Die M GmbH von BMW bricht mit ihren Tabus
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In der Grossserie von BMW kommen sie je nach Modellreihe auf einen Verkaufsanteil von weit über 50 Prozent – doch die M GmbH hat um den Diesel bislang einen weiten Bogen gemacht. Aber damit ist es jetzt Schluss: Auf dem Genfer Salon zeigt die bayerische Sportabteilung im März ihre ersten «Öl-Renner» und macht 5er, X5 und X6 zu sparsamen Dauerläufern auf der Überholspur.
Eine neue Kategorie
Zwar hat die M GmbH immer betont, der Diesel-Qualm und Rennatmosphäre passten nicht zusammen. Doch weil es immer mehr Fahrer gibt, die zwar sportlich ausgerüstet aber gerne sparsam unterwegs sind, springt der neue M-Chef Friedrich Nitschke jetzt über den langen Schatten und beugt sich dem Geist der Zeit. Allerdings will er das Image von Kernmodellen wie dem M3, dem M5 und dem M6 nicht verwässern und führt darum für die Diesel eine neue Kategorie ein: die M Performance-Modelle.
«Haben die M-Modelle tatsächlich die Nordschleife in den Genen, so sind die Diesel-Fahrzeuge aus der neuen Reihe M Performance näher an der Autobahn gemacht», erläutert Friedrich Nitschke den Unterschied. Das Herzstück der Power-Offensive ist eine M-eigene Weiterentwicklung des drei Liter grossen Reihensechszylinders, den BMW vom 3er bis zum 7er einbaut: Weil Nitschke für die M GmbH nicht nur mehr Leistung, sondern auch technischen Vorsprung reklamiert, haben die Ingenieure in Garching innert 21⁄2 Jahren den ersten Diesel mit gleich drei Ladern entwickelt. «Das macht uns so schnell keiner nach», ist der Firmenchef überzeugt.
Allradantrieb für den 5er
Der Motor dreht höher als alle anderen seiner Art, er klingt kerniger – und vor allem hat er mehr Kraft: 381 PS und ein Drehmoment von 740 Nm machen den Diesel zum Sportler und dürften einen Sprintwert von deutlich unter fünf Sekunden garantieren. Noch imposanter ist aber der Verbrauch: Mit 6,3 Litern braucht der M-Diesel nicht einmal einen Liter mehr als der 535d mit nur 313 PS, aber 3,6 Liter weniger als der M5.
Allerdings zwingt das enorme Drehmoment, das bereits ab 1500 Touren anliegt, die Sport-Techniker noch zu einem weiteren Tabubruch: Damit die Kraft sauber auf die Strasse kommt und nicht von der Traktionskontrolle aufgezehrt wird, steht auch noch xDrive hinter dem ohnehin schon langen Typenkürzel des neuen BMW M550d: Als erstes M-Modell diesseits von X5 und X6 fährt er deshalb mit einem Allradantrieb vor.
Beim Diesel für die ersten drei Modelle soll es aber nicht bleiben: Rein theoretisch passt der Motor auch in den X3 und den neuen Dreier. Und dort, wo es wie etwa beim 1er oder beim Z4 überhaupt kein M-Modell gibt, könnte sich Nitschke auch einen Benziner als M Performance-Modell an der Spitze der Palette vorstellen.
CH-Preise noch unbekannt
Auch wenn die Autos näher an der Grossserie sind als ein M3, M5 oder M6, darf der Kunde deutlich mehr erwarten. «Technisch ist jedes Fahrzeug der M Performance-Reihe ein echtes M-Modell», verspricht Nitschke. Denn nicht nur der Motor kommt aus Garching, sondern auch Fahrwerk, Lenkung und Bremsen werden von der M GmbH eigens abgestimmt und entsprechend modifiziert.
Was fehlt, ist dagegen die Statur des Bodybuilders, weil es nur funktionale Designänderungen wie kleine Spoiler und Schweller oder natürlich breitere Reifen geben soll. Die definitiven Schweizer Preise stehen noch nicht fest. In Deutschland startet die neue Peformance-Palette mit dem M550d xDrive bei 80 800 Euro. Zum Vergleich: Der 550i xDrive (Benziner) kostet derzeit 73 600 Euro. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 28.01.2012, 09:40 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




