«Dieses Modell werden sie nicht zerstören»
Von Jan Knüsel. Aktualisiert am 26.01.2010 2 Kommentare
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Grösser als ein iPhone, kleiner als ein MacBook
Apple stellt am (morgigen) Mittwoch in San Francisco eine neue Schöpfung vor: Das Unternehmen hat zu einer Veranstaltung geladen unter dem Motto: «Come see our latest creation». Seit Monaten überschlagen sich im Netz die Gerüchte, dass es sich dabei um einen Tablet-Computer handeln könnte, mit dem der iPhone-Hersteller zugleich den Einstieg in den E-Book-Markt feiern könnte.
Vor neun Jahren hat Apple den ersten iPod vorgestellt - und mit iTunes die erfolgreichste Download-Plattform für digitale Musik auf den Weg gebracht. Jetzt könnte das Unternehmen ein ähnliches Projekt für den digitalen Buchvertrieb starten. Mehrere Buchverlage sind in Kontakt mit Apple - Details wurden bislang aber nicht bekannt.
Die meisten Erwartungen gehen in die Richtung, dass Apple am Mittwoch ein Gerät vorstellen wird, das nicht nur E-Books darstellt, sondern auch Videos abspielt und einen umfassenden Internet-Zugang bietet. Wahrscheinlich wird es einen Bildschirm haben, der deutlich grösser ist als ein iPhone, aber kleiner als ein MacBook, wie der Laptop von Apple heisst. Am Mittwochabend - ab 19.00 Uhr (MEZ) - wird man mehr wissen. (dpn)
2008 mussten Millionen von Programmierer umdenken, um ihre Applikationen aufs iPhone zu bringen. Das Display fürs Tablet wird nun grösser. Ein iPhone im XXL-Format gewissermassen. Dies bedeutet neue Möglichkeiten für die App-Programmierer.
«Der grössere Bildschirm lässt die Fantasie spielen und gibt den App-Entwicklern eine neue Art von Leinwand», sagt Gene Munster, Analyst bei Piper Jaffray gegenüber der «New York Times». Heute generiert der App-Store jährlich eine Milliarde Dollar an Einkünften. Ein Tablet könnte die Umsätze zusätzlich ansteigen lassen und damit auch die Einkünfte der Entwickler vervielfachen.
«Wir stehen in ständiger Konkurrenz mit dem Fernseher im Wohnzimmer», sagt Bart Decrem, Firmenchef von Tapulous, das Applikationen wie das 25 Millionen Mal heruntergeladene «Tap Tap Revenge» hervorgebracht hat. «Ein Tablet, das dem PC oder einem Fernsehbildschirm näher kommt, könnte uns helfen, mehr Marktanteile zu gewinnen.»
App-Store als Kernstück
Doch wie bläst man eine App, die für den kleinen iPhone-Bildschirm entwickelt wurde, auf das grössere Tablet-Format auf? Decrem würde sich vorerst darauf beschränken die jetzige App-Palette von Tapulous auf das grosse Tablet-Display umprogrammieren lassen. Mit der Entwicklung neuer Apps würde er noch zuwarten. Zu ungewiss seien die Erfolgschancen.
Der App-Store und iPhones Betriebssystem müssten nur schon aus finanziellen Gründen mit dem neuen Gerät kompatibel sein. «Apple (AAPL 559.65 -1.00%) gewöhnt Entwickler erst gerade seit eineinhalb Jahren an das App-Entwickler-Tool. «Ich glaube nicht, dass sie dieses Modell zerstören werden»», sagt Carl Howe von der amerikanischen Konsumentenforschung Yankee Group gegenüber der «New York Times». «Bereits die Richtlinien für die iPhone-Apps erwähnen die Absicht mehrere Gerätegrössen zu entwickeln.» Daher hätten sich auch viele Entwickler schon zuvor überlegt, wie man die Apps auf grössere Bildschirme überträgt.
Alles hängt vom Erfolg des Tablets ab
Für die Entwickler könnte das Tablet bedeuten, dass sie das allgemeine Preisniveau im App-Store anheben könnten. Denn ein grösserer Bildschirm eröffnet den Programmierern mehr Möglichkeiten und erhöht damit auch mittelfristig die Qualität der Apps. Schlussendlich wird aber alles an der Frage hängen bleiben, ob das Tablet von Apple beim Publikum ankommen wird. Bisher ist es noch keinem Hersteller gelungen, eine Massenbegeisterung für ein solches Gerät zu wecken.
Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet am Mittwoch, ab 18.30 Uhr, live über die Apple-Veranstaltung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.01.2010, 11:29 Uhr
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2 Kommentare
Die grösste Leistung der Apple-Markting-Abteilung liegt wohl darin, die gesamte Journalisten-Gilde in Reih und Glied hinter sich versammelt zu haben. Bald 80% der Artikel in dieser Rubrik drehen sich ums i-Phone, das Tablet oder irgendwelche Apps - bei anderen Seiten sieht es genau so aus. Antworten

































































