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Buchverlage fürchten den iPad nicht

Von Fabienne Riklin. Aktualisiert am 29.01.2010

In der neusten Kreation von Apple sehen die Verlage keine Bedrohung, sondern eine Chance. «Der iPad stellt eine zusätzliche Plattform dar, auf der wir unsere Bücher anbieten könnten», sagt Lucas Hugelshofer vom Orell Füssli Verlag.

«Gerade bei Sachbüchern ist der iPad eine grosse Hilfe»: Lucas Hugelshofer ist Sprecher des Orell Füssli Verlags.

«Gerade bei Sachbüchern ist der iPad eine grosse Hilfe»: Lucas Hugelshofer ist Sprecher des Orell Füssli Verlags.
Bild: Keystone

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Provider bereit für Verhandlungen

Das Interesse der Schweizer Telecom-Anbieter am neusten Gadget von Apple ist gross. Welcher Provider Tablet-Computer anbieten wird, steht aber noch in den Sternen. «Gespräche mit Apple sind schon bald vorgesehen. Ab wann und zu welchen Konditionen wir das iPad anbieten werden, ist noch offen», sagt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze. Sunrise, die selber das iPhone nicht im Angebot führt, will beim iPad mit auf den Zug springen: «Wir bemühen uns darum, den iPad unseren Kunden offerieren zu können», sagt Sunrise-Sprecher Hugo Wyler. Orange dagegen gibt keine Auskunft zum iPad.

Die neuste Apple-Kreation soll vor allem als Lesegerät für E-Books und Zeitungen genutzt werden, trotzdem fürchten die Verlage den iPad nicht. Sie betrachten ihn eher als Chance für die Branche. «Gerade für den Absatz von Fach- und Sachbüchern kann der iPad eine grosse Hilfe sein», sagt Lucas Hugelshofer, Sprecher des Orell Füssli Verlags. «Der iPad stellt eine zusätzliche Plattform dar, auf der unser Verlag Inhalte anbieten könnte.» Der Bücherriese will die Entwicklungen auf dem amerikanischen Markt genau beobachten.

Auch Dani Landolf vom Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV glaubt, dass mit fairen und legalen e-Book-Angeboten die Buchbranche vom iPad nicht zerstört wird. «Dieser iPad ist ein weiteres Multimedia-Gerät unter vielen, wenn auch ein sehr attraktives», sagt Landolf. «Er wird die Verbreitung von E-Books sicher fördern.»

Dritter Download-Shop startet mit fünf Verlagen

Einige angelsächsische Verlage sind bereits einen Schritt weiter als die Schweizer. Im iBook Store stellen sie ihr Angebot an E-Books bereit: Penguin, Simon & Schuster, HarperCollins, die Hachette Book Group und Macmillan. Das werden zunächst vor allem englischsprachige Titel sein. Doch ist damit zu rechnen, dass schon bald auch deutsche Verlage ihre Titel im neuen Apple-Shop bereitstellen werden.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.01.2010, 08:37 Uhr

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