«Er hat das Weltbild einer ganzen Generation geprägt»
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Die Nachricht vom Tod des Apple-Masterminds hat weltweit Bestürzung und Beileidsbekundungen ausgelöst. (Video: Reuters )
Apple-Chef Steve Jobs ist im Alter von 56 Jahren gestorben.
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«Apple», schreibt das Unternehmen auf seiner Website zum Tode von Steve Jobs, «hat ein visionäres und kreatives Genie verloren, die Welt einen fantastischen Menschen. Diejenigen unter uns, die das Glück hatten, Steve kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten, haben einen Freund und inspirierenden Mentor verloren. Steve hinterlässt eine Firma, die nur er aufbauen konnte, seine Seele wird immer Apples (AAPL 562.05 -0.58%) Grundlage bleiben.» An die Adresse Rememberingsteve@apple.com können Apple-Fans Kondolenz-Mails schreiben.
Sein bereits im August als Firmenchef eingesetzter Nachfolger Tim Cook schreibt in einem Mail an die Belegschaft: «Ich habe sehr traurige Nachrichten für uns alle. Steve ist heute gestorben.» Die Trauer könne man nicht mit Worten ausdrücken. Apple werde sein Andenken ehren, indem man die Arbeit fortsetze, die er so geliebt habe.
Das grosse Lob von Rupert Murdoch
Auch in den Medien ist die Trauer gross: «Wir werden ihn vermissen», schreibt etwa «Engadget». Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert den Medienmogul Rupert Murdoch mit den Worten: «Heute haben wir einen der einflussreichsten Denker, Schaffer und Unternehmer aller Zeiten verloren. Steve Jobs war sicher der beste CEO seiner Zeit.»
Auch Microsoft-Gründer Bill Gates äussert sich mitfühlend: «Für diejenigen, die das Glück gehabt haben, mit ihm gearbeitet zu haben, war es eine wahnsinnige Ehre (...) Die Welt hat kaum jemanden gesehen mit einer solchen Wirkung wie Steve Jobs.»
«Auf dem Apple-Campus sind die Fahnen auf Halbmast», schreibt die «Washington Post». Für «Spiegel online» hat Jobs «das Weltbild einer ganzen Generation geprägt». Er sei immer «mehr als nur ein Chef» gewesen: «Er war Erfinder, Wegweiser, der Papst einer ganzen Generation». Ähnlich analysiert«Focus»: «Jobs gilt als einer der grössten Visionäre des Computerzeitalters, der massgeblich dazu beigetragen hat, dass heute in fast jedem Haushalt ein Computer steht. Auch der Musikspieler iPod, das Mobiltelefon iPhone und der Kleincomputer iPad gelten als seine Schöpfungen.»
«Wie Ford, Disney und Edison»
Der «San Francisco Chronicle» beschreibt den verstorbenen Apple-Mitgründer als «Kind des Silicon Valley». Er habe den Takt vorgegeben und mit seinem Tempo sowohl von sich als auch von seinen Mitarbeitern immer sehr viel verlangt. Das habe oftmals dazu geführt, dass er Produkte eliminiert habe, die nicht seinem Gusto entsprachen. «Die Konsumenten aber haben von diesem Perfektionismus profitiert.» Für den «San Francisco Chronicle» ist klar: «Jobs gehört zur Riege von Disney, Ford und Edison.» Auch die«Computerworld» schreibt, dass Jobs mit seinem Kontrollwahn und Perfektionismus viele Mitarbeiter verzweifeln liess. «Jobs war ein Computervisionär, aber auch ein Eigenbrötler.»
Warum hatte Steve Jobs mit seinen Produkten so grossen Erfolg? Die «Washington Post» schreibt, dass Apple unter seiner Führung «schön designte Computer gefertigt habe für Leute, die eher Interesse an den Möglichkeiten der Technik als an ihrer Fertigung» gehabt hätten. Steve Jobs sei «der Herr der geschmeidigen Gadgets» gewesen, berichtet auch die «International Business Times».
«Wird der Zauber weiterbestehen?»
Das «Wall Street Journal» wiederum richtet den Blick in die Zukunft: Jetzt stehe Nachfolger Tim Cook noch mehr im Fokus. «Apple muss der Konkurrenz nun ohne seinen Guru begegnen. Wird der Zauber weiterbestehen?» (rek)
Erstellt: 06.10.2011, 07:12 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.






