«Ich habe den Mut, Unbequemes zu sagen»
Von Walter Niederberger. Aktualisiert am 06.08.2009 66 Kommentare
Zur Person
Der 77-jährige, geborene Zürcher Bob Lutz ist seit 45 Jahren für die Autoindustrie tätig. Derzeit ist er als Vizepräsident für Marketing und Kundenbetreuung der aus dem Konkursverfahren auferstandenen General Motors zuständig.
Autokonzerne wie GM haben sich in den USA erfolgreich gegen einschneidende Verbrauchswerte für Neuwagen gewehrt. Warum haben Sie es erneut verpasst, die Kunden auf eine Zukunft mit sparsameren Autos einzustellen?
Wir haben mit der Regierung Obama eng zusammengearbeitet. Sie stimmt mit uns überein, dass zu scharfe Normen kontraproduktiv gewesen wären, weil die Nachfrage ausgeblieben und die belebende Wirkung für die Wirtschaft verpufft wäre. Das Kaufverhalten wird sich erst dann ändern, wenn der Benzinpreis dauerhaft ansteigt. Beim heutigen Preis sind unsere kleineren Autos wie übrigens auch jene von Toyota oder Honda nur schwer verkäuflich. Gefragt sind heute wieder Trucks, SUV und 6-Zylinder-Motoren.
Ist der GM-Niedergang nicht so zu erklären, dass Sie zu lange auf schwere Autos gesetzt und die Entwicklung der Hybrid-Fahrzeuge verpasst haben, die für die Japaner einen Traummarkt bilden?
«Grüne Fahrzeuge» sind ein verschwindend kleiner Teil des US-Marktes. Natürlich muss man den Prius ernst nehmen, aber andere Hybrid-Wagen verkaufen sich ganz schlecht. Toyota lebt von den etwa fünf Prozent der Amerikaner, die unbedingt ein solches Fahrzeug wollen, weil sie den Planeten zu retten hoffen. Es ist völlig falsch zu behaupten, dass sich die Amerikaner massenhaft auf sparsame Fahrzeuge stürzen. Dies war nur gerade während vier Monaten im Jahr 2008 der Fall, als der Benzinpreis auf 1.40 Franken je Liter stieg (von der Red. umgerechnet). Die Massenbewegung hin zu «grünen Autos» findet nur in den Medien statt . . .
. . . und in Asien, Lateinamerika und Europa.
Ja, Europa ist anders. Wir bauen aber grundsätzlich nur das, was das Publikum verlangt. So stellen wir in den USA den Chevy Camaro her, einen 6-Zylinder-Wagen mit 300 PS. Der Wagen braucht gerade noch eine Gallone auf fast 30 Meilen (gut 7 Liter/100 km, die Red.), und er ist restlos ausverkauft. Diese Woche haben wir zusätzlich beschlossen, die Produktion der grossen SUV und der Pickup-Trucks erneut anzuheben, weil die Lager praktisch leer sind. Es bleibt eine Tatsache, dass das amerikanische Publikum grosse, verbrauchsstarke Autos kauft.
Man wirft Ihnen vor, dass Ihre Vorliebe für grosse Motoren und schwere Wagen mitschuldig war für den Niedergang von GM.
Der Vorwurf ist völlig unberechtigt. GM ist nicht gescheitert, weil wir Trucks und SUV hergestellt haben, sondern weil uns der Cash ausgegangen ist. Unsere Reserven waren aufgezehrt. Die plötzliche Schrumpfung des US-Marktes von 17 auf 9 Millionen Fahrzeuge hat alle Hersteller gleichermassen getroffen. Wir haben 2008 rasch reagiert und sogar Sonderschichten eingelegt, um kleinere Chevys aus Korea in die USA zu bringen. Die Folge ist nun, dass wir auf kleinen Chevys sitzen bleiben, da der Benzinpreis gesunken ist.
Es ist schwer zu verstehen, dass GM die gleiche Produktpalette herstellt wie vor dem Bankrott. Ist es nicht ein Widerspruch zur erklärten Absicht der Regierung Obama, sparsamere Autos zu produzieren?
Es wäre nur dann ein Widerspruch, wenn die Regierung politisch, nicht pragmatisch handeln würde. Unsere Vorgabe ist, die verschärften Abgasnormen bis 2015 zu erfüllen und die ganze Palette von Autos zu liefern, die das Publikum will.
