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Mit einigen Netbooks kann man sogar tippen

Von Christian Bütikofer. Aktualisiert am 08.12.2008

Die billigen Kleinstlaptops sind in Mode. In der Praxis weisen sie aber Nachteile auf – das perfekte Netbook lässt noch auf sich warten.

Acers Aspire One läuft mit Linux und überzeugt durch die beste Benutzeroberfläche.

Acers Aspire One läuft mit Linux und überzeugt durch die beste Benutzeroberfläche.

Fujitsu-Siemens' Amilo Mini ist das leichteste Gerät im Test, dafür sind die Tasten zu klein.

Fujitsu-Siemens' Amilo Mini ist das leichteste Gerät im Test, dafür sind die Tasten zu klein.

MSIs Wind setzt auf Windows XP und besitzt eine grosszügig bemessene Tastatur.

MSIs Wind setzt auf Windows XP und besitzt eine grosszügig bemessene Tastatur.

Mit dem HP 2133 tippt es sich am bequemsten, aber die Laufzeit ist ungenügend.

Mit dem HP 2133 tippt es sich am bequemsten, aber die Laufzeit ist ungenügend.

Eigentlich waren die Netbooks wegen ihrer geringeren Leistung bloss als Zweitgeräte oder als «Notebooks für den armen Mann» gedacht. So stellte es sich der weltweit führende Chiphersteller Intel vor, als die Firma Anfang 2007 das «Ultra Mobile PC»-Konzept vorstellte, aus dem die aktuellen Netbooks entstanden.

Mittlerweile sind vor allem die Netbooks dafür verantwortlich, dass der europäische PC-Markt auch dieses Jahr deutlich wächst. Hersteller wie Asus oder Acer, die früh auf die Kleinstnotebooks setzten, verzeichnen eine explodierende Nachfrage nach diesen Modellen.

Wir haben uns vier aktuelle in der Schweiz erhältliche Netbooks angeschaut. Alle taugen für den mobilen Einsatz. Doch im Vergleich mit Notebooks muss man vor allem zwei Nachteile in Kauf nehmen: Meist verfügen sie über eine viel kleinere Tastatur als ihre grossen Verwandten, und die Akku-Laufzeit ist wesentlich kürzer. Die Ausstattung ist bei allen Netbooks sehr ähnlich: Alle verfügen über USB 2.0-Anschlüsse, eine Webcam, einen 8- oder 10-Zoll-Bildschirm, W-LAN/LAN-Anschlüsse, Bluetooth (mit Ausnahme von HP), einen VGA-Ausgang und basieren auf Intels stromsparender «Atom»-Technologie - lediglich Hewlett Packard setzt auf die taiwanesische Intel-Konkurrenz VIA. Der Arbeitsspeicher (RAM) schwankt bei allen Geräten zwischen 1 oder 2 Gigabyte. Für Arbeiten wie Surfen oder Texte verfassen ist der RAM-Unterschied vernachlässigbar.

Acer Aspire One

Das Acer Aspire One hat mit Abstand die beste Benutzeroberfläche und läuft statt mit Windows mit einem Linux-Betriebssystem. Die Festplatte hat nur eine Grösse von 8 Gigabyte, da die Harddisk jedoch auf Flash-Speicher basiert (eine sogenannte Solid State-Disk, SSD), ist die Festplatte enorm schnell. Die teureren Modelle verfügen über grössere, konventionelle Speicher (bis 160 Gigabyte). Die Tastatur ist sorgfältig verarbeitet, aber zu klein geraten. Preis: zwischen 400 (mit einer 8 GB Flash-Harddisk) und 600 Franken

HP 2133 Mini Note

Hewlett Packards Netbook hat die grösste Tastatur und das am solidesten verarbeitete Gehäuse. Wer um Netbooks wegen der Minitastaturen einen grossen Bogen machte, der sollte diesem Gerät nochmals eine Chance geben. Einziger Nachteil: Der Akku ist bereits nach knapp eineinhalb Stunden leer - die anderen Modelle schaffen mindestens zwei Stunden. Als Betriebssysteme kommen Windows Vista oder Suse Linux zum Einsatz. Als einziges Gerät im Test fehlt Bluetooth. Preis: zwischen 460 (Linux) und 680 Franken (Windows).

MSI Wind U100

Das Netbook von Micro Star International ist das Modell mit der zweitgrössten Tastatur. MSI setzt ausschliesslich auf Windows XP, und das Design erinnert durchs Band an den Netbook-Pionier Eee-PC von Asus. Die konventionelle Festplatte fasst 160 Gigabyte. Preis: ab 550 Franken.

Fujitsu-Siemens Amilo Mini

Fujitsu-Siemens steigt mit dem Amilo Mini Ui 3520 in den Netbook-Markt ein. Es ist das leichteste aller Geräte, besitzt aber auch mit Abstand die kleinste Tastatur - auch für Leute ohne Wurstfinger sind die Tasten zu klein. Auch hier kommt Windows XP zum Einsatz, mit einer normalen 60 Gigabyte-Harddisk - der kleinsten im Test. Preis: ab 580 Franken.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.12.2008, 10:17 Uhr

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