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Das iPhone ist handgemacht

Von Mirko Plüss. Aktualisiert am 22.02.2012 23 Kommentare

Erstmals erhielt ein TV-Team Einblick in die Produktionsstätten von iPhone und iPad in China. Doch brisante Enthüllungen blieben aus. Apples neue Transparenz täuscht.

In der iFabrik: Kurzfassung der ABC-Dokumentation. (Youtube)


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Apple-Zulieferer Foxconn steht unter Druck.

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Der US-Fernsehsender ABC erhielt gemeinsam mit Vertretern der Fair Labor Association (FLA) Zugang zum Apple-Zulieferer-Werk Foxconn in China. In der gestern ausgestrahlten TV-Dokumentation sprachen die Macher mit Fabrikarbeitern und filmten die Bereiche, wo iPhone und iPad zusammengesetzt werden.

Foxconn wurde weltweit bekannt, nachdem Details über die Produktionsbedingungen an die Öffentlichkeit gerieten. Eine Selbstmordserie, eine mysteriöse Explosion und Arbeiterstreiks beschädigten das Image des Apple-Zulieferers. Apple-CEO Tim Cook versprach letztes Jahr eine detaillierte Überprüfung der Arbeitsbedingungen.

Hier die spannendsten Fakten:

  • Um ein iPhone zusammenzusetzen, sind total 141 Arbeitsschritte nötig
  • Die Teile sind ausnahmslos handgemacht
  • Die Produktion eines iPads dauert 5 Tage und benötigt 325 Handgriffe
  • Foxconn produziert 3000 iPad-Kameramodule an einem Tag
  • Foxconn-Arbeiter verdienen 1.78 US-Dollar pro Stunde
  • Eine Mahlzeit ist für 70 Cent zu haben
  • Die Arbeiter sind in 12-Stundenschichten eingeteilt
  • Auf die Frage des Fernseh-Teams, ob Foxconn auf Druck von Apple (AAPL 553.17 -0.90%) die Arbeiterlöhne verdoppeln würde, antwortete der Foxconn-Vorstand Louis Woo: «Ja, warum nicht?»

Ein PR-Bericht?

Dass Apple dem ABC-Team den Zutritt zum Foxconn-Werk erlaubte, war nur auf den ersten Blick eine Überraschung. Offenheit gegenüber Kritik von aussen war noch nie Apples Markenzeichen. So steckt auch dieser Bericht im Dunstkreis einer PR-Gefälligkeit.

Weil ABC zum Disney-Konzern gehört, dessen Chef Bob Iger wiederum Apple-Verwaltungsrat ist, äusserten Kritiker bereits im Vorfeld Zweifel an der Unabhängigkeit der Berichterstattung. Das Wirtschaftsmagazin «Forbes» sprach sogar von «dubiosen Partnerschaften» – ein «exklusiver Zugang zu Nachrichten» sei «kaum der richtige Weg, um das Image zu verbessern». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.02.2012, 12:19 Uhr

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23 Kommentare

Jerzy Stepaniak

22.02.2012, 12:51 Uhr
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Und so werden die Apple-Jünger auch weiterhin ihren Gurus huldigen, Knete ohne Ende abdrücken und Microsoft hassen! Der Brand der Kreativen und Dynamischen ist nichts anderes als ein Raubritter, der Menschen ins Elend drückt und Heerscharen von Juristen beschäftigt! Wer jetzt nicht umdenkt, hat gar nichts begriffen! Antworten


Patrick Ryf

22.02.2012, 12:45 Uhr
Melden 16 Empfehlung

....vor allem sollte eine Aussage stutzig machen:
Verdoppeln der Löhne: "Ja, warum nicht?" Dies ist keine Antwort sondern eine Frage. Da die Chinesen eine Frage oder Anfrage niemals mit 'Nein' beantworten würden, da dies für sie unhöflich ist, kann dieses 'Ja, warum nicht?" durchaus als Nein aufgefasst werden
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