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Abgase sauberer als Alpenluft

Ein VCS-Umweltranking zeigt: Wer die Umwelt schonen will, fährt einen Kleinwagen. Und wenn mehrere Personen Platz finden sollen, ein Auto mit Hybrid- oder Erdgasantrieb.

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Mini-Klasse: Toyota IQ 1.0
Hubraum 1 l, 68 PS, Benzinmotor, VCS-Punkte: 70
Toyota

   

Ein neues Hybrid-Auto ist als Sieger der diesjährigen Auto-Umweltliste des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) hervorgegangen. Auf dem zweiten, vierten und fünften Rang haben sich drei gasbetriebene Kleinwagen positioniert, wie der VCS am Mittwoch bei der Präsentation der Liste bekannt gab.

An der Spitze der diesjährigen Auto-Umweltliste steht der Honda Insight Hybrid. Der Siegerwagen ist ein Fünfplätzer der unteren Mittelklasse, verbraucht 4,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer und emittiert 101 Gramm CO2 pro Kilometer. Mit dem Fiat Punto 1.4, dem Fiat Panda 1.2 und dem Citroen C3 1.4i GNV belegen drei gasbetriebene Kleinwagen den zweiten, vierten und fünften Rang. Die Bronzemedaille geht an den neuen Miniwagen IQ 1.0 von Toyota, der nicht länger ist als ein Smart, aber für vier Menschen Platz bietet. Die beiden Hybridautos, die 2007 und 2008 die Rangliste anführten, sind auf den sechsten und siebten Platz zurückgefallen. Dies wertet der VCS als Anzeichen, dass endlich etwas Bewegung in den Markt der sparsamen Fahrzeuge kommt.

VCS will CO2-Ausstoss halbieren

VCS-Vizepräsident Uli Doepper erinnerte an einer Pressekonferenz in Bern daran, dass die Neufahrzeuge in der Schweiz einen mittleren CO2-Ausstoss von 183 Gramm pro Kilometer aufweisen. Dies ist der höchste Wert in Europa. Der VCS fordert deshalb von der Regierung einen wirksameren Klimaschutz im Strassenverkehr. Er empfiehlt für die Neuwagen eine Reduktion des CO2-Ausstosses auf einen mittleren Wert von 80 Gramm pro Kilometer bis ins Jahr 2020. Der VCS schlägt die Einführung von handelbaren Verbrauchsgutschriften und die Einführung einer CO2-Treibstoffabgabe vor, um dieses Ziel zu erreichen.

Für die Auto-Umweltliste wird die Belastung durch CO2, also der Treibhauseffekt, zu 60 Prozent gewichtet. 20 Prozent entfallen bei der Bewertung auf die Belastung durch Lärm, 15 Prozent auf die Belastung der Menschen durch Schadstoffe und fünf Prozent auf die Belastung der Natur. (cal/ap/)

Erstellt: 26.02.2009, 17:38 Uhr

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19 Kommentare

Karl Lang

27.02.2009, 10:27 Uhr
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Grosse Autos werden wegen ihres Gewichtes kritisiert. Wer aber die Rechnung "bewegte Tonnen/Passagier" macht, muss die SBB kritisieren. Allein eine einzelne Bahn 2000 Lokokomotive wiegt über 70 Tonnen. Wieviele Züge fahren in den Randzeiten fast leer in der Gegend rum? Ein Auto mit nur 2 statt 5 möglichen Insassen ist viel effizienter. Die Autos sind schwerer wegen ABS, Airbags, Knautschzonen, etc Antworten


Ulina Rodriguez

27.02.2009, 00:20 Uhr
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Toyota verkauft in USA bereits gasbetriebene (LNG) Hybrids, welche den CO2 Ausstoss nochmals vermindern. Vielleicht gibt es sowas bald auch in Europa. Antworten


Hugo Peter

26.02.2009, 22:52 Uhr
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Also wenn alle einen SUV fahren, dann muss ich meine Familie entsprechend besser schützen. Mein nächstes Auto wird ein Hummer. Antworten


Sim Merki

26.02.2009, 21:38 Uhr
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Ich verstehe all die Rösseler, Böötler, Panzerfahrer. Lasst gut sein und geniesst euer Auto. Warum es euch aber stört, dass sich die "Linken", "Intelektuellen" und eure Kinder über eure Autos lustig machen, verstehe ich nicht. Antworten


Max Hänni

26.02.2009, 20:31 Uhr
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An alle SUV - liebend Mitbürger (OT VCS) Nicht zu empfehlen: Vom Kauf von tonnenschweren und überdurchschnittlich Treibstoff verbrauchenden SUV und Offroadern ist abzuraten. Sie bieten den Insassen kaum mehr Schutz als gewöhnliche Autos und sind sehr gefährlich für die Fussgänger. Auch um schwerere Anhänger und Wohnwagen zu ziehen, braucht es keine SUV. Es gibt genügend leistungsstarke Kombis Antworten


Beat Hess

26.02.2009, 16:58 Uhr
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Ist ja super, Abgase sauberer als die Alpenluft... Und woher kommt denn das CO2 in der Alpenluft? Möglicherweise zu einem grossen Teil aus dem motorisierten Individualverkehr? Nützen diese Kleinfahrzeuge nun unserer Luft und unserem Klima, wie die Schlagzeile suggeriert, oder schaden sie vielleicht eher? Antworten


Matthias Wirz

26.02.2009, 16:50 Uhr
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Warum wird nicht endlich mal ein Hybrid-Kombi hergestellt, der auch für Familien geeignet wäre? Antworten