Die Regierung hält 60 Prozent des Kapitals und könnte Sie zu neuen Modellen zwingen.
In der Regierung sitzen viele gescheite Leute. Sie wissen genau, dass sie ihren Geldeinsatz verbraten würden, wenn sie «grüne Autos» forderten, die das Volk grösstenteils nicht kaufen will. Die Regierung steckt in einer Zwickmühle. Sie will einerseits den Benzinpreis dem europäischen Niveau annähern und so sparsamere Auto einführen. Anderseits aber ist die Wirtschaft so fragil, dass ein erneuter plötzlicher Benzinpreisaufschlag verheerende Wirkungen hätte.
Ist der Autoabsatz am Tiefpunkt angelangt?
Solange die Banken nicht solvent werden, die Kredite nicht normal fliessen und sich die Häuserpreise nicht stabilisiert haben, kommt es zu keiner dauerhaften Erholung. Wir rechnen gegen Ende Jahr mit eine graduellen Verbesserung, die sich 2010 verfestigen sollte. Aber die gegenwärtige Rezession hat die Generation der heute 30- bis 50-Jährigen so schwer geschockt wie die Menschen in der Depression von 1930. Die Jahre des Konsumbooms sind fürs Erste vorbei. Niemand wird mehr ein zweites Haus oder zweites Auto auf Pump kaufen. Es wird alles sehr viel vernünftiger werden, und dies ist gut so.
US-Autohändler haben dank Abwrackprämien von einer Milliarde Dollar den höchsten Umsatz in den letzten zwei Jahren gemeldet. Hat auch GM profitiert?
Unsere Erwartungen wurden übertroffen, obwohl wir wissen, dass der grösste Teil nur vorgezogene Käufe waren. Unser Absatz ist im Vergleich zu den drei Vorwochen Ende Juli um 30 Prozent angestiegen. (General Motors, Ford und Chrysler haben bisher knapp die Hälfte der eingetauschten Neuwagen geliefert, die Red.)
Der Senat zögert, das Programm um zwei Milliarden Dollar aufzustocken.
Das Programm ist der bisher wirkungsvollste Stimulus der Regierung, auf jeden Fall viel wirksamer als das Wirtschaftsimpulspaket von 780 Milliarden Dollar, von dem belebende Effekte bisher fast ganz ausgeblieben sind. Ich gehe deshalb davon aus, dass der Senat das Programm verlängern wird.
Von welchen Umsatzprognosen geht der neue Verwaltungsrat aus?
Wir haben nach Absprache mit der Regierung tiefe Einschnitte in unsere Produktionskapazitäten vorgenommen (GM will in den USA bis Ende Jahr noch einmal 13'500 von 54'000 Arbeitern freistellen, die Red.). Unser Budget basiert darauf, dass wir bei eine Gesamtproduktion aller Hersteller von 10 Millionen Wagen weder Gewinn noch Verlust machen. Wenn jedoch in zwei bis drei Jahren 11 bis 13 Millionen Fahrzeuge verkauft werden und GM den Marktanteil halten kann, werden wir einen sehr schönen Gewinn machen.
GM-Angestellte haben im Konkursverfahren gewaltige Konzessionen eingehen müssen. Der Stundenlohn wurde von 28 auf 15 Dollar gesenkt, die Krankenversicherungskosten wurden an die Gewerkschaft ausgelagert. Welche Garantien gibt es dafür?
Ich bin sehr zuversichtlich für die neue, schlanke GM. Der Wettbewerbsvorteil der Japaner von 3000 bis 4000 Dollar pro Wagen ist im Konkursverfahren ausgeräumt worden. Wir sind fast schuldenfrei und haben konkurrenzfähige Löhne wie europäische und japanische Hersteller in den Südstaaten. Zudem hat der Yen endlich einen fairen Wert gegenüber dem Dollar erreicht. Kommt es wie erwartet zu einem Aufschwung, haben wir wirklich keine Ausrede mehr, nicht rentabel zu sein.
GM hat den Chevy Volt zum Aushängeschild für die Zukunft gemacht. Kann ein 40'000 Dollar teures Auto je ein Massenphänomen werden wie der wesentlich günstigere Prius?
