Digital
Schutz gegen die «Datensauger»
Von Mirko Plüss. Aktualisiert am 02.03.2012
Im Fokus der Malware-Industrie: Prototyp eines Android-Tablets. (Bild: AFP )
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Smartphones stehen immer häufiger im Visier von Schadprogrammen. Vor allem Handys, die mit dem Betriebssystem Android von Google (GOOG 699.94 -1.12%) laufen, seien anfällig für Malware, teilte die Sicherheitsfirma Trend Micro am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona mit. Während Apple nach wie vor jede einzelne Handyapplikation prüft, die im App Store über den virtuellen Ladentisch geht, ist Googles Android Market ein recht offener Marktplatz. Jeder kann seine Apps zum Download anbieten. Überprüft werden sie, wenn überhaupt, erst später.
Bei den Android-Schadprogrammen handelt es sich in den meisten Fällen um Trojaner, also Apps, die gegen aussen täuschend echt wirken, aber einen gefährlichen Zusatzcode beinhalten. Als «Datensauger» kopieren sie Adressbücher von den angegriffenen Handys oder versenden kostenpflichtige SMS.
Neue Software für mehr Sicherheit
Nun erscheinen die ersten professionellen Softwarelösungen, die sich dem Problem annehmen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in einer Bildstrecke die Norton Mobile Security-Software des IT-Unternehmens Symantec. Diese stellt dem Mobile- und Tablet-User ein Softwarepaket mit mehreren Funktionen zur Verfügung.
Neben einem Diebstahlschutz und einer Notfallfernsteuerung fürs Handy bietet Norton auch einen App-Scanner an, welcher alle heruntergeladenen Apps auf ihre potenzielle Gefahr hin analysiert. Das System hierfür wird von Norton täglich aktualisiert. Eine App, die neu im Android Market erscheint, soll spätestens nach wenigen Stunden den Prüfprozess passiert haben.
Offenheit als Trumpf
Auch Google lancierte erst vor wenigen Wochen einen Malware-Scanner. Bouncer («Türsteher») soll die Apps im Android Market auf Schadsoftware testen, wie der Google-Mobile-Blog schreibt. Dieser Prozess soll sich im Hintergrund abspielen und für den Kunden unsichtbar bleiben.
Die Strategie von Google scheint also klar: Die Sicherheit wird zwar erhöht, jedoch soll der grösste Trumpf des Android Markets darunter nicht leiden: die Offenheit gegenüber allen Nutzern und Entwicklern. Ob diese auch in Zukunft unangetastet bleibt, scheint angesichts des stetig wachsenden Geschäftsfeldes der Mobile-Apps fraglich. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.03.2012, 09:47 Uhr
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