Auto

Neue Emotionen für Toyota

Von Thomas Geiger, Tokio. Aktualisiert am 31.12.2011

«Tages-Anzeiger»-Mitarbeiter Thomas Geiger hat die wichtigsten Neuheiten für 2012 von A bis Z zusammengestellt – Teil 2.

1/15 Bringt die Emotionen in die Modellpalette von Toyota zurück: Der 200 PS starke GT 86 soll 2012 an die einstigen Erfolge des Toyota Celica anknüpfen.
Bild: Toyota

   

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Die Wirtschaftsprognosen sind dürftig, und die Autohersteller fürchten ein mageres Jahr. Doch für die Kunden sieht es gar nicht schlecht aus. Denn auf sie rollt eine Flut von Neuheiten zu. Das absolute Highlight des kommenden Jahres ist die nächste Auflage des VW Golf, der eine Menge Konkurrenten in der Kompaktklasse auf den Plan ruft. Dazu gibts für Sparer viele Kleinwagen, und bei den Traumautos stehen Modelle wie der neue Mercedes SL bereit. Egal in welcher Preisklasse: Die Auswahl im Autojahr 2012 ist grösser denn je.

Der Nachzügler aus Japan ist fertig: Im Frühjahr reitet nun auch Mazda auf der Welle der kompakten SUV und bringt den mit vielen Vorschusslorbeeren bedachten CX-5 in den Handel. Wer es etwas gröber mag, der kann den neuen Pick-up BT50 bestellen, und für die Familie bereiten die Japaner die nächste Generation des Mazda6 vor. Wie der CX-5 nutzt er die Sky-activ-Technologie mit neuen Motoren, neuen Getrieben und leichter Karosserie und folgt der neuen Designsprache Kodo. Deshalb wird er nicht nur sportlich, sondern auch betont sparsam und soll im besten Fall mit vier Litern auskommen.

Der Angriff in der Kompaktklasse geht weiter: Nach der B-Klasse bringt Mercedes-Benz deshalb im Frühjahr die neue, sehr viel jugendlichere A-Klasse in den Handel. Ausserdem geht der Traumsportwagen SL als Leichtbauroadster mit Alukarosse in die nächste Runde. Die G-Klasse bekommt noch einmal ein Facelift, der neuen M-Klasse folgt die nächste GL-Klasse, und den CLS gibt es ab dem Sommer auch als Shooting Break. Aber auch der Werktuner AMG dreht weiter auf: Bei ihm gibts einen neuen Motor für den G 55, den ML 63, und natürlich lässt auch die zweite CLS-Variante frühzeitig die Muskeln spielen.

Bei Mini gibt es ab nächstem Jahr sechs Richtige: Denn als sechste Baureihe startet die BMW-Tochter pünktlich zum Beginn der Open-Air-Saison mit dem Roadster.

Es ist zwar still geworden um Mitsubishi, aber aufgegeben hat der kleinste unter den grossen Japanern nicht. Stattdessen spendiert die Marke dem recht erfolgreichen ASX im Frühjahr ein Facelift und setzt ansonsten auf den Colt-Nachfolger, der mit rundlicherem Design und sparsameren Motoren im Herbst erwartet wird.

Nissan: Das nächste Jahr wird relativ ruhig für die Japaner. Zwar steht der elektrische Leaf am Start, doch ausser dem Facelift für den Supersportler GT-R haben sie 2012 nicht viel Neues zu bieten.

Der Opel Astra lässt 2012 die Muskeln spielen. Erst gibt es ihn im sportlichen Coupé-Design als dreitürigen GTC, dann löst die Sportabteilung OPC das Versprechen mit einer 280 PS starken Tuningvariante vollends ein. Für Raumfahrer beginnt im Frühjahr die Auslieferung des Zafira, dem als günstige Alternative wenig später der neue Combo folgt. Und wer es gerne etwas kleiner hat, bekommt im Sommer einen Geländewagen auf Basis des Corsa und im Winter das neue Einstiegsmodell, das bislang noch als Junior geführt wird.

