Das kann der neue Internet Explorer

Aktualisiert am 19.03.2009 19 Kommentare

Ab 17 Uhr steht die endgültige Version des Microsoft-Browsers IE 8 zum Download bereit. Wer mit dem Notebook oder dem noch kleineren Netbook unterwegs ist, soll profitieren.

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Firefox ist ein Produkt des Mozilla-Projekts. Der vor sieben Jahren entwickelte Browser ist der grösste Konkurrent von Microsofts Internet Explorer.

   

Der Browser zeige die meisten Webseiten schneller an als andere Programme und benötige im Vergleich zum Vorgänger weniger als ein Fünftel des Arbeitsspeichers, sagte der Technikexperte von Microsoft Deutschland, Daniel Melanchthon, der Nachrichtenagentur AP.

Geschwindigkeit und ein «komfortableres Browsen» seien die wichtigste Ziele des Entwicklerteams gewesen, sagte Melanchton. «Wir haben unter der Haube eine ganze Reihe von Verbesserungen einfliessen lassen und Probleme beseitigt.» Auch um die Sicherheit haben sich die Programmierer besonders gekümmert - in der Vergangenheit waren beim Internet Explorer zahlreiche Sicherheitslücken aufgetreten.

Die wichtigste Änderung aber bleibt für die Nutzer weitgehend unsichtbar: Der IE 8 ist der erste Microsoft-Browser, der sich allein an die internationalen Standards HTML, XML und CSS hält. Bei früheren Versionen habe es im Internet Explorer Funktionen gegeben, «die nicht standardisiert waren», räumte Melanchton ein. Weil aber das Microsoft-Programm da bereits der meistverwendete Browser war, haben sich viele Web-Designer bei der Gestaltung ihrer Seiten den falschen Vorgaben angepasst. «Wir haben Milliarden Webseiten draussen, die nicht konform geschrieben sind», sagte der Microsoft-Mitarbeiter.

Diese werden jetzt vom neuen Internet Explorer möglicherweise nicht mehr richtig angezeigt. Deswegen hat Microsoft in den IE 8 einen Schalter eingebaut, mit dem die bisherige Darstellung «emuliert», also angepasst werden kann. Ein «Quirks-Modus» emuliert eine ältere IE-Version, um die Murks-Webseiten so anzuzeigen, wie sie gedacht sind. Melanchton erklärte, dass dies sowohl vom Entwickler einer Webseite als auch vom Nutzer entsprechend eingestellt werden könne. Ausserdem werde Microsoft die meistbesuchten Internet-Anbieter ansprechen und ihnen helfen, veraltete Seiten auf die standardkonforme Codierung umzustellen.

«Rendering Engine hat gewaltige Fortschritte gemacht»

Zur verbesserten Geschwindigkeit bei der Darstellung der Webseiten sagte Melanchton: «Hier hat die Rendering Engine (die Software für die Ausgabe der Web-Informationen am Bildschirm) im Vergleich zum IE 7 gewaltige Fortschritte gemacht.» In internen Tests habe sich gezeigt, dass der neue Internet Explorer 12 der 25 weltweit meistbesuchten Webseiten von allen Browsern am schnellsten anzeige. Bei neun Seiten lag demnach der Google-Browser Chrome vorn, in vier Fällen der Firefox des Open-Source-Projekts Mozilla.

Wer mit dem Notebook oder dem noch kleineren Netbook unterwegs ist, profitiert von dem geringeren Ressourcenverbrauch des neuen Browsers. Die grössten Verbesserungen gab es beim Arbeitsspeicher (RAM). Während sich der im August 2006 eingeführte IE 7 nach Angaben Melanchtons mit 990 Megabyte ziemlich breit macht, ist der RAM-Bedarf beim IE 8 auf 141 MB beschränkt, also weniger als ein Fünftel. Und bei den Anforderungen an den Prozessor werden nur noch 75 bis 80 Prozent der Leistung benötigt, die für den IE 7 erforderlich sind.

«Webslices» und «Schnellinfo»

In der Bedienung des Browsers fallen zwei Neuerungen ins Auge. Mit «Webslices» können einzelne Abschnitte einer Webseite gewissermassen ausgeschnitten und abonniert werden, um alle Neuerungen in diesem Bereich sofort zu erhalten. Das können etwa ein Wetterbericht oder die letzte Ziehung der Lottozahlen sein. Eingerichtet wird ein «Webslice» im Code der Webseite; es handelt sich um eine Kombination von RSS mit Grafikfunktionen und der Favoriten-Verwaltung des Browsers.

Die «Schnellinfos» sind eine Abkürzung für die Verbindung von Informationen und Webanwendungen. So lässt sich etwa für eine Adresse dessen Darstellung in einer Karte abrufen. Die Zahl der dabei erforderlichen Mausklicks werde von acht auf zwei verringert, erklärte Melanchton. Neben dem Aufrufen einer Landkarte sind die Internetsuche, das Nachschlagen oder das Aufrufen einer Übersetzung weitere möglichen Anwendungen.

Der Internet-Explorer 8 sollte nach Angaben von Microsoft am Donnerstag um 17 Uhr zum freien Download zur Verfügung gestellt werden. Die Software benötigt das Betriebssystem Windows (ab XP SP2). Der neue Browser wird auch Bestandteil des Vista-Nachfolgers Windows 7 sein.

Melanchton bestätigte, dass es bei diesem System auch eine Funktion geben wird, um den Internet-Explorer zu deaktivieren. Damit reagiere Microsoft auf Kundenwünsche, sagte Melanchton. Die Koppelung von Betriebssystem und Browser hat zuletzt immer wieder zu kartellrechtlichen Konflikten mit der EU-Kommission geführt. (rek/ap)

Erstellt: 19.03.2009, 16:08 Uhr

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19 Kommentare

Daniel Maurer

20.03.2009, 23:45 Uhr
Melden

@Alfred Escher... DOS Attaken.... Sie machen ihrem Namen alle Ehre. Antworten


Lukas Meier

19.03.2009, 15:16 Uhr
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Mozillas Firefox ist nach wie vor der sicherste und schnellste Browser, MS versucht nur zu kopieren da ihre Marktanteile gewaltig schwinden! Dieses Spiel gab es schon mal vor 10 Jahren... Antworten



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