«Chip»-Test: Windows 7 sicherer und besser als Snow Leopard
Aktualisiert am 05.10.2009 56 Kommentare
Das Computermagazin «Chip» hat Microsofts Windows 7 mit den Konkurrenten Snow Leopard (von Apple) und Kubuntu (von Linux) verglichen. Obwohl die Linux-Distribution grundsätzlich nicht schlecht wegkommt, entscheiden sich Normalnutzer im Regelfall zwischen Mac OS und Windows.
Leistungsmässig, so das Fazit der Untersuchung, seien beide Betriebssysteme absolut gleichwertig. Konkret haben die Tester Installationsdauer, Startzeit und die Ergebnisse aus einem Browsertest miteinander verglichen. Bei der Installation an sich gewann Snow Leopard, bei der Ausstattung des Betriebssystems punktete das neue Windows, das am 22. Oktober in den Verkauf kommt.
Sicherheitscenter als Pluspunkt von Windows 7
Das überraschendste Testergebnis: Windows 7 ist laut «Chip» sicherer als Mac OS und Linux. Zwar seien bei Apple und Linux «gerade mal eine Handvoll Viren bekannt», daraus auf die Sicherheit zu schliessen, wäre allerdings falsch. Wichtiger als die Anzahl der Lücken sei der Umgang der Hersteller mit entdeckten Schwachstellen im System.
Und in diesem Bereich hat das Redmonder Unternehmen gemäss diesem Test die Nase vorn. Im Gegensatz zu den Konkurrenten sorge Microsoft immer für einen schnellen Patch. Zudem biete das neue Microsoft-Betriebssystem als einziges System im Test ein Sicherheitscenter, in dem der Anwender «auf einen Blick alle relevanten Security-Funktionen im Blick» habe. Negativ fällt bei Mac OS X ins Gewicht, dass die Firewall standardmässig deaktiviert ist.
Apple: Das Design zählt
Weil Windows 7 sicherer ist als Mac OS und Linux, trug Microsoft mit seinem Produkt den Gesamtsieg davon. Das Fazit der Tester: «Techniker setzen auf Linux, Leute mit Hang zum Designrechner auf Apple und die restlichen 80 Prozent der User sind mit dem neuen Windows 7 nicht nur gut beraten, sondern auch sicherer und schneller unterwegs.»
Den ausführlichen Test finden Sie im Magazin «Chip» (Ausgabe 11/2009). (rek)
Erstellt: 05.10.2009, 11:19 Uhr
56 Kommentare
Es gibt m.E. keine wirklich "schlechten" Betriebssysteme", es gibt höchsten das "Falsche". Interessant finde ich, dass sich bei uns (Universität Mischumgebung querbeet) Windows User bei der Umstellung auf OS X ähnlich schwer tun wie andere beim Wechsel von Mac auf PC. Das selbsterklärende wirklich User freundliche OS gibt es offensichtlich nicht. Antworten
Das muss mir erst mal jemand beweisen... Ich habe Windows 7 ebenfalls getestet und arbeite selber mit dem MacOS 10.6... warum soll Windows sicherer sein? woher die Annahme das Windows 7 sicherer ist wie das MacOS? wie war da noch mal mit den Viren? auf welcher Plattform gibt es wieviele Viren? ohne ein AntiVirus ist Windows absolut unsicher und jede AntiVirus Software ist eine Handbremse. Antworten
Chip ist doch so quasi der Blick der Computerwelt. Grosse Worte und nichts dahinter. Seriöse Tests sehen definitiv anders aus. Jedes System hat seine Stärken. Ich denke aber, dass Unix derivate(Linux; MaxOSX,...) tendenziel stabiler als das Windows 7 sind. Für das Thema Sicherheit ist das Wesen zwischen Stuhl und Tastatur verantwortlich. Wer die Krankheit provoziert, der kriegt sie auch. Antworten
@Reto König - Ich habe nie Windows 7 mit Windows 95 verglichen. Also sachlich bleiben. Es ist eine Tatsache, dass seit Windows 95 gar keine allzu grosse Änderungen geschehen sind. Von XP über Vista bis jetzt zu MS 7 bastelt MS seit fast 10 Jahren an einer zufrieden stellenden Endversion. Dazu kann über MS 7 noch gar nichts gesagt werden, da erst in Massen die wirklichen Probleme auftauchen werden. Antworten
@ Ramon Paxus: Mac Book und iMac hängen permanent über eine völlig ungeschützte AirPort Basis am Netz. Hatte noch nie ein Problem und bevor ich eins habe, kümmere ich mich auch nicht darum. (Logisch, oder?) Und über meinen ME- Account hat mich noch kein einziges Spam Mail erreicht. Antworten