Sie werden erleben, dass alle Meinungsführer und die Hollywood-Leute plötzlich alle einen Volt haben wollen. Der Volt wird den Prius überrunden. Er ist das Prestigeobjekt für jene Leute, die früher einen 12-Zylinder-Wagen gekauft hätten. Der Wagen wird zudem von der Regierung mit 7500 Dollar subventioniert. Dann sind wir auch im Preis mit dabei.
Mit 77 Jahren sind Sie in eine Chefposition bei GM zurückgekehrt, obwohl Sie sich auf Ende Jahr pensionieren lassen wollten. Ist die Personaldecke so dünn, dass GM ohne Sie nicht auskommt?
Eine interessante Frage. Und eine ehrliche Antwort würde wahrscheinlich zu eigennützig tönen. Aber ich habe gewisse Talente, verbunden mit einem hohen politischen Mut, das Unbequeme zu sagen. Ich verkörpere möglicherweise eine Kombination von kreativem Talent und Erfahrung mehr als jeder andere in unserer Branche.
Haben Sie vereinbart, wie lange Sie bei GM bleiben?
Es gibt kein Abkommen. Solange ich mich wohlfühle und einen Beitrag leisten kann, bleibe ich. Hinzu kommt, dass die Regierung nicht, wie befürchtet, alles diktieren will. Ich kann mir aber schwer vorstellen, nach 80 noch arbeiten zu wollen. Aber wer weiss . . .
Haben Sie überhaupt noch Zeit, Ihre zwei eigenen Kampfjets zu fliegen?
Sicher. Vor wenigen Tagen bin ich je eine Stunde mit dem Aero L-39 (ein tschechisches Trainingsflugzeug, die Red.) geflogen. Den Alphajet habe ich aus wirtschaftlichen Gründen inzwischen verkauft, mit einem Gewinn übrigens.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 06.08.2009, 12:04 Uhr
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66 Kommentare
Herr von Känel, es hätte sogar Platz für mehr als 10 Mia. Menschen auf diesem Planeten, wenn wir es denn schaffen, den Lebensstandard weltweit auf das Niveau von Burkina Faso zu reduzieren. Ich sehe allerdings nicht, was daran erstrebenswert sein sollte. Antworten
@von Känel: Sie sind sich hoffentlich bewusst, dass die angeblich "umweltfreundlichen" (da CO2-armen) und von der Klima-Lobby so stark propagierten Diesel-Fahrzeuge für Kinder mit Asthma um ein Vielfaches schlechter sind, als ein Euro-4-Benziner der 15L/100 km verbraucht! Der Ausstoss der im Gegensatz zu CO2 giftigen Stickoxide hängt NICHT vom Treibstoffverbrauch ab. Antworten
Wenn Bob Lutz recht hat mit dem was er sagt, und das ist vermutlich sogar so, dann kann man über die Amerikaner nur noch den Kopf schütteln. Uebrigens: 7 L/100 km und 300 PS ohne Hybridunterstützung; das glaube ich erst wenn ich es gesehen habe. Herstellerangaben und Realität können weit auseinanderklaffen. Das hat der TCS nachgewiesen. Antworten
@Henry Mancini: Eben: Neid ist eine Charakterfrage, da kann ich nicht weiterhelfen. Wenn Sie mehr verdienen möchten, dann machen Sie Folgendes: Setzen Sie selbstständig Ihre Träume in die Realität um und verkaufen Sie Dinge die Ihre Käufer wirklich kaufen möchten. Ich rate Ihnen in der Finanzbranche zu arbeiten, sich einzubringen und neue innovative Dienstleistungen anzubieten. Seien Sie positiv. Antworten
@ Matthias Rode: absolut einverstanden mit dem Verurascherprinzip; das heisst dann auch dass der Benzinpreis angehoben wird um zB die Asthmamedis von ein paar Zehntausend Kindern in der Schweiz zu finanzieren. Übrigens hätte es wahrscheinlich Platz für 10Mia Menschen wenn nicht alle so "genuss"süchtig sind wie Sie - Ihre Kinder werden sicher noch viel Freude haben am Chaos dass Sie mitverursachen. Antworten
