Digital
Reto Knobel
Ressortleiter Digital
Flach, stylish, schnell – und zu teuer
Aktualisiert am 01.12.2011 25 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Computerkampf mit ultraharten Bandagen
- Test: Samsung-Tablet besser als das iPad
- Der PC wird zum Ladenhüter
- So gut ist Amazons Tablet
Quellen
Bildstrecke
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der Umsatz mit Personal-Computern sinkt sowohl in der Schweiz als auch in Europa zweistellig (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete). Ultrabooks gelten als Hoffnungsträger für die gebeutelte PC-Branche. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft haben diverse Hersteller solche Notebook-Geräte auf den Markt gebracht, die laut Vorgaben des Chipherstellers Intel (INTC 24.04 0.42%) bei einer Bildschirmdiagonalen bis 13 Zoll nicht dicker als 1,8 Zentimeter und höchstens 1400 Gramm schwer sein dürfen.
«Sozusagen das Windows-Pendant zum MacBook Air»
Als Vorbild für die erstmals im Frühling vorgestellte Mobilcomputer-Kategorie gilt das vor vier Jahren gezeigte MacBook Air von Apple (AAPL 433.26 -0.30%) (siehe Bildstrecke): «Design, Mobilität und Leistung vereint in einem Gerät – Ultrabooks sind sozusagen das Windows-Pendant zum MacBook Air», sagt etwa Andrea Bergmann von Interdiscount.
Für Media-Markt-Sprecherin Séverine de Rougemont sind Ultrabooks «eine sinnvolle Erweiterung unseres Notebook-Sortimentes: Insbesondere das coole Design gepaart mit hoher Leistung erfüllt genau die Wünsche unserer Kunden». Für den Erfolg von Ultrabooks spricht laut Bergmann von Konkurrent Interdiscount, dass sie mit «sehr stark mobil geprägten Eigenschaften am Puls der Zeit liegen und zu den Bedürfnissen der immer mobiler werdenden Generation passen».
Eher ein Nischen-Produkt
Zurückhaltender äussert sich das Migros-Unternehmen M-Electronics: «Zurzeit sind die Geräte eher Nischen-Produkte und machen einen sehr kleinen Teil des Gesamtvolumens aus», so Sprecherin Monika Weibel. Trotzdem schliesst auch sie einen Durchbruch nicht aus: «Die Mobilität, Schnelligkeit und letztlich die sinkenden Beschaffungskosten werden die Produkte für den Kunden attraktiver machen.»
Tatsächlich weisen die Geräte einen zentralen Nachteil auf: Sie sind für viele Konsumenten noch zu teuer:
- Bei M-Electronics bewegen sich die Preise für entsprechende Geräte von Samsung (SMSD 327.85 2.12%) und Asus mit einer 13-Zoll-Diagonalen (das entspricht 33-Zentimetern) je nach Konfiguration zwischen 1400 und 1800 Franken.
- Online-Händler Digitec verlangt zwischen 1000 und 1700 Franken.
- Bei Media-Markt kosten die Ultrabooks der Marken Acer, Asus und Toshiba (TOSH 3.903 -0.28%) zwischen 900 und 1800 Franken.
- Bei Interdiscount, das derzeit Ultrabooks der Marken Asus und Acer vertreibt, muss der Käufer zwischen 850 und 1400 Franken hinblättern.
Zurückhaltende Marktforscher
Ultrabooks, spekulierte Tagesanzeiger.ch/Newsnet darum bereits im Sommer, dürften es darum schwer haben, einen neuen Massenmarkt zu erschliessen – zumal nicht mal die iPad-Zweitgeneration inklusive physischer Tastatur einen vierstelligen Betrag kostet und für das billigste MacBook Air knapp über 1000 Franken bezahlt werden muss.
Mittlerweile geben sich darum Marktforscher zurückhaltender in ihren Prognosen als auch schon: Laut einer Studie von IHS iSupply könnte der Ultrabook-Anteil im gesamten Notebook-Segment zwar auf 40 Prozent steigen – allerdings erst im Jahr 2015.
Preissenkung angekündigt
Intel ist sich dieses Problems offenbar bewusst: Laut einem Bericht des IT-Magazins «Digitimes» streben verschiedene Hersteller eine Preissenkung an: Bis Ende Jahr sollen die Preise dank einer Preissubvention von Intel bis unter 1000 Dollar sinken, in den ersten Monaten des kommenden Jahres werde eine weitere Preisreduktion von 5 bis 10 Prozent angestrebt. Längerfristig strebt Intel-Chef Paul Otellini gemäss Informationen von Xbit Labs eine Preisspanne von 700 bis 800 Dollar an.
Nicht nur an der Preisfront darf man Änderungen erwarten: Um Nutzer, welche sich an berührungsempfindliche Bildschirme gewöhnt haben, zum Umstieg vom Tablet auf das Ultrabook zu bewegen, will Otellini laut Xbit Labs 2012 Touchscreen-Ultrabooks lancieren. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.12.2011, 12:27 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
25 Kommentare
Das 'und zu teuer' finde ich mal wieder Interessant. Vergleicht man die Preise für die mit identischer HW ausgestatteten Produkte ASUS UX31E-RY010X und Apple MacBook Air 13" 256GB, beide mit i7 core, fällt auf, dass das Produkt von ASUS über 200.- billiger ist und trotzdem USB3, Giga-LAN und 24M Garantie hat. Ich erinnere mich nicht vom Airbook jemals hier das Wort 'zu teuer' gelesen zu haben. Antworten



Bitte warten

















