Geheimsache Mac: So sahen die Apple-Chefs die Computerwelt

Ein kalifornisches Computermuseum hat zwei frühe Dokumente von Apple veröffentlicht. Sie zeigen, wie das Unternehmen 1981 den Markt einschätzte.

1/28 Internes Dokument: Deckblatt des Businessplans vor 28 Jahren.

Das kalifornische Computer History Museum hat im Web zwei Dokumente aus der Frühzeit von Apple veröffentlicht. Sie zeigen, vor welchen Herausforderungen das IT-Unternehmen stand, als Computer noch kein Massenprodukt waren. Das erste Dokument stammt aus der Zeit, als das Unternehmen an die Börse ging und zeigt, wie man sich die Zukunft mit dem damaligen Flaggschiff Apple II vorstellte.

Apple schätzte zum Beispiel 1980 die Hersteller Atari und Texas Instruments als Hauptkonkurrenten ein, während Commodore und Tandy nicht gross beachtet wurde. Gerade Commodore setzte dann aber mit dem C64 zum Siegeszug im Heimcomputer-Markt an.

Im zweiten Papier ist feinsäuberlich der Businessplan für den ersten Macintosh aufgelistet. Apple rechnete für den Computer mit höheren Verkaufszahlen und plante einen früheren Verkaufsstart.

Mike Markkula, früher Apple-Investor und Dan Dottke, einer der ersten Angestellten, stellten die Zeit-Dokumente dem Museum zur Verfügung. (ah)

Erstellt: 04.06.2009, 08:50 Uhr

3 KOMMENTARE

Johannes Traube

06.06.2009, 10:11 Uhr

@Rapazzo: MAC Pogramme waren selten kopiergeschützt. Die konnte man einfach über Diskette oder HD rüberkopieren, ohne irgendeine Installationsdiskette. Sogar Microsoft Programme (Word, Excel etc.) konnte man ganz simpel auf die HD ziehen und sofort mit ihnen arbeiten, drucken etc.. Das habe ich bei DOSen und Windows nie erlebt. Bis all die blöden Treiber mal funktionierten, vergingen Tage/Wochen.


Pierre Rappazzo

04.06.2009, 14:21 Uhr

@ J. Wigger: MS-DOS war das erste Freeware Konzept der modernen Computergeschichte, nicht freiwilig aber erfolgreich. Denn alle Programme unter MS-DOS konnten einfach kopiert und weitergeben werden, im Gegensatz zu MAC Programmen, die musste man kaufen, weil gut geschützt. der Student von damals war angefixt.


Joannes Wigger

04.06.2009, 12:07 Uhr

Ich habe seinerzeit auf einem Apple II programmieren gelernt. Gleich von Anfang an stand eine 'höhere Programmiersprache' (Pascal) zur Verfügung sowie ein bestechend einfaches Graphik- API. 3 Jahre später kam IBM mit seinem PC, DOS und Basic (=unbrauchbar). Ein gewaltiger technologischer Rückschritt! Und doch machte der PC das Rennen. Markterfolg bedeutet eben nicht zwingend Qualität!



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