@Hr. von Rode: Ich arbeite auch gerne und sehr gut. Und möchte auch gut verdienen um mir Haus mit Pool, Frau und Kinder zu leisten. Nicht zu reden von einem coolen Wagen, als Fan am liebsten einen AMG Mercedes. Können Sie mir da weiterhelfen? Job zu vegeben od. sonstige Tipps? Oder ist es wirklich so wie Sie z. T. sagen, dass es ungleich verteilt ist. Dass dann daraus Neid entsteht, kein Wunder! Antworten
@Nick Schär: Mit dem Verursacherprinzip bin ich 100% einverstanden, WENN dieses überall gleich und konsequent angewendet wird. D.h. der ÖV wird zu 100% von deren Benützer finanziert, die ganze Infrastruktur-Bahnhöfe-Trolleybusse-Personenzüge, alle Kosten, Diesel, Stromkraftwerke für die SBB, die meisten AKWs für die Elektroloks etc. etc. Ich bin nicht bereit mit meinen Steuern Euren ÖV zu finanzie Antworten
6 Zylinder Motor mit 300 PS und ca. 7 Liter Verbrau pro 100 km. Das hoert sich ja richtig vernuenftig an. Da koennen ja die "Moechtegern Stenze" ihre Traeume doch noch preisguenstig ausleben. Die grossen Benzinschleudern sollten wirklich (Hummer etc.) verboten werden. Oder wo wird wohl die USA den naechsten unnoetigen Krieg entfachen, um guenstig an die Oelreserven zu kommen (Iran, Venezuela etc.) Antworten
Mit Verlaub: die Aussagen gewisser Autofetischisten sind an Egoismus, Dummheit und Ignoranz nicht zu überbieten. Aber auch diese Herrschafften werden noch merken, dass die fossilen Rohstoffe endlich sind! Die Menschheit wird es in den nächsten 50 Jahren nicht schaffen, das fehlende Öl auch nur teilweise durch eine andere Energieform zu ersetzen. Auch SIE werden den Gürtel enger schnallem müssen! Antworten
Alles in allem eine interessante Diskussion hier... Eine Bemerkung zu Nick Schärs Komentar:: Da habe ich Mühe, auch wenn man den Sprit verteuert, wer es sich leisten kann, lässt sich davon nicht abschrecken und die Luft wird auch nicht besser, wenn man fürs Benzin mehr zahlt. Das ist auch genauso mit der "Umweltabgabe", man gewöhnt sich an den höheren Preis. Effekt f. d. Umwelt? 0....... Antworten
@Müller: Der Einbruch beim Prius rührt vom Modellwechsel. Das ist normal, gibt aber stets ein Riesengeschrei. Selbst ein BMW-Chef musste sich beim Generationenwechsel des Mini rechtfertigen. Und das läuft so: Die Produktion des auslaufenden Modells wird eingestellt, die Bänder werden für den Nachfolger vorbereitet – die Verfügbarkeit auf dem Markt ist eingeschränkt und wird so statistikwirksam. Antworten
@Matthias von Rode: Sobald der Treibstoff soviel kostet wie er an Schaden ausrichtet, darf sich wer will auch einen (oder 2) X5 leisten. Im Moment bezahlen wir aber alle für die Folgen des Verbrauchs mit (indirekt über Steuern, Gesundheitskosten, in der Zukunft für Sanierung von Gewässern, Wäldern,...). Wälzen wir die echten Kosten auf den Treibstoff um, gönne ich jedem seinen Spritfresser! Antworten
Herr Matthias von Rode: Sie irren sich. Ob man sich einen X5 leisten kann oder nicht, ist egal. Tatsache ist, dass ein X5 übermotorisiert ist für unsere schmalen Strassen, unsere zersiedelten Ortschaften, unsere 30er-Zonen. In den USA würde ich auch einen solchen Wagen fahren, aber nicht in der engen Schweiz. Freundl. Grüsse Urs Keller Antworten
@Kai Wassmer: Doch es ist Neid und nur Neid! Wer gut arbeitet und Geld verdient darf und kann sich eben 2 grosse sichere X5 mit 350 PS leisten, ein Haus im Grünen mit Swimming Pool und getrost in die Zukunft schauen und Freude an seinen Kindern haben. Wenn Ihr alle wirklich die Welt verbessern und retten wollt, dann begrenzt die Bevölkerung auf max. 4 Milliarden Personen auf diesem Planeten, basta Antworten
