Abgase sauberer als Alpenluft

Aktualisiert am 26.02.2009 19 Kommentare

Ein VCS-Umweltranking zeigt: Wer die Umwelt schonen will, fährt einen Kleinwagen. Und wenn mehrere Personen Platz finden sollen, ein Auto mit Hybrid- oder Erdgasantrieb.

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Mini-Klasse: Toyota IQ 1.0
Hubraum 1 l, 68 PS, Benzinmotor, VCS-Punkte: 70
Toyota

   

Ein neues Hybrid-Auto ist als Sieger der diesjährigen Auto-Umweltliste des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) hervorgegangen. Auf dem zweiten, vierten und fünften Rang haben sich drei gasbetriebene Kleinwagen positioniert, wie der VCS am Mittwoch bei der Präsentation der Liste bekannt gab.

An der Spitze der diesjährigen Auto-Umweltliste steht der Honda Insight Hybrid. Der Siegerwagen ist ein Fünfplätzer der unteren Mittelklasse, verbraucht 4,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer und emittiert 101 Gramm CO2 pro Kilometer. Mit dem Fiat Punto 1.4, dem Fiat Panda 1.2 und dem Citroen C3 1.4i GNV belegen drei gasbetriebene Kleinwagen den zweiten, vierten und fünften Rang. Die Bronzemedaille geht an den neuen Miniwagen IQ 1.0 von Toyota, der nicht länger ist als ein Smart, aber für vier Menschen Platz bietet. Die beiden Hybridautos, die 2007 und 2008 die Rangliste anführten, sind auf den sechsten und siebten Platz zurückgefallen. Dies wertet der VCS als Anzeichen, dass endlich etwas Bewegung in den Markt der sparsamen Fahrzeuge kommt.

VCS will CO2-Ausstoss halbieren

VCS-Vizepräsident Uli Doepper erinnerte an einer Pressekonferenz in Bern daran, dass die Neufahrzeuge in der Schweiz einen mittleren CO2-Ausstoss von 183 Gramm pro Kilometer aufweisen. Dies ist der höchste Wert in Europa. Der VCS fordert deshalb von der Regierung einen wirksameren Klimaschutz im Strassenverkehr. Er empfiehlt für die Neuwagen eine Reduktion des CO2-Ausstosses auf einen mittleren Wert von 80 Gramm pro Kilometer bis ins Jahr 2020. Der VCS schlägt die Einführung von handelbaren Verbrauchsgutschriften und die Einführung einer CO2-Treibstoffabgabe vor, um dieses Ziel zu erreichen.

Für die Auto-Umweltliste wird die Belastung durch CO2, also der Treibhauseffekt, zu 60 Prozent gewichtet. 20 Prozent entfallen bei der Bewertung auf die Belastung durch Lärm, 15 Prozent auf die Belastung der Menschen durch Schadstoffe und fünf Prozent auf die Belastung der Natur. (cal/ap)

Erstellt: 26.02.2009, 17:38 Uhr

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19 Kommentare

Rheinhold Birgmann

25.02.2009, 11:54 Uhr
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Mir ist unbegreiflich, warum die ökologisch orientierten Clubs einige Fahrzeugkonzepte per se in den Himmel loben. Mit Ausnahme des Stadtverkehrs haben sie keinen Vorteil - so leid es mir tut. Aber bei 120 auf der Autobahn oder 80 auf der Landstrasse sind Diesel derzeit nicht zu schlagen. Und im Stadtverkehr sollte man Bus und Tram nehmen. Gegen Hybrid habe ich nichts, gegen Dauergelobe schon. Antworten


Daniel Weber

25.02.2009, 11:16 Uhr
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Wurde die Herstellung solcher Fahrzeuge sowie die Entsorgung der Hybrid-Aggregate (Akkus) auch in die CO2-Bilanz miteinbezogen? Wohl kaum, denn dann wären diese Fahrzeuge die grössten Umweltsünder! Antworten



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