Die Verschmelzung der Tablet- und PC-Welt
Von Peter Svensson, DAPD. Aktualisiert am 02.08.2011 2 Kommentare
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Die Erfindung des Tablet-Computers hat auf den Märkten eingeschlagen wie eine Bombe. Für die Hersteller klassischer PCs ein Problem: Denn die handlichen, per Bildschirmberührung steuerbaren Rechner nehmen ihnen zunehmend Verkaufsanteile ab. Um den Trend umzudrehen, will die PC-Branche die neue Konkurrenz nun mit den eigenen Waffen schlagen. Nachdem das grundlegende Design von Laptops über zwei Jahrzehnte praktisch unverändert geblieben war, sollen diese schon bald all das bieten, was bisher nur die Tablet-Rechner können.
Etwa 50 Millionen Tablet-Computer dürften laut einer Studie der US-Marktforscher IDC und Gartner allein in diesem Jahr weltweit verkauft werden. Im kommenden Jahr könnten es demnach schon bis zu 100 Millionen sein. Der Absatz herkömmlicher Computer hingegen stagniert nahezu - im zweiten Quartal 2011 stieg er lediglich um zwei Prozent.
Das Beste aus beiden Bereichen
Um die verloren gegangenen Marktanteile zurückzuerobern, setzen viele der grossen PC-Hersteller auf Hybrid-Geräte - neuartige Rechner, die das Beste aus beiden Bereichen kombinieren. Die einen versuchen es mit Touchscreen-Rechnern, die sich auch über eine klassische Tastatur steuern lassen. Andere verbinden die neuartige Handlichkeit mit der Fähigkeit, dennoch leistungsstarke Software etwa zur Fotobearbeitung nutzen zu können.
Acer und Dell im Vordergrund
Der Acer Iconia sieht im zusammengeklappten Zustand wie ein gewöhnlicher Laptop aus. Beim Aufklappen zeigt sich jedoch keine Tastatur. Stattdessen stehen gleich zwei Touchscreens zur Verfügung. Der untere kann über virtuelle Tasten auch zum Tippen genutzt werden. Bei anderen Anwendungen hingegen, etwa beim Surfen im Internet, können einzelne Fenster beliebig über beide Bildschirme hin und her geschoben werde.
Der Dell Inspiron Duo verfügt zwar durchaus über eine klassische Tastatur. Allerdings kann hier der Bildschirm über eine Achse in der Mitte gedreht werden. Zugeklappt lässt sich der Laptop somit auch wie ein Tablet-Computer nutzen. Der chinesische Hersteller Lenovo wiederum bietet einen Windows-Laptop, bei dem sich der Bildschirm vom Rest des Rechners abtrennen und dann separat als Tablet-PC mit dem Betriebssystem Android nutzen lässt. Hewlett-Packard, ( 22.33 2.57%) die Nummer 1 der PC-Branche, versucht mit Rechnern zu punkten, auf denen auch für Tablet-Rechner und Smartphones programmierte Anwendungen laufen.
Laufzeit und Gewicht entscheidend
Einer der entscheidenden Vorzüge von Tablet-Computern wie dem iPad von Apple (AAPL 562.29 -0.54%) ist nach Ansicht des Technologie-Analysten Rob Enderle die lange Laufzeit der Batterien. Windows-basierte Laptops benötigen leistungsstarke Prozessoren, die wiederum benötigen grosse Akkus. Dadurch wiegt etwa der Dell Inspiron Duo zweieinhalb Mal so viel wie ein iPad - und hat trotzdem nur eine Akkulaufzeit von etwa vier Stunden, während es der Tablet-Rechner von Apple auf zehn Stunden schafft.
Der Software-Riese Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) ist sich des Problems bewusst und arbeitet daher an einer Windows-Version, die auch auf weniger energiehungrigen Chips wie denen des britischen Herstellers ARM laufen kann. Bereits im kommenden Jahr soll das Programm auf den Markt gebracht werden - und die klassischen Laptops damit zumindest hinsichtlich des Gewichts und der Akkulaufzeit gegenüber den neuen Tablet-Computern wieder konkurrenzfähig machen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.08.2011, 10:05 Uhr
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2 Kommentare
Obwohl viele einen boomenden Tablet-Markt sehen, sprechen die Verkaufszahlen eine andere Sprache: Es gibt keinen Tablet-Markt, bloss einen iPad-Markt. Auch ein Jahr nach seinem Erscheinen ist noch keine ernstzunehmende Konkurrenz zu sehen, welche die perfekte Integration von Hardware, Software und Diensten (App Store, iCloud,...) aufweist, welche die grösste Stärke des iPads ist. Antworten
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