Für den Herbst verjüngt
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«Bewährtes besser machen», so lautet bei Autoherstellern die Devise, wenn ein Modell in die Jahre gekommen ist und die Nachfolgegeneration auf sich warten lässt. Dann greift man gerne zum sogenannten Facelift – wie auch beim Menschen ein beliebtes Mittel, um Altersfalten zu glätten und mit feinen chirurgischen Eingriffen das Antlitz zu verjüngen. Während solche Operationen bei Menschen oft zu unansehnlichen Resultaten führen, ist sie beim neuen Mazda 3 gelungen. Und das ist wichtig für die Marke.
Mazda startet Aufholjagd
Denn der in der Schweiz ab sofort als 5-türiges Schrägheckmodell erhältliche Mazda 3 gehört bei den Japanern zu den Topsellern. Weltweit wurden davon seit 2003 bis heute über drei Millionen Stück verkauft. In der Schweiz figuriert er im wichtigen Golf-Segment bei den Verkaufszahlen im vorderen Viertel. Und intern läuft ihm nur der Mazda 2 den Spitzenrang ab. Deshalb schaut der Schweizer Pressechef der Japaner, Giuseppe Loffredo, dem Verkaufsstart des neuen Mazda 3 zuversichtlich entgegen: «Im kommenden Jahr wollen wir 1800 Mazda 3 verkaufen.» So würde sich das Facelift-Modell wieder in den Bereich von Toyota Auris, Alfa Romeo Giulietta oder Ford Focus schieben.
Die Voraussetzungen dazu sind gegeben. Denn die erfolgte Überarbeitung des Mazda 3 haben die Japaner in gewohnt zurückhaltender Art und Weise vorgenommen und bei der Arbeit gutes Augenmass bewiesen. An der Karrosserie wurde fast nichts verändert, einzig die Stossfänger vorn und hinten erhielten einen optischen Feinschliff, ebenso wie der Kühlergrill. Damit wirkt der Mazda 3 optisch frischer, ohne die Formensprache des Vorgängers zu verlieren. Neu im Angebot ist in der Farbpalette ein auffälliger Braunton und ab der dritten von vier Ausstattungslinien peppen serienmässig 17-Zoll-Alufelgen den Auftritt weiter auf. Im Wageninnern stechen auf den ersten Blick zwei Neuerungen sofort ins Auge: Das Cockpit wurde von unnötigem Zierrat sowie silbrigen Blenden befreit und wirkt mit durchgehendem Schwarz nun edler als zuvor. Weiter gibt es anstelle des alten «Mäusekino»-Navigationsbildschirms zwischen Windschutzscheibe und Cockpit ein Tom-Tom-Navi mit 4,2-Zoll-Display und Touchscreen in der Mittelkonsole. Das System ist aber nur zusammen mit Bose-Lautsprechern zum Aufpreis von 1900 Franken erhältlich.
Wenig Veränderungen erfuhr die Antriebspalette mit je drei Benzin- und Dieselaggregaten. Diese verrichten ihre Arbeit dank Verbrauchsoptimierung mit ein bisschen weniger Durst als zuvor. Komplett neu ist einzig eine 4-Gang-Automatik, die in Kombination mit dem 1,6-LiterBenziner käuflich ist. Dass mit ihr der Verbrauch um 1,2 Liter höher liegt als mit der manuellen 5-Gang-Handschaltung, macht diese Option wenig attraktiv. Und dass die bei Mazda «i-stop» genannte Stopp-Start-Technik nur mit dem 2-Liter-Benziner erhältlich ist, macht schlicht keinen Sinn.
Keine Skyactiv-Technologie
Denn ansonsten haben es die Ingenieure beim Facelift verstanden, Bewährtes zu verbessern. Mit neu abgestimmten Dämpfern und Servolenkung gehört der kompakte Mazda3 in Sachen Laufkultur und Kurvendynamik weiterhin zu einem der besseren Vertreter in seiner Klasse. Sein regelmässig gutes Abschneiden in Qualitätsstatistiken dürfte auch dem überarbeiteten Modell sicher sein.
Schade: Die Skyactiv-Technologie von Mazda, welche als Antwort auf Hybridmodelle anderer Hersteller eine deutlich bessere Leistung bei Verbrennungsmotoren bei weniger Verbrauch verspricht, bleibt dem Mazda-3-Facelift aber vorenthalten. Damit wird erst die dritte Generation ausgestattet, welche voraussichtlich Ende 2013 an den Start rollt.
Thomas Borowski fuhr den neuen Mazda 3 am 27./28. Oktober auf Einladung von Mazda Suisse in Italien. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 04.11.2011, 18:24 Uhr
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Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