Lutz' Rückwärtsgewandtheit ist so etwas von untypisch für Amerika. Die Asiaten werden sein Gehabe mit peinlicher Berührung zur Kenntnis nehmen und zur Tagesordnung übergehen. Ob der Prius nun hässlich sei, tut nichts zur Sache: Er ist technologisch jedem GM-Fahrzeug um Längen überlegen. Ohne Opel-Ingenieure – der Chevy Volt wurde von den Rüsselsheimern konstruiert – könnte längst GM einpacken. Antworten
@ Willi Jörg: Vielleicht hat Bob Lutz gar nicht mal so unrecht. Wenn man sich die Verkaufszahlen des Prius anschaut, dann erschrickt man richtig. Die sind vollständig weggebrochen. Dafür ist Toyota mit dem Highlader (XL-Version des Land Cruisers) wieder 'erfolgreicher'. Verbrauch weit über dem eines Chevrolet Tahoe.... Unter 20l/100km läuft nix... Antworten
Mut? Unbequem? Wenn Herr Lutz auf diesen Level bei GM arbeitet, sollte er wissen darüber haben, was für Patente vorhanden sind. Was für Möglichkeiten ohne externe, teure, Luftverschmutzende Antriebsstoffe vorhanden wären. Mut wäre es solchen Dingen zum Durchbruch zu verhelfen. Aber es scheint als ob Mut und Unbequem bei diesen Menschen nur wirtschaftlichen Erfolg für wenige zum Ziel haben. Antworten
Ich weiss nicht warum ausgerechnet Schweizer sich so brüsten. Ausgerechnet Schweizer, welche den höchsten Prozentsatz mit Topmotorisierung pro Modell weltweit repräsentieren. Es spielt keine Rolle ob ein 400 Ps oder nur 100 PS hat, 12 Liter Verbrauch sind 12 Liter. Das Verhältnis LEistung/Verbrauch spielt für die Natur keine Rolle. Also, zuerst vor der eigenen Tür wischen. Antworten
Herr von Rode: Bedenken Sie: Was war am Porsche 911 mal so geil? Was am Jaguar E-Type? Dass sie Zukunftsautos waren! Genau das fehlt heute. Diese vergangenheitsorientierten Traktoren (Porsche Cayenne, Audi Q7, die peinlichen franz. Verlegenheits-SUV) sind m. E. absolut unerotisch und unästhetisch. Wir brauchen neue Sportwagen, neue Limousinen! In zehn Jahren werden die Auto-Programme völlig neu aussehen. Antworten
Matthias von Rode, Sie haben schon recht, man soll die Leute machen lassen. - Wenn alles kaputt ist, wird, wer es sich leisten kann, auf einen anderen Planeten fliegen und auch noch diese ruinieren...., der Rest geht unter und wird sich vielleicht in Jahrmillionen erholen. Wo ist das Problem, die Nasa arbeitet schon daran..........;-) Antworten
In 10 Jahren wird der Literpreis für Benzin bei 5 SFr. liegen und dann ist selbst in den USA ein Gallonenpreis von 4 Dollar der Garaus des benzinbetri. Fahrzeuge und im Gegensatz zu Amerika und Asien hat Europa wenigstens die Alternative eines gutausgebauten ÖV. Alle die heute über Europa lachen, werden sich nochmal umschauen, besonders was die Umweltverschmutzung in Asien und den USA angeht. Antworten
Herr von Rode, Es geht doch hier nicht um Neider und dass Spass und Freude nicht sein darf. Niemand ist Neidisch. Ich könnte mir auch einen SUV kaufen. Aber es geht doch nicht darum. Vielmehr scheint vielen weiterhin nicht bewusst zu sein, dass grundlegende Änderungen in unserem Wirtschafts- und Verhaltenssystem notwendig sind. Die Auto- und Öl- bzw. Energieindustrie ist ein Teil dieses Problems. Antworten
Dieser Artikel enttäuscht mich. Ob Bob Lutz den Mut hat wirklich unbequemes zu sagen wage ich zu bezweifeln. Seine Argumentation entbehrt jeder Weitsicht. MG und andere, auch deutsche Autobauer haben die Entwicklung verschlafen!- Am Montag las man in der gleiche Zeitung einen Artikel (Birol BP) der die Situation auf dem Erdölsektor deutlich dokumentiert. GM bräuchte Leute mit mehr Weitsicht !- Antworten