Boris Horlacher

26.02.2009, 13:00 Uhr
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Danke Walter Sahli für Ihre treffende und pointierte Reaktion! Antworten


Walter Sahli

26.02.2009, 12:12 Uhr
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@Sinniger: na dann wollen wir mal hoffen, dass Ihre Familie nicht von einem derart sicherheitsbedachten SUV Fahrer überfahren wird. Sonst müssten Sie sich noch vorwerfen zur gleichen Gruppe von egoistischen Idioten zu gehören, die meinen wegen der eigenen Sicherheit dürfe jene von anderen gefährdet werden. Antworten


Peter Keller

26.02.2009, 08:16 Uhr
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Es hat wenig mit Ökofanatismus zu tun, sondern ist vielmehr eine Form sozialer Intelligenz, die nachhaltig denkende Menschen des 21. Jh. dazu veranlässt, ihre Mobilität so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten. Wer für seine Familie Verantwortung trägt, lebt dies vor. Überdimensionierte Sport- und Geländewagen sind anachronistische Relikte einer "unbeschwerten" Zeit, die engültig vorbei ist. Antworten


Christian Meier

25.02.2009, 22:01 Uhr
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Diese Hybrid Technologie ist doch nur ein Uebergang. Wer schon mal einen echten Stromer Motor gefahren hat und auch Freude an Autos hat, wird mir beipflichten, dass diesem satten Durchzug weder Diesel, noch Benziner, noch Hybrid nachkommen können. Also freut euch auf die ökologische sinnvollere Zukunft, denn die Leistungen der neuen Motoren werden die momentan verfuegbaren blass aussehen lassen. Antworten


Röbi Zoller

25.02.2009, 21:51 Uhr
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Herr Sinniger und Herr Giezendanner sprechen mir aus der Seele. Die wirklichen Fortschritte in den letzten Jahren wurden bei den grossen Motoren erziehlt. Meine C6 Corvette mit 6,2 Liter V8 und 437 munteren Pferdchen braucht lediglich zwischen 9 und 13,5 Liter auf 100 Kilometer. Auf 100 Spasskilometer. Im Verhältnis zur gebotenen Leistung brauchen diese Kleinkisten deutlich zu viel. Antworten


Markus Sinniger

25.02.2009, 20:30 Uhr
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Für uns käme ein solch gefährliches Kleinvehikel nie in Frage. Ich möchte meine Familie best möglichst schützen und dazu ist ein grosser SUV ideal. Ich würde mir lebenslänglich Vorwürfe machen, würde meiner Familie etwas zustossen, nur weil wir beim Auto gespart haben. Au weia, jetzt werden sich bestimmt gleich wieder die Ökofanatiker mit Ihrem Umweltgehabe zu Wort melden. Antworten


Umberto Giezendanner

25.02.2009, 18:20 Uhr
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So schön, dieser Test. Ich fahre mit Freude einen 8 Zylinder Range Rover, 2,7 Tonnen schwer, Doppelturbo mit 311 PS. Verbrauch 8.9 Diesel auf 100 km. Bei normaler Fahrweise, Das ist eine Leistung der Motorenbauer. Und nicht ein 1.1 liter Mötorli, das sich 5.4 Liter brüstet, bei 1000 kg Gewicht. Bewusst fahren schont die Umwelt am meisten. Und dazu ein GA. Einen schönen Abend allen. Antworten


Karl Schrader

25.02.2009, 17:20 Uhr
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Für uns muss ein Fahrzeug multifunktionell eingesetzt werden können. Im Winter geht es in die Berge, im Sommer müssen knapp 2 Tonnen Boot gezogen werden. Da kommen diese ganzen Klein- und Hybridfahrzeuge gar nicht in Frage. Zudem wird die kleine Schweiz am Klima gaaaar nichts ändern. Nur politischer Nonsens das ganze. Linke Geister wollen Reichen das schöne Auto vermiesen. Antworten


Walter Sahli

25.02.2009, 14:24 Uhr
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Mir unbegreiflich, warum von allen alternativen Antriebssystemen gefordert wird, dass sie von Anfang an in jeder Hinsicht perfekt sein müssen. Der Automotor ist seit weit über 50 Jahren praktisch unverändert und weist einen grottenschlechten Wirkungsgrad auf. Wenn wir nichts Neues ausprobieren und forschen, werden wir erst vom Öl loskommen, wenn wir keines mehr haben. Antworten


Jürg Woodtly

25.02.2009, 14:13 Uhr
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Diesel haben ein schlechtes Abgasverhalten. Was hinten heraus kommt, von dem spricht leider niemand. Erklärung sprengt den Rahmen hier. Siehe auch neuste Erkenntnise der EMPA. Antworten


Rheinhold Birgmann

25.02.2009, 11:54 Uhr
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Mir ist unbegreiflich, warum die ökologisch orientierten Clubs einige Fahrzeugkonzepte per se in den Himmel loben. Mit Ausnahme des Stadtverkehrs haben sie keinen Vorteil - so leid es mir tut. Aber bei 120 auf der Autobahn oder 80 auf der Landstrasse sind Diesel derzeit nicht zu schlagen. Und im Stadtverkehr sollte man Bus und Tram nehmen. Gegen Hybrid habe ich nichts, gegen Dauergelobe schon. Antworten


Daniel Weber

25.02.2009, 11:16 Uhr
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Wurde die Herstellung solcher Fahrzeuge sowie die Entsorgung der Hybrid-Aggregate (Akkus) auch in die CO2-Bilanz miteinbezogen? Wohl kaum, denn dann wären diese Fahrzeuge die grössten Umweltsünder! Antworten



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