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In sieben Schritten den PC beherrschen

Der neue Computer ist da und macht erst einmal viel Arbeit: Denn er muss eingerichtet, konfiguriert und optimiert werden. Unsere Anleitung führt durch die Inbetriebnahme.

In einem Rutsch die wichtigsten Programme: Ninite macht's möglich.

In einem Rutsch die wichtigsten Programme: Ninite macht's möglich.
Bild: Screen: TA

Schneller, besser und mit viel mehr Leistungsreserven – das verspricht die neue Computerhardware. Doch bevor man als stolzer Besitzer von seiner Neuanschaffung profitiert, muss diese eingerichtet sein. So wie ein Computer aus der Kartonschachtel kommt, ist er nahezu unbrauchbar. In sieben Schritten wird das Gerät zum optimalen Arbeitspferd und zur Spassmaschine:

1) Lesen Sie den Start-Guide. Er enthält zweckdienliche Informationen zum Aufbau und zur Basis-Installation des Betriebssystems. Bei Notebooks gibt er häufig Hinweise zur Behandlung des Akku, mit denen Sie die Lebensdauer der Batterie beträchtlich verlängern. Und häufig finden sich auch, gut versteckt, Seriennummern für die mitgelieferten Programme.

2) Löschen Sie unnütze Programme. Neue Windows-PCs werden von den Herstellern mit zusätzlichen Programmen versehen. Diese benötigen Sie nicht alle. Nehmen Sie sich die Zeit, um Überflüssiges zu deinstallieren. Das tun Sie über die Systemsteuerung. Bei Windows 7 klicken Sie im Abschnitt «Programme» auf «Programme deinstallieren». Sehen Sie die Liste durch und entfernen Sie durch einen Klick auf «Deinstallieren» jedes einzelne Programm, von dem Sie wissen, dass Sie es nicht benötigen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wozu ein Programm gut ist, klären Sie das mithilfe einer Google-Suche ab.

Vorinstallierte Software löschen

Besonders wichtig ist das bei den häufig vorinstallierten Antivirus- und Sicherheitsprogrammen. Diese können kostenlos nur wenige Wochen genutzt werden und sind vor allem dazu da, Ihnen die Bezahl-Version schmackhaft zu machen. Vor der Installation Ihres angestammten Antivirenprogramms müssen Sie diese Gratis-Dreingabe unbedingt wie beschrieben deinstallieren, um Konflikte zu vermeiden.

Beim Aufräumen der vorinstallierten Programme hilft Ihnen The PC Decrapifier. Dieses Progrämmchen kennt viele vorinstallierte Softwareprodukte und startet die Deinstallation: www.pcdecrapifier.com.

Erfahrene Windows-Anwender gehen sogar so weit und installieren das Betriebssystem neu. Sie können auch die Festplattenpartitionierung wunschgemäss einrichten und ohne Ballast loslegen. Das ist eine gute Idee, aber sie setzt ein vollwertiges Installationsmedium fürs Betriebssystem voraus, das nicht von allen Herstellern abgegeben wird.

3) Nehmen Sie die essenzielle Konfiguration vor. Dazu gehören der Internetzugang und allenfalls WLAN. Dieser Schritt fällt Ihnen sehr viel leichter, wenn Sie die nötigen Informationen und allfällige Installationsmedien griffbereit haben. Es lohnt sich, diese Dinge vor der Installation zu notieren.

Praktisch ist das Programm KeePass (siehe TA vom 29. 3. 2010), in dem Sie nicht nur Passwörter, sondern auch Software-Produktschlüssel sicher verwahren. Für Installationszwecke bringen Sie es auch auf einem USB-Stick unter. In den Notizfeldern können Sie Installationshinweise hinterlegen – jene Dinge, die man in der Hitze des Gefechts leicht vergisst.

Sie können an dieser Stelle auch Windows Easy Transfer ins Spiel bringen: Dieses Programm überträgt Daten und Dokumente, Benutzerkonten, E-Mail und Favoriten aus Microsoft-Programmen und vereinfacht sowohl die Konfiguration als auch die Datenübernahme ganz erheblich. Eine Anleitung finden Sie unter http://windows.microsoft. com/de-DE, wenn Sie nach «Übertragen von Dateien und Einstellungen: Häufig gestellte Fragen» suchen.

