Das bietet das neue Gratis-Office

Aktualisiert am 14.07.2009 32 Kommentare

Nun macht auch Microsoft auf kostenlos: Der Software-Riese schaltet Office 2010 via Internet frei. Die Vorteile für die Nutzer.

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Die Vorabversion installiert unter anderem Excel, Outlook, Powerpoint und Word auf die Harddisk.
Bild: Microsoft.com

   

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Das Video zur neuen Bürosoftware

Nachdem Google letzte Woche mit Chrome OS Microsoft den Kampf angesagt hat, blasen die Redmonder zum Angriff: Microsoft hat am Montag ausgewählten Testern eine Vorschau-Version von Office 2010 zugänglich gemacht (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete).

Kurz zusammengefasst will Microsoft 2010 eine Office-Version gratis übers Internet anbieten. Mit diesem Schritt will der grösste Softwareproduzent der Welt den ewigen Rivalen Google konkurrenzieren, der ein ähnliches Programm vor drei Jahren frei verfügbar gemacht hat.

Abgespeckt ins Internet

Wie Microsoft mitteilte, sollen vier (abgespeckte) Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und für Notizen im Internet angeboten werden. Diese «Internet-Ausgaben» (Office Web Applications) sollen Office von fast überall und auf fast jedem Gerät nutzbar machen.

Grundsätzlich verspricht das neue Büroprogramm Office 2010 neben Verbesserungen an den einzelnen Komponenten der Suite insbesondere einen verstärkten Fokus auf einfache Zusammenarbeit sowie den kostenlosen Zugriff auf Anwendungen über das Web.

«Office 2010 ist die wichtigste Produktivitätslösung quer über PCs, Mobiltelefone und Browser», so Chris Capossela, Senior Vice President der Microsoft Business Division, gegenüber der Agentur Pressetext. Die Office Web Applications sollen von Beginn an annähernd einer halben Milliarde Nutzern zur Verfügung stehen, unter anderem kostenlos über Windows Life. Offenbar will Microsoft nicht nur Internet-Explorer-Kunden bedienen. Aber konkrete Angaben dazu, unter welchen Browsern und Bedingungen das Online-Office funktionieren wird, stehen noch aus.

Die Browser-Anwendungen werden im Vergleich zum klassischen Desktop-Office allerdings nur Leichtgewichte mit eingeschränktem Feature-Umfang sein. Dennoch sind sie ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts von Office 2010. Denn die Web Applications sollen unter anderem den Zugriff auf wichtige, online gespeicherte Informationen jederzeit und überall sicherstellen.

Die Neuerungen im Detail

  • Das Office-Paket ermöglicht die Online-Zusammenarbeit von Word, Excel und Powerpoint und erleichtert das Teilen und Bearbeiten von Dokumenten, beispielsweise beim gleichzeitigen Editieren von Dokumenten.
  • Powerpoint verspricht verbesserte Video- und Audiounterstützung, während eine neue Paste-Preview-Funktion das zielsichere Einfügen von Informationen etwa in Word-Dateien erleichtern soll.
  • Verbessert werden auch die Zusammenarbeitsoptionen sowie die E-Mail- und Kalenderverwaltung sowie die Video-, Audio- und Bildbearbeitungsmöglichkeiten in Powerpoint.
  • Zu den Neuerungen zählen auch das Visualisierungstool Sparklines für Excel 2010, das es leicht machen soll, Trends in Datenkolonnen zu erkennen.
  • Die Anzahl der Office-Editionen wird von acht auf fünf reduziert. Jede Edition erhält im Vergleich zum Vorgänger mehr Applikationen und Funktionen, so das Versprechen des Unternehmens.

Die Ankündigung von Office 2010 mit seinen Web-Anwendungen kommt weniger als eine Woche nach Googles Ankündigung, mit Chrome OS ein eigenes Betriebssystem auf den Markt zu bringen. Schon vor der offiziellen Vorstellung ist am Wochenende eine Preview-Version des Desktop-Office ins Internet gelangt und war auf Torrent-Seiten zu finden. Offiziell kann die Software zunächst nur von einem ausgewählten Personenkreis getestet werden.

Die finale Version der Suite und damit ihre Web-Version wird erst 2010 veröffentlicht. Das kostenlose Office Web - inklusive Word, Powerpoint, Excel und Onenote - ist nur für Privatnutzer gratis. Interessenten können sich unter www.office2010themovie.com um einen Testplatz bewerben. Eine allgemein zugängliche, offene Beta-Phase soll später folgen. (rek/pte)

Erstellt: 14.07.2009, 11:46 Uhr

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32 Kommentare

Stefan Saubert

14.07.2009, 20:38 Uhr
Melden

@Margot Blaser: Wer seine Dissertation mit OpenOffice.org schreibt, ist wahrscheinlich weniger risikofreudig als ein Microsoft-Office-Benutzer mit der selben Absicht. So oder so; die Dissertation schreibt man am Besten mit TeX. Antworten


Manfred Rusterholz

14.07.2009, 11:19 Uhr
Melden

Google Office Apps sind auch für Geschäftsnutzer gratis... last Euch nicht blenden, Microsoft will die Welt weiterhin abhängig halten. Antworten



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