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Was taugt Google Chrome? Der Praxistest

Aktualisiert am 06.09.2008 78 Kommentare

Der Google-Browser Chrome funktioniert - mit Abstrichen. Der Test von Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Interaktiv-Box

Mit grosser Neugier hat sich die Internet-Welt am Mittwoch auf den neuen Google-Browser Chrome gestürzt. Am ersten Tag ihrer Bereitstellung wurde die neue Software weit mehr als eine Million Mal heruntergeladen, wie bei Google zu hören war. «Wir bekommen ein gewaltiges Feedback und erhalten tausende von Mails», sagte ein Google-Mitarbeiter.

Das noch nicht fertig entwickelte Programm steht bislang nur für Windows XP und Vista zur Verfügung. Wer mit einem Mac die Download-Seite aufruft, wird auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet und aufgefordert, sich per E-Mail benachrichtigen zu lassen.

Chrome war auch das Thema Nummer eins bei allen mit Computertechnik befassten Blogs. Die internationale Blogger-Plattform technorati.com zählte am Mittwoch rund 20000 Blog-Einträge für Google Chrome, darunter auch mehr als 1000 auf Deutsch.

Gefühlte drei Minuten dauerte der Download der Datei. Die Installation des Programms ist kinderleicht. Bei der Installation kann man angeben, ob und welche Einstellungen man gerne importieren möchte. Per Mausklick alle Lesezeichen des Internet Explorerers zu installieren funktioniert problemlos. Sodann erscheint auf der rechten Seite eine Linkliste der zuletzt besuchten Favoriten - toll. Allerdingst tauchten gemäss verschiedenen Testberichten beim Import der Favoriten bei Firefox-Usern einige Probleme auf.

Schlichtes Design

Die Startseite erinnert – welch Überraschung - an die Google-Suchmaschine: Weiss dominiert, auf Schnickschnack wird verzichtet. Die aufgeräumte Optik bietet viel Platz für die Darstellung der Seite. Für Webapplikationen dürfte dies sicherlich von Vorteil sein.

Nach einer kurzen Surftour durchs Web haben sich kleine Screen-Shots der besuchten Sites angesammelt. Denn statt eine Auswahl zum schnellen Klick angeboten zu bekommen, erscheinen bei Chrome nach dem Start oder beim Öffnen eines neuen Tabs Miniaturen der besuchten Seiten. Diese Sites lassen sich mit schnellen Klick aufrufen. Das ist bedienerfreundlich, hat aber auch Nachteile: Wer im Büro für private Zwecke surft, kann mit einem Blick auf den Monitor rasch entlarvt werden.

Schneller Seitenaufbau

Besonders auffallend ist der schnelle Seitenaufbau, der bei Chrome etwas schneller von statten geht als beim Vergleichsbrowser Explorer. Die via Youtube geladenen Videos erscheinen innert Sekundenbruchteilen im Browswerfenster.

Bei einem weiteren Test mit acht Websites, die voll mit Flash und Grafiken sind, brauchte Firefox bei einer Prozessorauslastung von 50 Prozent 17 Sekunden, um sie zu laden, Chrome war mit zwölf Sekunden am schnellsten, benötigte aber auch fast 40 Prozent der Prozessorleistung. Der Internet Explorer 8 kam auf 13 Sekunden, von einer erhöhten Prozessorbelastung war nichts zu merken.

Neue Tabs werden immer direkt rechts neben jenem Tab eingereiht, aus dem heraus sie aufgerufen wurden. So behält man besser die Übersicht. Die Chrome-Macher versprechen, dass man einen Tab als eigenes Fenster auf den Desktop ziehen kann. Das funktionierte bei unserem Test noch nicht: Die auf den Desktop gezogenen Sites waren unleserlich.

Ganz hervorragend hingegen präsentiert sich Adressleiste: Gibt man eine Web-Adresse in die Adressleiste ein, erscheint nach den ersten Buchstaben ein Vorschlag für eine Live-Suchabfrage. Dazu überträgt Chrome die Eingaben des Nutzers an den Google-Server. Die Adressvorschläge aus Googles Datenbank mischen sich mit solche aus dem anwachsenden Gedächtnis des eigenen Browsers.

Und wie steht es mit der Sicherheit? Experimentierfreudige Nutzer sollten mit der Testversion von Chrome vorsichtig sein, meint Daniel Bachfeld, Computer-Experte vom Heise-Verlag in Deutschland. Bereits nach wenigen Stunden sei eine potenziell gefährliche Sicherheitslücke entdeckt worden. «Normale Anwender sollten Chrome nicht zum täglichen Surfen im Internet einsetzen», wird Bachfeld auf www.sueddeutsche.de zitiert.

Fazit: Chrome ist gut gestartet, kämpft aber noch mit Kinderkrankheiten. Googles Chrome-Entwickler haben noch einiges zu tun, bis eine erste finale Version von Chrome erscheint. Immerhin - für eine Testversion funktioniert der neue Browser zufriedenstellend.

(rek/ap)

Erstellt: 06.09.2008, 20:43 Uhr

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78 Kommentare

Antwort an Objektiver Betrachter

Melden

"Jeder Tastendruck während der Eingabe einer Homepage führt zudem zu einer Suchabfrage bei Google." Das lässt sich ändern: http://www.google.com/support/chrome/bin/answer.py?answer=95656&hl=de Antworten


testa tester

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Warum, warum, warum hat der schöne, schnelle Browser keine RSS-Feeds? Wahrscheinlich will Google, dass ich ihren RSS-Dienst brauche. Schade. Antworten



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