Jedes Betriebssystem hat seine Vor- und Nachteile. Ich muss oft lachen wenn ein neues Betriebssystem lanciert und getestet wird, es ist immer Besser!, als der Rest der Welt. Klar ist , Microsoft braucht wieder einen Lichtblick am Horizont und mit Windows 7 ist dieser eher in Sicht als auch schon. Die Aussage sicherer und besser, ist unglücklich, aber in der Webung ist fast alles Erlaubt. Antworten
Windows 7 ist tatsächlich ein sehr gutes Betriebssystem, das sowohl bei Mac und Linux Anleihen nimmt. Das ist gut so, nicht besonders innovativ und genial, aber es ist auch nicht falsch, sich an guten Beispielen zu orientieren. Der Nachteil bei Microsoft, man gibt Geld für ein nacktes System aus, produktiv arbeiten bedeutet viel Geld für Software und Abhängigkeit auszugeben. Antworten
Ich bin seit 10 Jahren ein Apple Benutzer und habe in dieser Zeit noch nie Probleme mit Viren gehabt. Das Windows 7 sicherer und besser sein soll, kann ja sein, es interessiert mich aber nicht. Viel wichtiger für mich ist die einfache Bedienbarkeit des Computers und da ist Apple nach wie vor unerreicht. Antworten
@Reto Schär: Solange der erwähnte Rechner keinen Zugang zum Internet hat, stört das keinen. Wenn Sie damit allerdings online gehen, bieten Sie ein willkommenes Ziel für jede Menge Viren, Würmer, etc. Solche völlig verseuchten Rechner versenden (meist ohne das Wissen ihres Besitzers) den Löwenanteil allen Spams, und tragen massiv zur Verbreitung von Schadcode bei. Darum sind Updates wichtig. Antworten
Ja, also mit Windows hat man bisher eher Security Probleme gehabt als mit Mac. Das ist historische Tatsache. Microsoft hat nun die Security verbessert, aber deswegen hat der Mac noch keine Security Probleme gehabt. OS X hat durchaus eine Firewall, und würde es notwendig werden, diese einzustellen per Default so wäre das kein Problem. Tatsache ist, dass der Mac problemlos und sicher funktioniert. Antworten
Lieber Roland Peter, Herr Imhof hat Unix nicht vergessen, Mac OSX *ist* Unix. Dass Windows 7 um Längen besser ist als seine Vorgänger glaube ich gerne, dafür braucht's ja auch nicht viel. Einzig dass die Installationsdauer offenbar so wichtig ist lässt mich etwas erschauern … offenbar muss Windows regelmässig neu installiert werden. Antworten
Wieso stört es eigentlich, wenn jemand ein anderes Produkt benützt? Ich benutze irgend eine Uralte Mac OS Version, ich habe nicht einmal eine Ahnung, welche das ist. (Tiger, Leopard, Quietschente... was weiss ich). Ich will mit meinem PC arbeiten,den Rest interessiert mich nicht.Also wofür die Aufregung?Wozu muss ich mich mit einem Betriebssystem rumschlagen? Antworten
Jedermann, der auch nur am Rande mit PC-Support zu tun hatte oder hat, kennt längstens die goldene Regel von Microsoft. Auf ein gutes Betriebssystem folgt ein schlechtes, dann wieder ein gutes. Windows XP war gut, Windows Vista schlecht, also wird Windows 7 wieder gut. Also bitte keine Aufregung. Antworten
Immer wieder herrlich wie die MAC- und Linux-Jünger Gewehr bei Fuss stehen und ihre Religion - sorry - Betriebssystem verteidigen. Ich habe auf meinen Laptop Windows 7 seit drei Monaten und noch nie einen Crash gehabt (was sicher irgendwann noch kommen wird). Aber immer wieder schön zu sehen, wie sich die Windows-Gegner schnell mobilisieren lassen. Antworten
Wie oft lautet der Workaround für entdeckte Windowsbugs "Dienst deaktivieren und zum nächsten oder übernächsten Patchday warten"? Als längjähriger Linux-Anwender würde ich zudem nie mehr etwas anders als eine Distribution mit rolling release einsetzen. Nie mehr neu installieren, "pacman -Syu" unter ArchLinux aktualisiert mein gesamtes System (inkl. Treiber, Progr)! Antworten