Die Amerikaner produzieren ja schon seit Jahrzehnten am Markt vorbei. Das Resultat kennt man inzwischen. Aber solange Leute wie Bob Lutz das Sagen haben, wird nichts zukunftweisendes passieren. In 10 Jahren dann ist der Vorsprung der Japaner und hoffentlich auch der Europäer mit Alternativantrieb derart gross, dass die US Autoindustrie dann endgültig verschwinden wird. Antworten
Lasst endlich einmal die Leute in Ruhe ihr Leben geniessen. Wer nicht Autofahren will der soll das eben nicht. Immer diese Neiderei und Nörglerei und anderen vorschreiben was sie tun dürfen und was nicht - DAS ist peinlich. Prüderie, Pedanterie und Predigerei müssen endlich ein Ende haben in der Schweiz. Fangt endlich an zu leben! Verhinderei, Nörglerei, Besserwiss und Verbote sind falsch und dumm Antworten
Eines ist klar: Nachfrage und Angebot ist eine Huhn-Ei-Geschichte. Darum muss irgendwo Mal begonnen werden, wenn nachhaltigere PKWs das Ziel sind. Und diese sind nötig, um vom Erdöl wegzukommen. Wenn der Staat in einem solchen Ausmass ins Marktgeschehen eingreift, ist es für mich schlicht und einfach unverständlich, dass nicht gleichzeitig Anreize für eine Trendwende gesetzt werden. Antworten
Wir haben das Jahr 2009. Es ist doch extrem peinlich eine so veraltete Technologie wie den Verbrennungsmotor weiterhin für Massenproduktion einzusetzen. Es wäre schön, wenn die ganzen Patente die diese Unternehmungen besitzen endlich Umsetzung und Anwendung finden und das Transportwesen sowie Reisen von kostspieligen Antriebsstoffen unabhägig gemacht wird. Was wurde gesagt? Yes we can ;-) Antworten
8 Liter auf 100 km sind für eine 300 PS Maschine nicht mal so schlecht. Jedenfalls weit unter dem europäischen Durchschnitt! Unsere Denkweise, man könne in den USA mit 4-Zylinder und 3 Liter Verbrauch den Bootsanhänger, den Rasentraktor, den Monatseinkauf usw. mitführen, entpuppt sich als ziemlich naiv. Pragmatik kommt vor Oekologie. Auch in Europa. Antworten
Wenn Lutz sagt, sie bauen nur Fahrzeuge, die der Kunde will, verschweigt er, dass SUV in der USA als "landw. Fahrzeuge mit Steuererleichterung" gelten (Zweck: Protektionistische Massnahme für US-Autobauer). Daraus haben die Marketing-Strategen den "American way of life" kreiert... ...aber in Tat und Wahrheit ist es das älteste Verkaufsargument: Beim Kauf muss ein Produkt günstig erscheinen! Antworten
leider ist es so, dass eine autofirma zum überleben die autos bauen muss, die der kunde will. auch in europa wurden schon drei-liter-autos angeboten (vw, audi). leider wurden die so schlecht verkauft, dass die produktion eingestellt werden musste. der kunde scheint das grösste was er für sein geld bekommt zu kaufen. bob hat recht solange der ölpreis tief bleibt, aber der wird eher steigen. Antworten
Es ist einfach bedenklich, wie lernunfähig Amerikaner sind, ob in der Aussenpolitik, im Bankwesen oder in der Autoindustrie, es werden immer wieder die selben Fehler gemacht - jegliche Einsicht oder Selbstkritik fehlen stets, Arroganz und Sturheit dominieren dafür um so mehr. Deshalb geht auch nach und nach jede Schlüsselindustrie an Asien verloren. Antworten
Die Frage ist doch nicht, welche Autos die Leute haben wollen, sondern welche sie sich leisten können. Aktuell liegt für der Durchschnittsamerikaner nicht einmal mehr ein neuer Kleinwagen drin, wie soll da in Zukunft ein Chevy Volt finanzierbar sein? Wenn Lutz das nicht einsieht, wird GM weiterhin an den wirtschaftlichen Realitäten vorbeiproduzieren und bei der nächsten Benzinpreiserhöhung... Antworten
