Asket im Anzug
Von Thomas Geiger, Dieter Liechti. Aktualisiert am 18.02.2011
(Bild: Porsche)
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Wer sagt denn, dass sogenannte Ökoautos immer lahm und langweilig sein müssen? Keiner, zumindest nicht bei Porsche. ( 40.005 1.01%) Denn nachdem die Schwaben bereits den Durst des Sport-SUV Cayenne gezügelt haben, machen sie nun auch den Panamera zum Sparer im Smoking und bauen den Luxusliner als Hybridmodell. Er feiert seine Premiere Anfang März auf dem Genfer Auto-Salon und kommt bereits im Juni als Panamera S Hybrid in den Handel.
Unter der Haube steckt dann dieselbe Technik wie im Cayenne. Auch hier spannen die Schwaben den drei Liter grossen und 333 PS starken Kompressor-V6 aus dem Audi-Regal mit einem E-Motor von 47 PS und einem Nickel-Metall-Hydrid-Akku zusammen. Weil der Panamera etwas windschnittiger und leichter ist als der Geländegänger, geht der Verbrauch aber noch einmal deutlich zurück und sinkt von 8,2 auf 7,1 Liter. Wer das Prunkschiff aus Zuffenhausen mit den speziellen Leichtlauf-Reifen von Michelin bestellt, der kann den Verbrauch sogar auf 6,8 Liter drücken und fährt dann nicht nur die sauberste Luxuslimousine am Markt. Sondern er sitzt zudem im «sparsamsten Porsche aller Zeiten».
Zwei Kilometer rein elektrisch
Auf den nötigen Fahrspass muss man dabei nicht verzichten, versprechen die Entwickler. Zwar reichen die Akkus nur gerade für zwei elektrische Kilometer, und spätestens bei 85 km/h meldet sich ohnehin der Benziner zu Wort. Doch die für Elektrofahrzeuge typische Ruhe kann man auch dann geniessen, wenn der Panamera segelt und zum Beispiel auf der Autobahn bei abgeschaltetem Motor im Leerlauf rollt. Und die für Porsche typische Beschleunigung ist nur einen Gas-stoss entfernt: Sobald man etwas fester aufs Pedal drückt, schaltet sich der V6 zu. Mit vereinten Kräften kommen beide Motoren auf 580 Nm und katapultieren den Luxusdampfer in glatten sechs Sekunden auf Tempo 100.
Und wo die saubere S-Klasse von Mercedes, der 7er von BMW oder der Lexus 600h bei 250 km/h vernünftigerweise elektronisch auf die Bremse treten, beschleunigt der Panamera als erster Hybrid bis 270 km/h. So wird er nicht nur der sparsamste Gran Turismo, sondern auch noch der schnellste Hybrid am Markt. Damit punktet er zumindest bei den Fans des Auto-Quartetts.
In der Schweiz im Hoch
Allerdings lassen sich die Schwaben das Sparen teuer bezahlen: Mit einem Grundpreis von mindestens 164?500 Franken ist der S Hybrid 16?000 Franken teurer als der Panamera S. Selbst wenn man mit dem auf 100 Kilometer drei Liter mehr braucht, muss man schon extrem viel fahren, damit die Rechnung zumindest für den Buchhalter aufgeht.
Doch hohe Preise sind speziell in der Schweiz auch heutzutage kein Grund, um auf einen Porsche zu verzichten. Im vergangenen Jahr haben die Schwaben hierzulande immerhin 1843 Autos abgesetzt – das entspricht einem Plus von 39,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und dabei waren es nicht etwa die eher günstigen Modelle der Boxster-Reihe, die bei Herr und Frau Schweizer am beliebtesten waren, sondern der Cayenne mit 691 Exemplaren vor dem Klassiker 911 mit 668 Verkäufen und dem viertürigen Panamera mit 350 Autos. Ganz offensichtlich kein Zufallstreffer. Denn auch der Start ins neue Jahr übertraf bei Porsche Schweiz wohl alle Erwartungen: Obwohl der Winter üblicherweise nicht die beste Porsche-Zeit ist, hat die Sportwagenmarke den Januar 2011 mit einem Plus von 63,5 Prozent sozusagen «pulverisiert».
Flankiert wird die Weltpremiere in Genf von der Hybrid-Rennsportstudie 918 RSR, die nun erstmals in Europa dem Publikum präsentiert wird. Das Mittelmotor- Coupé führt das Design des 918 Spyder mit der Technologie des Rennwagens 911 GT3 R Hybrid zusammen. Dazu zeigt Porsche den Cayman R mit 330 PS und als besondere Leckerbissen zwei limitierte und exklusive Spezialeditionen der Baureihen 911 und Boxster. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.02.2011, 16:12 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.