Vielleicht haette das Wort "besser" aus der Uebrschrift dieses Artikels gestrichen werden sollen. Zuerst muss einmal erwiesen werden, dass Windows 7 nicht wie alle seine Vorgaenger, nicht dauernd crashed etc. - Ich will einen Computer nuetzen um mir zu helfen, und nicht meine Zeit damit verbringen muessen, dauernd den Computer "flicken" zu muessen. Antworten
Ich arbeite mit Windows 7 RTM schon seit mehr als einem Monat (MSDN Release), und benutze ausserdem OS X und Linux täglich... die ganzen OS Kriege sind mehr als lächerlich... Windows 7 ist eine gelungenes OS. OS X auch, und die meisten GNU/Linux Derivate sowieso Ich bin allerdings nicht mehr bereit eine 1000 CHF Designtaxe zu bezahlen (Apple)... Antworten
Mein Windows ist sehr sicher! Nämlich 100%ig! Und eine Glasbruch-Versicherung hab ich auch! Nur weil ein OS ein Sicherheitscenter und ne Firewall hat ist sie nicht sicherer. Meistens liegt es am Layer 8 oder das Problem, welches sich zwischen Stuhl und Bildschirm befindet. Man kann noch die Beste FW haben und trotzdem was abkriegen wenn man jeden Schrott anklicken muss. Antworten
Bin selber Mac- und Windows-Nutzer. Lächerlich, die vielen Kommentare von Apple-Freaks die behaupten MacOS sei per se sicher und brauche weder Firewall noch Antiviren-Software. @ Fleischmann: Ich hab Windows 7 schon seit Wochen, es ist nur für den 08/15 Nutzer noch nicht erhältlich. Antworten
"Zwar seien bei Apple und Linux «gerade mal eine Handvoll Viren bekannt», daraus auf die Sicherheit zu schliessen, wäre allerdings falsch." Doch, daraus auf das Sicherheitsrisiko zu schliessen, ist eben richtig. Was keinen Hauptanwendungsfall darstellt, muss nicht priorität behandelt werden - so funktioniert Mac OS X und deshalb ist es so erfolgreich und einfach zu bedienen. Antworten
Wie immer die gleiche Story, Windows sei Besser und Schneller als Konkurrent MAC OS X - jaja ... wie gesagt, MAC OS X ist ein Unix - Derivat u. kann von daher gar nicht mit Windows verglichen werden, denn a) MAC OS X ist ein RICHTIGES Betriebssystem u. b) MAC OS X Windows IMMER abhängt, bezüglich Features u. Ideen u. last but not least c) MAC OS X stabil und zuverlässig ist : VIVA MAC !!! Antworten
«eine Handvoll Viren»: für Mac OSX gibt es KEINEN EINZIGEN Virus. Installationsdauer und Startzeit und sind auch nicht relevante Messgrösen. Kommt dazu, dass zb. Mac OSX einmal installiert wird und fertig. Ich kenne keinen Mac-User, der regelmässig sein System neu aufsetzen muss, weil es langsam geworden ist. Ausserdem wird der Computer selten runtergefahren, Standbye funktioniert bestens. Antworten
In meiner Linuxerfahrung ist die Systemsicherheit schlicht kein Thema. Ich hatte in den letzten 10 Jahren weder ein Virus noch ein anderes sicherheitstechnisches Problem und Updates werden fast täglich bereitgestellt. Dieser Test ist das Papier nicht wert auf dem er steht ! Antworten
Meine Kritik an diesem Artikel. Microsoft patcht jeden Monat. Schliest aber nicht unbedingt offene Lücken. Linux wird etwa nach 2 Tagen nach bekannt werden der Lücke gepatcht (Distributions abhängig). Durch die Offenheit werden auch mehr Lücken gefunden (gut). Personalfirewalls sind praktisch nutzlos (welcher Einbrecher lässt die Alarmanlage an). KDE ist nicht Performant. Gefahr N°1 ist der User. Antworten
Andreas Imhof: Eine solch dumme Behauptung kann nur von einem Mac-User stammen. 1.) Lassen sich Betriebsysteme nur sehr schwer bis gar nicht vergleichen. 2.) Blenden Sie mal wieder UNIX aus. 3.) Mangelt es ihnen an Erfahrung! 4.) Wer liest eigentlich Chip? Wohl Amateure und Möchtegern-Informatiker! Antworten
Windows 7 ist als Beta Version seit fast einem Jahr im Betrieb und ist tatsächlich eine hochleistung von Microsoft (und ich bin Mac System Administrator!). Microsoft hatte offensichtlich endlich mal die Angst gepackt nach dem Debakel von Windows Vista. Ich muss allerdings hier sagen, dass man abwarten muss bis die Ergebnisse im Alltagsbetrieb echte schlüsse ziehen lassen. Antworten