Erst bringt Peugeot den 508 RXH in den Handel, dann geht gegen Polo & Co. der neue 208 an den Start. Er wird kleiner und sparsamer als früher, soll aber dafür deutlich sportlicher fahren. Im Herbst folgt dann als Antwort auf Autos wie den Mazda CX-5 als erster kompakter Geländewagen der Löwenmarke der 4008. Er ist allerdings nicht neu entwickelt, sondern nur ein Ableger des Mitsubishi ASX.

Nach dem Coupé des 911 bringt Porsche den Kultsportler pünktlich zum Beginn der Open-Air-Saison auch als Cabrio auf die Strasse. Das ist aber nicht das einzige offene Auto aus Zuffenhausen. Denn in Genf enthüllen die Schwaben auch die neue Generation des Boxsters. Und als wäre das noch nicht genug, steht zum Jahresende in Los Angeles auch noch sein Halbbruder Cayman im Rampenlicht.

Jetzt lässt Renault den vielen Worten endlich Taten folgen und rollt seine Elektroflotte auf die Strasse: Bis zum Herbst gibt es nicht nur Kangoo, Fluence und Twizy mit Akkuantrieb, sondern als ersten exklusiv entwickelten Stromer auch einen Kleinwagen. Wer es lieber konventionell mag, dem bieten die Franzosen zum Jahresstart ein Facelift für den Twingo und im Herbst den überfälligen Nachfolger des Clio.

In Spanien macht sich ein Ableger des Up bereit. Denn auch Seat gehört zur New Small Family im VW-Konzern und bringt den Kleinwagen als Mii in den Handel. Dazu gibt es im Sommer noch ein Facelift für den Ibiza und im Herbst die Nachfolger von Toledo und Leon.

Auch in Tschechien bekommt der VW Up einen Bruder: Bei Skoda heisst der Kleinwagen Citigo und startet im Frühjahr. Später im Jahr füllt die erfolgreiche VW-Tochter die Lücke zwischen Fabia und Octavia mit dem neuen Rapid.

Lange war es ruhig bei Subaru. Doch 2012 hat die Allradmarke gleich drei Neuheiten am Start: Im Frühjahr kommt der Tiguan-Gegner XV, im Sommer der BRZ als Zwilling des Toyota-Coupés GT 86 und im Herbst der neue Impreza.

Suzuki: Der Swift lässt die Muskeln spielen und kommt im Frühjahr als Sport-Modell mit etwas mehr Leistung und schnittigerem Design.

Der entthronte Weltmarktführer Toyota findet zurück zu Lust und Leidenschaft. Dafür bringen die Japaner im Geist des Celica das Coupé GT 86 nach Europa. Der 2+2-Sitzer fährt mit einem 200 PS starken Boxer-Motor. Vorher gibt es allerdings noch ein Facelift für Prius und Avensis und fürs gute Gewissen einen Yaris mit Hybridantrieb. Beschlossen wird das Jahr dann mit der Premiere für den nächsten Auris.

Das Jahr beginnt für Volkswagen gelassen mit dem facegelifteten Passat CC. Danach folgt das Cabrio des neuen Beetle. Doch wirklich spannend wird es im Herbst: Dann geht der Meister aller Klassen in die nächste Runde, und auf dem Pariser Salon ziehen die Wolfsburger das Tuch vom neuen Golf.

Kleiner ist feiner! Das hat jetzt auch Volvo erkannt und baut deshalb das untere Ende der Modellpalette aus: Dem C30 stellen die Schweden darum im Frühjahr einen V40 zur Seite, den es ab Herbst auch als Allradmodell mit Abenteueroptik und dem Kürzel XC40 geben wird. Ausserdem machen sie ihr grünes Versprechen wahr und bringen den V60 als Plug-in-Hybrid auf die Strasse.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 31.12.2011, 00:08 Uhr

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