Rhein-Fische gefährden die Gesundheit

Über 50 Zentimeter grosse Aale und Barben aus dem Rhein, der Wiese und der Birs im Kanton Basel-Stadt sollten wegen der hohen Belastung mit PCB nicht gegessen werden.

Bei grösseren Fischen empfiehlt die Fischereiaufsicht, von einem Verzehr abzusehen.

Bei grösseren Fischen empfiehlt die Fischereiaufsicht, von einem Verzehr abzusehen. (Bild: Henry Muchenberger)

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Die Belastung von Fischen mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) hat schon zu Fang- und Abgabebeschränkungen in mehreren Fliessgewässern der Schweiz geführt, so 2008 in der Birs in Baselland und Jura. Inzwischen wurden Fische auch in Basel-Stadt untersucht, wie das Basler Wirtschafts-, Sozial- und Umweltdepartement am Freitag mitteilte.

Kritische Werte

Laut den Angaben zeigten die Ergebnisse, dass die PCB-Belastung massgeblich vom Fettgehalt und der Grösse eines Fisches abhänge. Die Bundesämter für Umwelt (Bafu) und Gesundheit (BAG) empfehlen indes den Erlass von Verzehrsempfehlungen bei über 8 Piktogramm PCB pro Gramm Fischgewicht sowie Fangverbote bei über 25 Piktogramm.

In Basel-Stadt seien die Messwerte bei den untersuchten Fischen «in diesen Grössenordnungen» gelegen, heisst es in der Mitteilung. Für ein Fangverbot würden im Stadtkanton jedoch die nötigen kantonalen Rechtsgrundlagen fehlen. Die Basler Behörden haben daher ausser einem Weitergabeverbot lediglich Empfehlungen erlassen. Im Baselbiet dürfen Aale und Barben über 50 Zentimeter Länge hingegen per sofort nicht mehr gefischt werden.

Das Abgabeverbot an Dritte gilt für Barben bis zu 50 Zentimeter Länge sowie alle Rotaugen aus dem Rhein in der Stadt Basel, ebenso für Barben aus der Wiese. Weiter empfiehlt die Fischereiaufsicht, Aale und Barben über 50 Zentimeter aus Rhein, Wiese und Birs sowie Bachforellen über 50 Zentimeter aus der Birs in Basel-Stadt nicht zu essen.

Auf eigene Verantwortung

Die mit einem Weitergabeverbot belegten Fische sowie Bachforellen bis zu 50 Zentimeter aus dem Basler Teil der Birs könnten auf eigene Verantwortung verzehrt werden, heisst es weiter. Die Fischer im Stadtkanton sollen über die Empfehlungen bei der Erneuerung ihrer Fischerkarten informiert werden.

Erstellt wurden die Empfehlungen in gegenseitiger Absprache vom Amt für Umwelt und Energie (AUE), zu dem die Basler Fischereiaufsicht gehört, dem Kantonslabor sowie der Baselbieter Fischereiaufsicht. AUE und Kantonslabor hatten zuvor Rotaugen, Barben und Aale unterschiedlicher Grösse untersucht; Baselland untersuchte zudem Forellen aus der Birs. Die Untersuchungen zeigten, dass für Bachforellen in der Birs das Fangverbot vom Februar für Tiere bis 50 Zentimeter wieder aufgehoben werden kann. (amu/sda/ap)

Erstellt: 18.12.2009, 15:44 Uhr

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8 KOMMENTARE

Peter Waldner

18.12.2009, 17:26 Uhr

Was für eine Welt! Da muss jeder kleine Junge eine Prüfung ablegen, wenn er ein Fischlein angeln will. Für diese Prüfung muss er wissen, dass Karpfen zur Familie der Cypriniden gehören, alles über Bergbäche wissen und wie man Fische züchtet; 70 krampfhaft zusammengeklaubte Fragen - und dann ist das Fischlein erst noch giftig. Was für eine kranke Welt!


Ronnie König

18.12.2009, 13:22 Uhr

Ich weiss Herr Klingler ihre Spezie pfeift auf Informationen von Greenpeace und WWF, aber dort können sie sich sehr gut und gründlich zum Thema informieren. Schleppnetze machen nicht nur Beifang (mehr als 50% u.a.Schildkröten, Delfine) sondern zerstören neben bei noch die Riffe. Die Tiere verenden qualvoll an Bord. Also los und kommen sie aus ihrer Höhle.


Mirjam Thoma

18.12.2009, 12:54 Uhr

So so...über 50cm lange Barben!...Fischerlatein?...oder vielleicht Verwechslung mit kleinen Haien?...das ist die Frage!


rene klingler

18.12.2009, 12:45 Uhr

@Ronnie König! Exgüsi Herr P.B.König, nehmen sie mal ganz schnell ihre Krone vom Kopf und steigen sie vom Thron! Das Schlusswort "Petri Heil" war natürlich sarkastisch gemeint...was sie da mit Schleppnetzen schwafeln ist mir nicht ganz verständlich, vielleicht haben die Güte und klären mich auf?!


Ronnie König

18.12.2009, 12:27 Uhr

Was soll ihr Kommentar? Am Ende wünschen sie Petri Heil! Und denken sie die Schleppnetze für ihren Tuna sei besser?


rene klingler

18.12.2009, 12:19 Uhr

Lasst endlich die armen Fische in Ruhe, wenn man Fische fängt um sie zu verspeisen weil keine andere Nahrung zur Verfügung steht, dann kann ich das ja noch nachvollziehen, aber rein aus lauter Plausch Fische zu fangen finde ich grässlich. Probiert es doch selber aus, beisst mal auf einen wunderschönen goldblinkenden Haken dann spürt ihr vielleicht was für Qualen das sein können! Petri Heil!


Manuel Braun

18.12.2009, 11:53 Uhr

Wird den auch was unternommen, um die Ursache der Verschmutzung zu finden und zu bekämpfen ?!? In letzter Zeit wird ja bei Umweltgiften nur noch nach dem Motto verfahren "Überwachen, sollen doch unsere Enkel aufräumen", "Fisch essen verbieten, woher das Gift kommt ist doch egal". Ich fürchte die Lektionen, die wir 1986 gelernt haben sollen, gehen langsam vergessen.


Ronnie König

18.12.2009, 11:07 Uhr

Traurig, sehr traurig! Da setzen sich Fischer in ihrer Freizeit für Lachsprojekte Forellenaufzucht Gewässerschutz und Fischtreppen ein. Bilden gratis die Jungfischer aus und beherzen Tierschutz, leisten viele wertvolle Dienste und am Ende immer mehr Hiobsbotschaften! Militante Tierschützer greifen verbal an, da fragt man sich für was das alles?






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