"Konkret haben die Tester Installationsdauer, Startzeit und die Ergebnisse aus einem Browsertest miteinander verglichen." ...ein sehr professioneller Vergleich... bei autos vergleicht man ja auch die Tankdauer, Warmlaufzeit und die Scheibenwischer um ein aussagekräftiges Urteil zu bekommen. Dass die meisten "Neuigkeiten" von Windows 7 von OS X abgeschaut wurden, ist ja hinlänglich bekannt. Antworten
Apple OS X hat ein Sicherheitsdefizit: Es setzt anti-exploiting Tehniken ungenügend um. Sandboxen und Speicherzerwürfelung sind bei Windows 7 fester Bestandteil. Daher ist Windows 7 "sicherer" als Mac OS X. Es lässt sich weniger einfach schad-Code in den Stack einschleusen. Aber es bleibt weiterhin lukrativ Windows anzugreiffen, da die grossen Industrien diese Plattform einsetzen... Antworten
Hm, wie sinnvoll ist es überhaupt, die Installationsgeschwindigkeit so prominent zu berücksichtigen? Ich meine: wenn ich ein System zwei oder drei Jahre lang einsetze, ist es mir doch egal, ob ich für dessen Installation 1 oder 2 Stunden benötige… Antworten
So eine Aussage kann auch nur von einer Fachzeitschrift kommen, die ausschliesslich nur von Kunden gekauft wird die das MS-Microsoft Betriebssystem installiert haben und nutzen. Seit Windows 95 hat sich Microsoft kaum noch weiterentwickelt. In all diesen Jahren hat Apple unglaubliche Fortschritte gemacht und die Stossrichtung gegeben. Microsoft konnte Apple nur noch kopieren. Mehr nicht. Antworten
Da werden halbtaugliche Hilfsmittel wie Personal-Firewall und Virenscanner zum Selbstzweck hochstilisiert und deren Abwesenheit wird damit automatisch zum Mangel. Mit derselben Logik wäre ein Auto mit serienmässig mitgeliefertem Regenschirm besser als eines, dessen Dach von vornherein dicht ist. Antworten
CHIP lebt ja von MS Windows (Berichte, Tests, Komponenten etc.) !! Wenn ich Bastler wäre, würde ich auch CHIP konsultieren, mit Fokus auf einzelne Komponenten aber nicht zusammenhängend funktionierenden Systeme. Als IT-Profi will ich mich nicht auch noch privat ärgern (wie mit IT-Landschaften in Grossfirmen), ich will nur User sein und arbeiten können, sowie mit Apple und MacOS X ... Antworten
Keine Ahnung wie Chip auf dieses Ergebniss kommt. Windows 7 ist noch nicht erschienen und proprietär. Folglich konnte noch niemand Lücken finden, diese durch Malware ausnützen und daher konnte M$ auch nicht darauf reagieren. Die Linux Community schliesst gefundene Lücken laufend. Alle 2-3 Tage erhalte ich Patches für mein Ubuntu. Vieren für Linux sind meines Wissens 2 bekannt und gepatcht. Antworten
Chip was schon immer eine einseitig Microsoft orientierte Publikation. Da kann Microsoft monatelang Lücken offen lassen oder zu verheimlichen versuchen und sie sind trotzdem die besten. Da ich je nach Situation mit verschiedenen Betriebsystemen arbeite, ziehe professionellere Fachmagazine vor. Antworten
Es ist ja auch bekannt, dass das Magazin "Chip" sehr Windows orientiert ist... Windows 7 ist lediglich eine billige Kopie von OS X. Sollen sich doch die 80 Prozent mit Microsoft und deren "Runtime Errors" arbeiten... Ich bin froh zu den Apple Usern zu gehören - nicht nur wegend des Designs! Antworten
Punkt 1: In den Standarteinstellungen ist Win7 weniger sicher als Vista (in Win7 ist die Benutzerkontensteuerung niedriger eingestellt als in Vista). Quelle hab ich leider nicht mehr. Punkt 2: Es kommt drauf an, inwiefern getestet wurde. Ich denke, je mehr Apple von der Masse gekauft wird, desto mehr werden Viren enstehen, die auf Applesysteme ausgerichtet sind. Antworten
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Beat Zahnd
Was soll dieses Diskussion. Wenn man wirklich was tut, spielt das OS keine Rolle sondern die Anwendung in der man Arbeitet. Üblicherweise spielt das OS nur beim Starten von Programmen und Verschieben von Dateien eine Rolle für den User. Der Rest der Zeit arbeitet man in einer Anwendung. Antworten