Windows 8 – genial oder gefährlich?
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Schweres Erbe: Windows 7 ist das meistverkaufte PC-Betriebssystem der Geschichte – der Nachfolger wird es schwer haben.
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Das Staunen war gross, als Microsoft-Chef Steve Ballmer Ende Oktober während eines Symposiums auf die Frage, welches denn das riskanteste Produkt der nächsten Jahre sei, antwortete: «Die nächste Version von Windows.»
In den letzten Tagen wurde nun klar, warum sich der oberste Microsoft-Verantwortliche zu so einer Aussage hinreissen liess: Windows 8, das lassen zwei im Internet aufgetauchten Windows-Präsentationen vermuten, soll das erste total virtualisierte Betriebssystem werden.
Nie mehr das System aktualisieren
Bislang war nur bekannt, dass der Redmonder Konzern mit Windows 8 die so genannten Cloud-Anstrengungen verstärken wird. Beim Cloud-Computing werden Programme und Daten nicht auf der Festplatte, sondern in der Wolke (auf Servern) gespeichert. Nutzer müssen sich keine teure Hardware anschaffen, sich nicht um Aktualisierungen sorgen und auch keine Software mehr kaufen.
Die im Web aufgetauchten Folien lassen nun vermuten, dass bei Windows Next (so der Projektname auf den Folien) sämtliche Programme und Dateien online und zentral auf einem Server verankert werden. Anders formuliert: Nutzerdaten, Einstellungen und sogar das Betriebssystem selbst wären nicht mehr von der Hardware abhängig – ein Nutzer, der Windows 8 gekauft und sich dafür registiert hat, kann das Betriebssystem auf einem Notebook oder zu Hause auf dem Desktop PC oder sogar auf dem Smartphone laufen lassen.
Schon 2012 in Betrieb?
Bis in zwei Jahren könnte es so weit sein, spekuliert die «Computerwoche». Als nächste grosse Neuerung folgt laut Informationen von«Spiegel Online» ein grösseres Update für Windows 7 (Service Pack).
Der Konzern selber hat die Virtualisierungspläne noch nicht konkretisiert. Aber gegenüber dem deutschen Computerportal Pcshow.de hat Microsoft (MSFT 29.115 0.15%) bestätigt, dass das «Unternehmen in der Art, wie er jetzt aufgestellt ist, in Zukunft nicht mehr existieren wird». Microsoft wolle sich vielmehr vollkommen auf die Cloud konzentrieren und das bisherige Geschäftsmodell grundlegend überdenken.
Die Bedenken sind gross
Ob aber auch die Nutzer ihre Gewohnheiten überdenken? Zweifel sind angebracht, ist doch ein Hauptmerkmal des virtuellen Desktops der, dass die Daten sich ausserhalb der Kontrolle des Nutzers befinden und sich dieser voll und ganz auf den Dienstleister (in diesem Falle Microsoft) verlassen muss. Schliesslich: Ohne Online-Anbindung kann das System, lokal installierte Programme ausgenommen, gar nicht genutzt werden. Microsoft wird es sich also gut überlegen müssen, inwieweit und ob überhaupt sie diese Strategie auch dem Heimanwender zumuten wollen. Oder ob sie diese Idee nur für Firmenkunden realisieren. (rek)
Erstellt: 29.11.2010, 15:50 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