4) Kümmern Sie sich um die Peripherie. Schliessen Sie alle Geräte, also Dinge wie den Drucker, Scanner oder Joystick, an. Viele Geräte werden von Windows automatisch erkannt und installiert. Falls das nicht der Fall ist, suchen Sie auf der Homepage des Herstellers nach den aktuellen Gerätetreibern. Installations-CDs verwenden Sie nur, wenn Sie online nicht fündig werden, denn diese enthalten oft die veraltete Treiberversionen. Führen Sie jetzt auch unbedingt das Windows-Update aus, falls der Computer das nicht schon von sich aus getan hat.

5) Installieren Sie die wichtigen Programme. Bei kostenpflichtiger Software müssen Sie Datenträger und Seriennummern bereithalten. Beim Umstieg auf eine neue Betriebssystemversion kommt es vor, dass das eine oder andere Programm nicht mehr läuft. Steigen Sie dann auf die neueste Version um. Allenfalls finden Sie auf der Homepage des Herstellers auch ein Update, das Kompatibilitätsprobleme behebt.

Und zuletzt ein schönes Bild

Freie Programme laden Sie in den aktuellen Versionen aus dem Internet. Für diese Arbeit ist http://ninite.com eine echte Zeiteinsparung. Aus einer Liste wählen Sie Ihre Lieblingsprogramme. Sie erhalten nach kurzer Zeit ein Installationsprogramm, das die ausgewählten Programme in einem Rutsch einrichtet.

6) Dokumente transferieren. Falls Sie das nicht schon bei Punkt drei per Easy Transfer erledigt haben, übernehmen Sie Ihre Daten und Dokumente vom alten Computer. Das können Sie auf mehreren Wegen tun, aber am einfachsten geht es mit einer externen USB-Festplatte. Schliessen Sie die Festplatte an den alten Computer an, kopieren Sie die Daten auf das Speichergerät, hängen Sie es an den neuen Computer und kopieren es in Ihren Dokumentenordner.

Mit E-Mail, Favoriten und anderen Datendateien von Anwendungsprogrammen verfahren Sie im Prinzip genauso. Wichtig ist bei diesen Daten, dass Sie die Dateien auf dem neuen Rechner an die gleiche Stelle im Dateisystem kopieren, an dem er auf dem alten Rechner vorhanden war. Der Hintergedanke: Programme wie Firefox oder Thunderbird suchen in einem bestimmten Ordner nach Benutzerdaten. Wenn Sie entsprechend den Inhalt des Profilordners von Firefox und Thunderbird transferieren, haben Sie ohne weiteren Aufwand Ihre Mails und Lesezeichen und die gesamte Konfiguration auf dem neuen PC. Über die Mailadresse kummerbox@tagesanzeiger.ch erhalten Sie dazu auf Anfrage detailliertere Informationen.

7) Für Gemütlichkeit sorgen. Richten Sie dafür ein schönes Hintergrundbild ein, wählen Sie Ihren Lieblings-Bildschirmschoner und geniessen Sie den neuen Rechner! (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 07.06.2010, 12:27 Uhr

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14 Kommentare

Ursula Badertscher

08.06.2010, 12:31 Uhr
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@MArcel Zürich: Natürlich funktioniert es auch mit USB (jedenfalls bei Intel Macs). Aber wieso freiwillig eine langsamere Verbindung wählen? USB 2.0. mag auf dem Papier zwar schneller sein als FW400. In der Praxis erfolgt der Transfer von grossen Datenmengen mit FW400 trotzdem zügiger. Geschweige denn mit FW800. Umständlich mit USB Sticks hantieren kann nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei sein. Antworten


Peter Müller

08.06.2010, 09:04 Uhr
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Heutzutags lagern alle Daten zentral auf einem Home Media Server, da kann man sich Schritt 6 sparen. Der Rest ist inkl. Office- und Firefox-Installation in wenigen Minuten erledigt. Während ich schon längstens wieder arbeite, sind beim Film von Herrn Wyss gerade mal die Opening Credits durch. Antworten


Richard Marti

08.06.2010, 07:32 Uhr
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@Neuffer: Danke! ich frage mich warum es immer noch Leute gibt, die Ihre Plattform so anpreisen müssen. Apple ist ja im CH Consumer-Business die Nummer 2; will heissen - mittlerweile hat ja fast jeder einen Mac. Ganz herzig ist Fr Badertscher Kommentar! Mac ist so viel besser, ABER... süss! Antworten


