«Einem feuchten Designertraum entsprungen»
Aktualisiert am 28.01.2010 4 Kommentare
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Preise und Verfügbarkeit
iPad ist weltweit ab Ende März als 16GB-Modell für einen Preis von 499 US-Dollar, als 32GB-Modell für 599 US-Dollar und als 64GB-Modell für 699 US-Dollar erhältlich. Die WLAN- und 3G-Modelle des iPad werden im April in den USA und ausgewählten Ländern als 16GB-Modell für einen Preis von 629 US-Dollar, als 32GB-Modell für 729 US-Dollar und als 64GB-Modell für 829 US-Dollar verfügbar sein. iPad wird in den USA über den Apple Store, die Apple Retail Stores und den Apple Fachhandel vertrieben. Die internationalen Preise und die weltweite Verfügbarkeit werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Der iBookstore wird in den USA zum Launch verfügbar sein.
Gestern wurde in San Francisco das erste Apple-Tablet präsentiert (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live). So reagieren Medien auf Design und Technik des iPad.
«Der Fokus liegt auf Fotos, Videos, Musik»
Heise.de: Der Fokus liegt auf Fotos, Video, Musik, Spielen und E-Books. In der Präsentation führte Jobs als Beispielanwendungen im Webbrowser Safari Kalender, iTunes Store,und Nachrichtenangebote vor – Anwendungen, die speziell ans iPad angepasst sind, also weder die MacOS- noch die iPhone-Versionen. Eingebettete Flash-Videos zeigte das iPad in der Demonstration aber nicht an.
«Steve Jobs kann sich auf seine Fans verlassen»
«Frankfurter Allgemeine Zeitung»: Wie mit geistigem Eigentum umzugehen ist, wird nun gerade auch mit der Enthüllung des iPad, ja, so heisst das neue Wunderding, zum zentralen Thema nicht bloss für Netznutzer werden. Ob Musiker oder Künstler, Schriftsteller oder Tänzer, alle werden uns noch näher kommen, immer und überall, jeder Widerstand ist zwecklos. Der Preis für das Gerät steht fest: ab 499 Dollar. Aber wie sich die ganze Sache drumherum rechnen soll, wird noch einiges Kopfzerbrechen kosten. (...) An sich hätte Steve Jobs es gar nicht nötig, den iPad in die Höhe zu halten und sein Werk als «phänomenal», «erstaunlich» und «unglaublich» anzupreisen, es ein «wirklich magisches und revolutionäres Produkt» zu nennen. Er kann sich auf seine Fans verlassen, die den Verkaufsjob für ihn erledigen und ihn immer wieder mit Beifall unterbrechen. Leicht und schlank, glatt und geschmeidig, von jedem überflüssigen Knopf oder Rädchen befreit, scheint auch der iPad wieder einem feuchten Designertraum entsprungen zu sein.
«Das könnte passen»
Macnews.de: Sichtlich stolz zieht Steve Jobs Bilanz: Er ist überzeugt davon, eine völlig neue Produktkategorie geschaffen zu haben. Ein neues Standbein für das Unternehmen Apple. (AAPL 509.46 1.36%) Unser erster Eindruck: Das könnte passen.
«Die Mängelliste der Enttäuschten ist lang»
«Financial Times Deutschland»: Wenige Minuten nachdem Steve Jobs in San Francisco das Objekt monatelanger Spekulationen enthüllt, beginnt in der Blogosphäre das iPad-Bashing. Die Mängelliste der Enttäuschten ist lang. Sieht aus wie ein grosses iPhone. Keine Kamera, also kein Video-Skypen auf der Couch. Telefonieren höchstens über einen VoIP-Anbieter. Keine austauschbare Batterie, keine austauschbaren Speicher, keine USB-Schnittstellen, zu teuer, zu langweilig. (...) Apple dürfte all das vorläufig kalt lassen. Bevor das iPhone in den Verkauf kam, waren sich die Blogger - und zahlreiche Experten - auch sicher, dass ein Flop vorprogrammiert sei. The rest is history, wie es auf Englisch so schön heisst. Und dennoch: Die Herausforderung ist jetzt, die Millionen Menschen, die bereits mit Apples iPhone und iPod Touch telefonieren, surfen spielen, lesen, navigieren, Musik hören oder Videos schauen, zum Kauf eines weiteren, mindestens 499 $ teuren Touch-Bildschirm-Geräts zu bringen. Oder die, die bereits ein leichtes MacBook besitzen oder die, die bislang noch gar nichts von Apple-Geräten wissen wollen.
«Man muss die Hände mehr bewegen»
«Spiegel online»: Wer schon mal mit einem iPhone oder iPod touch hantiert hat, kommt mit dem iPad sofort klar. Der einzige merkliche Unterschied: Man muss die Hände mehr bewegen, wenn man über den Touchscreen fingert. Er ist ja reichlich grösser als der des iPhones, nämlich 9,7 Zoll (25 Zentimeter). (...) Ob man mit Letzterem (dem Mikrofon, Red.) wird telefonieren können? Wenn, dann nur über Internetdienste (VoIP), denn eine Telefon-Funktion ist an sich nicht vorgesehen. Es empfiehlt sich dann aber ein Headset. Das integrierte Mikro ist eher für Sprachaufzeichnungen gedacht. Eine Kamera ist nicht ins iPad eingebaut. Ob sich das Gerät auch zum Lesen digitaler Bücher (E-Books) eignet, kann erst ein ausführlicher Test zeigen. (rek)
Erstellt: 28.01.2010, 09:28 Uhr
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4 Kommentare
Dass das neue Apple-Gerät vieles nicht bietet, was man eigentlich erwarten würde (z.B. USB-Anschluss, Slots für SD-Karten), ist nicht überraschend. Die meisten Geräte von Apple bieten weniger als entsprechende Geräte der Konkurrenz (z.B. hat das iPhone im Unterschied zu vielen anderen Smartphones keine Tastatur, was seine Nützlichkeit sehr einschränkt), das Entscheidende ist Apples Marken-Hype. Antworten
Eine Standard-USB-Schnittstelle hat das Teil also keinen und offenbar auch keinen Slot für SD-Karten. Wie soll ich dann unterwegs die Ferienfotos von meiner Digitalkamera oder Filme von meiner Videocam auf das iPad bringen und dort anschauen oder auf Facebook laden? Jedes Budget-Netbook für 300 Franken kann mehr. Wie war das nochmals mit der hochgelobten Benutzerfreundlichkeit von Apple? Antworten





Giovanni Baptista
Der Realitätstest kommt dann, wenn mir das Teil vom Sofa auf den Granitboden rutscht oder mein 4 Jähriger sich versehentlich drauf setzt, oder wenn Ende Jahr die Batterien den Geist aufgeben und ich mir ein neues Gerät für 499 USD kaufen muss... Apple Produkte zu benützten, das verlangt von mir noch mehr Selbstkasteiung als mein katholischer Glauben... Antworten