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Computersoftware: Milliardenmarkt für Raubkopierer

Aktualisiert am 12.05.2009 19 Kommentare

Weltweit ist 41 Prozent der Computersoftware illegal kopiert. Dadurch sind den Softwareherstellern im vergangenen Jahr Umsatzeinbussen von 53 Milliarden Dollar entstanden.

In der EU blieb die Piraterierate mit 35 Prozent konstant. Den mit 20 Prozent geringsten Anteil an raubkopierter Software verzeichnete IDC in den USA.

In der EU blieb die Piraterierate mit 35 Prozent konstant. Den mit 20 Prozent geringsten Anteil an raubkopierter Software verzeichnete IDC in den USA.

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Bei 41 Prozent der weltweit eingesetzten Computerprogramme handelt es sich um Raubkopien. Dadurch sind den Softwareherstellern 2008 Umsatzeinbussen von 53 Milliarden Dollar entstanden, wie die die Business Software Alliance (BSA) am Dienstag in München bekanntgab.

Der Anteil der Raubkopien ist damit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Fürs 2007 wurde ein Raubkopieanteil von 38 Prozent und einen Schaden für die Software-Industrie von 48 Milliarden Dollar ermittelt. Erhoben wurden die Zahlen, die auf der Zahl verkaufter PCs abgestützten Schätzungen beruht, von der US-Marktforschungsfirma IDC.

Den globalen Zuwachs führt die BSA - eine Interessenvertretung der Softwarehersteller - darauf zurück, dass der PC-Markt in wachstumsstarken Ländern boomt. Dort seien Raubkopien besonders stark verbreitet. In den Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien und China machten sie laut Studie 73 Prozent der eingesetzten Software aus.

In der Europäischen Union blieb die Piraterierate mit 35 Prozent konstant. Den mit 20 Prozent geringsten Anteil an raubkopierter Software verzeichnete IDC in den USA.

Die BSA erwartet, dass die Software-Piraterie in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. In den Schwellenländern erhielten viele Endverbraucher und Kleinunternehmen Zugang zum Internet - gerade diese Gruppen setzten gewöhnlich mehr Raubkopien ein als etwa grössere Firmen und Behörden. (rek/sda)

Erstellt: 12.05.2009, 16:46 Uhr

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19 Kommentare

Marco Tedaldi

12.05.2009, 18:45 Uhr
Melden

Das lustige ist ja, dass alle diese tollen Zahlen der Industrie einfach kritiklos abschreiben. Liest man mal die Vorgehensweise zur Ermittlung der Zahlen, wird einiges klarer. Da werden Schätzungen angestellt, und aus diesen Schätzwerten werden weitere Schätzwerte errechnet... und dem allem liegt die Annahme zugrunde, dass jeder, der eine nicht lizenzierte Kopie einsetzt, diese auch kaufen würde! Antworten


Hans Schmid

12.05.2009, 19:41 Uhr
Melden

Soso, der angebliche "Schaden" basiert auf der Zahl verkaufter PCs. Da wird wohl die Anzahl verkaufter PCs mit der Anzahl verkaufter Software-Lizenzen verglichen. Das führt dann dazu, dass alle PCs auf denen freie Software (Linux, OpenOffice, etc.) läuft, auch zu den Raubkopierern gezählt werden. Seriös ist das nicht, aber Hauptsache man hat eine spektakuläre Zahl, um besser lobbyieren zu können. Antworten



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