 g/km hinzukommen. Gebaut wird der neue Peugeot 508 für Europa in Frankreich. Später soll die Limousine in einer adaptierten Version für China in China gebaut werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.07.2010, 11:01 Uhr

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