Der Prius ist sowas von einem hässlichen Auto und sollte verboten werden. Da wünsche ich Herrn Lutz, dass er mit seinem Chevy Volt raschmöglichst auf die Strasse kommt. Was aber die Oekofundis wissen sollten, die gegen alles was mit Oel angetrieben wird sind, auch Alternativenergien müssen produziert werden. Weder Strom, Biotreibstoff, Solar, etc. gibt es ohne Schädigung der Natur oder Eingriffe i Antworten
es waere mal sinnvoll dass der Verkäufer dem Käufer schmackhaft macht ,dass wenig Benzin verbrauchende Autos der Hit ist. Die Ausrede nur der Käufer weiss was zu verkaufen ist ist falsch.Das sind Argumente der alten Generation. Mit den Riesenbudgets fuer Reklame waere das sicher machbar. Antworten
Ich kann mich diesem Statement nur anschliessen. Der Entscheid, sparsame Autos zu fahren, wird allein durch den Benzinpreis gesteuert. Kaum jemand betreibt freiwillig Umweltschutz, gerade dann nicht, wenn die Benzinpreise in den USA halb so hoch liegen wie in der Schweiz. Eine dauerhafte Preiserhöhung/Besteuerung dürfte dem entgegenwirken. Antworten
Bob Lutz ist ein begnadeter Selbstdarsteller. Bei objektiver Betrachtung sind seine Leistungen nicht so überragend, wie er es bei jeder Gelegenheit darzustellen versucht. Statt diesem Herrn zuzuhören wie er seine eigenen Loblieder singt, wäre es interessanter, mehr über das Ford-Management zu erfahren das weder Staatsmilliarden noch Massenentlassungen brauchte um die Krise zu bewältigen. Antworten
Wenn nämlich an all jenen Orten, wo sinnvoll möglich fossile Treibstoffe eingespart, resp substituiert würden, hätte die verbrauchende Welt ausreichend Zeit an Innovationen zu forschen. Innovative Antriebs-Konzepte bspw. für Flugzeuge zu entwickeln, für welche die Lösung vorderhand noch in weiter Ferne liegt. Antworten
Die Abhängigkeit der „entwickelten“ Welt vom Öl wird durch diese Lobbyisten mit aller (auch subtil wirkenden) Macht hoch gehalten. Der Super-GAU für die Öl-Lobby, ein überproportionaler und nachhaltiger Trend zu echten alternativen Antrieben (Voll-Hybrid) und wirklich sparsamen Fahrzeugen wird mit aller Kraft verhindert. Antworten
Die Konsumenten in den USA werden beeinflusst, dass sie möglichst viel Öl verbrauchen. Die mächtigste aller Lobbys weltweit versucht, mit allen Mitteln den Öl-Konsum hoch zu halten. Das Wirtschaftswachstum soll den Öl-Verbrauch weiterhin treiben, somit verknappen sich die Ressourcen in 5-10 Jahren merklich, der Ölpreis steigt massiv und füllt die Kassen des Öl-Förder-Komplexes. Antworten
Bedankt Euch bei euren Jarheads im Orient, welche euch stets mit günstigem Öl beliefern. Nochmals zusammenfassend: Bush-Lobby sorgt vor, damit Sie Kontrolle über das Öl haben, Autoindustrie profitiert davon und jetzt geben Sie diesem Umstand die Schuld, weshalb sie keine sparsamen Autos bauen... Antworten
Nun Bob hat mit seinen Bemerkungen recht, er sagt, was der Mensch denkt. Auch wenn der Mensch ev. am Klimawandel nicht mal schuld ist, ist es sicherlich eine Tatsache, dass wir uns im Verbrauch, welcher die Umwelt belastet mässigen müssen. Und wie der Mensch so ist, geht das nur, wenn er gezwungen wird. Der Staat muss in gewissen Dingen in die Wirtschaft eingreiffen anders wird es nicht gehen. Antworten
Weiterhin auf grosse, spritfressende Geländewagen, Trucks und SUV setzen und grüne Fahrzeuge als vorübergehende "Modeerscheinung" und "Medienphänomen" qualifizieren.....Wann darf der Staat wieder Rettungsmilliarden für solch zukunftsträchtige und visionäre Unternehmungen wie GM zum Fenster rauswerfen ? Antworten
