Digital

Facebook und Myspace gefährden Firmen

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 14.01.2009

Fast jeder dritte Arbeitnehmer surft im Geschäft auf sozialen Netzwerken oder lädt Videos herunter. Mit Folgen.

Surfen am Arbeitsplatz: Die Unternehmen sind ungenügend gegen dieses Verhalten vorbereitet.

Surfen am Arbeitsplatz: Die Unternehmen sind ungenügend gegen dieses Verhalten vorbereitet.

Umfrage

Surfen und mailen Sie während der Arbeitszeit für private Zwecke?

Ja, aber weniger als 20 Minuten pro Tag

 
43.6%

Ja, und zwar sicher eine Stunde pro Tag

 
42.5%

Nein, nie

 
13.9%

424 Stimmen


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Privat surfen im Büro?

Arbeitnehmer sind an die Treuepflicht gebunden. Das heisst, dass er das Eigentum des Arbeitgebers nicht ohne dessen Einwilligung für private Zwecke benutzen darf. Grundsätzlich kann der Arbeitgeber bestimmen, ob seine Angestellten das Internet für private Zwecke benutzt dürfen. Er kann dafür seinen Arbeitnehmenden Weisungen erteilen. Das kann in der Form eines für alle geltenden Reglements oder durch eine Einzelanweisung erfolgen.

Laut einer von der Zeitschrift «PC Welt» veröffentlichten Studie des Sicherheitsunternehmens Webroot mailen 30 Prozent aller Angestellten für private Zwecke, surfen auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Myspace, nutzen Instant Messenger oder laden Videos auf ihren Geschäfts-PC herunter.

Unternehmen auf falscher Spur

Die Umfrage bei über 600 Unternehmen zeigt auch, dass Mitarbeiter im Schnitt mindestens eine Stunde pro Tag das Internet für geschäftsfremde Aktivitäten nutzen. Das ist in den Augen der Webroot-Fachleute in erster Linie darum ein Problem, weil die Unternehmen zu wenig gegen die Bedrohung des Web 2.0 unternehmen.

Lieber würden die Arbeitgeber den E-Mail-Verkehr ihrer Untergebenen überwachen, als gegen die Verbreitung von schadhaften Programmen (so genannter Malware) vorzugehen. Dabei habe der Download von Malware von Sites sozialer Netzwerke im vergangenen Jahr um 500 Prozent zugenommen.

Was heisst vertrauenswürdig?

Selbst auf den ersten Blick «vertrauenswürdige» Sites wie Wikipedia oder Google können (ohne Wissen der Betreiber) Schaden anrichten. Laut Recherchen von verschiedenen Unternehmen beinhalten geschätzte fünf Prozent aller Websites irgendeine Art von Bedrohung, wie zum Beispiel Spyware. Glaubt man Webroot, gehen fast jedem zweiten PC-Nutzer permanent Daten verloren. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.01.2009, 15:24 Uhr

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