Via 3G bleibt die Leitung beim iPad tot
Von Roger Zedi. Aktualisiert am 17.05.2010 22 Kommentare
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In rund zwei Wochen wird das iPad 3G in der Schweiz erhältlich sein. Wer es auch als Telefon nützen möchte, hat eventuell bereits ein Auge auf die Skype-App geworfen. Da man mittels 3G (UMTS) überall eine Internetverbindung hat, könnte man theoretisch Skype-Anrufe tätigen – und so hoffen, Gesprächsgebühren zu sparen.
Mobilfunkanbieter sind offen
Doch daraus wird nichts. Wie bereits auf dem iPhone werden auch auf dem iPad Skype-Anrufe ausschliesslich mittels einer WLAN-Verbindung möglich sein. Die Sperrung von Skype via 3G liegt allerdings nicht an den Schweizer Telekommunikationsunternehmen: Die Swisscom bestätigte auf Anfrage, dass ihr UMTS-Netz generell für VoIP offen sei, dies funktioniere beispielsweise bereits mit einem Laptop, das UMTS nutze. Auch das 3G-Netz von Sunrise ist offen für VoIP, und bei Orange wird nichts blockiert, man gibt allerdings zu bedenken, dass «bei Skype-Anrufen die Sprachqualität jedoch bei Weitem nicht so gut wie bei einem herkömmlichen mobilen Gespräch» sei.
AT&T, der Spielverderber
Warum also darf Skype vom iPad aus nicht via 3G telefonieren? Apple (AAPL 561.002 -0.76%) gibt gegenüber der amerikanischen Website Tuaw.com «vertragliche Gründe» an, also eine Abmachung mit dem dort exklusiven iPhone/iPad-Telco AT&T. Diese verlangt offenbar, dass keine Apps VoIP-Anrufe über das 3G-Netz von AT&T machen darf. Und da es nur eine Skype-App für alle Länder gibt, gilt die Regelung automatisch für die ganze Welt.
Zwar ist eine separate Skype-App für das iPad in Vorbereitung, doch bisher deutet nichts darauf hin, dass sie sich anders verhalten wird als die bisherige iPhone-App. Mit dem für Herbst angekündigten iPad-OS 4 wird es möglich sein, Skype permanent auf Empfang zu haben (dank Multitasking), eventuell ändert sich dann auch die Limitation seitens Skype, respektive AT&T.
Apple verdient nicht an iPad-Prepaid-Gebühren
Wer mit einem iPad 3G unterwegs ins Netz möchte, braucht zusätzlich eine MicroSIM, die gibt es bei allen drei Schweizer Telcos mit speziellen Prepaid-Abos. Gerüchte, dass Apple an diesen Umsätzen beteiligt sei, wollte auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet niemand offiziell kommentieren.
Dagegen spricht allerdings, dass es hierzulande bereits keine Beteiligung des iPhone-Herstellers an den iPhone-Abos gibt (anders als beispielsweise in den USA oder Deutschland). Nicht zuletzt, weil es in der Schweiz mit Orange und Swisscom zwei Anbieter für das iPhone gibt, also niemand ein Exklusiv-Recht hat. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.05.2010, 09:57 Uhr
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