Weltklasse, dass sich ein Unternehmen von der Regierung retten lassen muss, um dann zu sagen, ein staatlich erhöhter Benzinpreis würde fatale Folgen haben. Dabei trägt der tiefe Benzinpreis Mitschuld am Technologietiefschlaf von GM. Ein so nicht konkurrenzfähiges Unternehmen soll bankrott gehen können. Leider ist es "zu gross", was ein Dilemma. Antworten
Bob Lutz hat einen grossen Anteil am Debakel des GM Konzerns. Stur behauptet er noch heute, die richtige Modellpolitik zu fahren. Keiner hat den Mut, für seine Fehler hin zu stehen. Nach einem solchen Scheitern wäre ich still und leise gegangen. Zumal er in letzter Minute seine GM Aktien noch abgestossen hat. Aber eben, die Grossen lässt man laufen, die Kleinen hängt man. Antworten
So, so, die Kunden wollen Spritfresser. Nur Schade dass die "Ölquellen in Rekordtempo versiegen" (Vorgestern in der Tagi). GM und Bob Lutz haben immer noch nicht verstanden dass Resourcenmangel und Klimawandel das Ende für Spritfresser bedeuten. Aber er hat wohl recht dass seine Kunden es auch noch nicht verstanden haben. Antworten
Kaum ein Unterschied zur Schweiz. Deutsche Autos mit 6 Zylinder Motoren verkaufen sich hier immer noch bestens. Einzig der Prius ist nicht so populär wie in USA. Bleibt nur zu hoffen, dass die kommenden Elektroautos rasch Marktanteile gewinnen und die angepeilten CO2-Vorgaben unterschritten werden. Antworten
nein, das Problem ist nicht, dass sie aufgrund von falschen Strategien auf unverkäuflichen Autos sassen, ganz im Gegenteil. Das Problem war, dass die unverkäuflichen Autos keinen Cash in die Kasse brachten. Und wenn sein Flugzeug wegen Treibstoffmangel abstürzt, dann ist dies ein Tankproblem, nicht ein Piloten, Flughafenmannschaftsproblem. Antworten
Fände Bob Lutz doch endlich den Mut, Unbequemes zur Kenntnis zu nehmen, statt sich im überheblichen, typisch amerikanischen, Selbstlob zu sonnen. Sich auf seine Schweizer Wurzeln und deren Werte zu besinnen, wäre wohl ein erster Schritt in die richtige Richtung. 77 Jahre und kein bisschen weise ....... Antworten
leider hat bob lutz (schweizer wurzeln) mit seiner beuteilung recht. der us-markt hat noch nicht umgedacht. ganz vergleichbar mit beuropa ist er ohnehin nicht, da ein grosser teil der amerikaner in ländlichen gebieten wohnt die seitens der infrastuktur und/oder wetterbedingt auch SUVs und starke autos benötigt. dennoch ... "grünes/grüneres" potential wäre vorhanden. Antworten
Aus der Krise nichts gelernt! Die Banker beziehen weiterhin ihre übersetzten Boni, die Amis kaufen weiterhin ihre grossen panzerähnlichen Fahrzeuge und wir schlittern einfach in die nächste Krise rein. Aber man kann ja wiederum tausende langjährige Mitarbeiter auf die Strasse stellen und wenn diese ein Sozialfall werden, einfach ausschliessen. Naja, ziehen wir uns warm an. Antworten
Bob Lutz ist leider einer der letzten Manager, welche wirklich noch Benzin im Blut haben. Diese grünen Pseudomobile werden sich auf Dauer kaum durchsetzen. Das sieht man ja auch hier zu Lande. SUV's verkaufen sich nach wie vor sehr gut. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, mit so einer Gehhilfe wie einem Smart etc. herum zu gurken, allein schon wegen der fehlenden Sicherheit. Antworten
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Ruedi Schmid
Die einzige Chance zu überleben ist, das zu bauen was verkauft werden kann, das was der Käufer wünscht. Das Umdenken muss beim Käufer erfolgen nicht beim Hersteller. Antworten