Eduard van Langshe

07.06.2010, 21:25 Uhr
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Ich muss schmunzeln- Mac oder PC oder Linux- egal für jeden gibt es das was er möchte. Die obenstehenden Tipps sind auf alle Fälle gut. Und entschlaken den PC. Antworten


Fred Müller

07.06.2010, 21:13 Uhr
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"Die alte Kiste mit einem Firewirekabel verbinden und den Migrations-Assistenten seinen Job erledigen lassen. Lange Kaffeepause, Neustart und los geht's." Und Steve Jobs freut sich über all die kostenlosen Daten, die da gäbig verkauft werden können, die User über all die unnützen Dinge, die sich über die Jahre auf einer Festplatte ansammeln. Da lob ich mir mein Linux. Antworten


Tobias Anderegg

07.06.2010, 19:39 Uhr
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8) Kaufen sie sich einen Mac. Dann können sie sich die Punkte 1-7 sparen. Plug and Play! Antworten


Steve Wozniak

07.06.2010, 18:55 Uhr
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Man kann natürlich auch das Positive sehen: Windows schafft Arbeitsplätze. Antworten


MArcel Zürich

07.06.2010, 17:33 Uhr
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@Ursula Badertscher,,,Firewire? Und Sie reden von veralteter Technologie?@Hans Meier, soso, ihr Eiphone geht nicht mit dem Bios? Meins schon...Grafiktreiber nicht erhältlich? Ist das Windows schuld daran? @Bertsche Koli, kein Bashing, aber die Itsibitsiapplejünger sind nur peinlich, Gruss von einem alten MacBenutzer der das Ganze auch mit einem PC schafft. @Igo Neuffer, genau darum gehts.... Antworten


Pascal Fröhlich

07.06.2010, 16:20 Uhr
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Tja, das ist der kleine aber entscheidende Unterschied. PC-User benötigen ihren Gripp und viel Engagement und Enthusiasmus. Man lernt stets immer wieder dazu, das Gehirn wird ständig beschäftigt und entwickelt sich weiter... DAS nenne ich Innovation und Zeitgeist. "Einstecken - Kaffepause - Weitermachen". Muss dieses Leben langweilig sein... Antworten


Ursula Badertscher

07.06.2010, 13:38 Uhr
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Mir wird schlecht wenn ich das nur lese... Aus welchem Jahrhundert stammt solche Technologie? Hier die Anleitung für den Mac: Die alte Kiste mit einem Firewirekabel verbinden und den Migrations-Assistenten seinen Job erledigen lassen. Lange Kaffeepause, Neustart und los geht's. Beim Wechsel von PowerMac zur Intel-Systemen empfiehlt es sich allerdings die Applikationen komplett neu zu installieren. Antworten


Peter Wyss

07.06.2010, 13:35 Uhr
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Heute kann ich darüber lachen, da ich vor Jahren auf Mac umgestiegen bin... Bei Apple geht das so: neuen Mac kaufen, neuen mit dem alten Mac verbinden, enter drücken, einen Film im TV anschauen, Fertig. Alle Dokumente, Fotos, Programme etc sind nun beim neuen Mac am gleichen Ort wie beim alten. Anmelden wie gewohnt und weiter arbeiten.. Dafür dürfen die Microsoft Fans uns Macianer gerne hassen. Antworten


Hans Meier

07.06.2010, 13:14 Uhr
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Ja leider habe ich mir dieses Jahr noch eine PC-Kiste mit Win 7 gekauft. Naja schlechtere Auflösung als bei der alten Kiste, da der Grafiktreiber noch nicht erhältlich war, IPhone verträgt sich nicht mir der BIOS-Version etc. War wohl der letzte PC den ich mir gekauft habe. Antworten


Igor Neuffer

07.06.2010, 13:10 Uhr
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Mir ist es völlig egal, ob ich nun im Geschäft auf Mac oder zu Hause auf PC arbeite. Es kommt immer noch auf den Schmalz im Oberstübchen an. Mit beiden kann man grundsätzlich dasselbe machen. Nur, ich würde mich bestimmt bezahlen lassen, wenn ich in allen Foren dauernd eine Plattform anpreise und empfehle. Soll doch jeder kaufen was er will, ohne von Evangelisten bedrängt zu werden. Antworten


Bertsche Koli

07.06.2010, 12:46 Uhr
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Tip 0 (unbedingt vor Kauf des PC zu erledigen): Kaufen Sie sich einen Mac. Der macht das alles fast von allein, ;-). Nun freu' ich mich schon auf das folgende Macbashing. Antworten



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