Explorer-Krise: Update für 19 Uhr angekündigt

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 17.12.2008 34 Kommentare

Microsoft will heute einen Patch bereitstellen, dank dem Sicherheitslücken beim Surfen mit dem Explorer geschlossen werden sollen.

Hacker nutzen eine Sicherheitslücke in Microsofts Internet Explorer aus.

Hacker nutzen eine Sicherheitslücke in Microsofts Internet Explorer aus.

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Auch Firefox wird aktiv

Mozilla hat für seinen Browser Firefox eine neue Version (3.0.5) veröffentlicht, in der acht Sicherheitslücken beseitigt sind. Das berichtet das Fachportal Heise.de Drei Lücken hätten die Entwickler als besonders kritisch eingestuft.

Im Normalfall verbessert Microsoft einmal im Monat seine Programme. Die Updates kommen in der Regel automatisch über das Internet auf die Windows-Computer. Nur bei besonders bedrohlichen Sicherheitslücken aktiviert Microsoft seine Update-Routinen ausserhalb dieses Rhythmus. So wie heute Mittwoch: Für 19 Uhr ist ein Update angekündigt, welches eine gefährliche Sicherheitslücke schliessen soll (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete).

Neustart nach Update erforderlich

Der Patch behebt laut Angaben des Unternehmens einen Fehler im Internet Explorer (Versionen 5.01, 6, 7 und 8 Beta 2) unter Windows 2000 und den 32-Bit- und 64-Bit-Versionen von Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista und Windows Server 2008. Microsoft schreibt, dass das Update einen Neustart des Systems erfordert. Microsoft rät den Nutzern seines Browsers dringend, das Update sofort nach der Veröffentlichung zu installieren. Das Update will der Redmonder Konzern über die automatische Update-Funktion von Windows und seinem Download Center bereitstellen.

Hintergrund ist eine so genannte Zero-Day-Sicherheitslücke in dem weitverbreiteten Explorer-Browser, mit deren Hilfe infizierte Webseiten Schadprogramme auf den Rechner bringen können. Diese könnten etwa Passwörter ausspionieren.

Zwei Millionen Computer betroffen

Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass bereits zwei Millionen Computer weltweit über die Schwachstelle mit schädlichen Programmen infiziert wurden. Laut Heise.de bieten Cyberkriminelle derzeit programmierte Viren für umgerechnet bis zu 17'000 Franken an. Diese sind extrem gefährlich: Anders als bei üblichen Schadcodes reicht der Besuch einer infizierten Webseite aus, um den Rechner zu infizieren.

Nach Angaben von Microsoft wurden bislang nur Angriffe auf die Version 7 des Internet Explorers registriert, potenziell seien aber die anderen Versionen ebenfalls verwundbar.

«Mit Hochdruck» an der Arbeit

Erstmals äussert sich auch Microsoft Schweiz gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet: «Die aktuellen Berichte über Angriffe auf den Internet Explorer nehmen wir sehr ernst», so Pressesprecherin Barbara Josef. «Momentan sind wir mit Hochdruck dabei, so schnell wie möglich Klarheit über das Ausmass der potentiellen Schwachstelle zu schaffen und wo nötig auch umgehend Massnahmen zu definieren.»

Unabhängig davon empfiehlt Josef, den Computer durch folgende Massnahmen zu schützen:

- Firewall installieren.

- automatische Software-Updates zulassen.

- Anti-Virus- sowie Anti-Spyware-Software einsetzen.

- Internet Sicherheits-Zone auf «Hoch» stellen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.12.2008, 10:42 Uhr

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34 Kommentare

Daniel Stäger

17.12.2008, 09:56 Uhr
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Für mich ist immer noch unverständlich wie eine Firma wie MS mit solchen Produkten so erfolgreich Geld scheffeln konnte. Antworten


Stefan Stellen

17.12.2008, 10:54 Uhr
Melden

Um Windows halbwegs sicher und "am Leben" zu erhalten, muss man schon Computerexperte sein und viel Zeit mitbringen. Hier ein Tool, dort ein Update, mal wieder an versteckten Einstellungen rumschrauben und Viruswarnungen beurteilen können sollte man auch noch... Warum tut man sich das freiwillig an, wenn es Macs gibt? Antworten



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