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Der Elke-Test: Das Barbie-Handy von Dolce & Gabbana

Von Elke Koch, Roman Weber. Aktualisiert am 04.02.2010

Das neue Sony Ericsson Jalou Fashionhandy soll vor allem in Sachen Design punkten. Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat das Gerät für Sie getestet.

Dolce & Gabbana auf dem Prüfstand: Elke Koch besucht Bea Petri in ihrer Schminkbar in Zürich.

Über gutes oder schlechtes Design lässt sich bekanntlich streiten. Auch bei einem Handy. Denn schliesslich ist ein solches technisches Gerät nicht mehr nur ein Funktionsgegenstand, der telefonieren und SMS-schreiben soll und wie ein unförmiger Knochen aussieht. Vielmehr soll es etwas über den Besitzer aussagen und soll zu ihm passen – ganz nach dem Motto: Zeige mir dein Handy und ich sage dir, wer du bist.

Teures Stück in billigem Plastik

Das neue Sony Ericsson Handy Jalou designed by Dolce & Gabbana soll laut Unternehmensangaben in erster Linie durch sein Äusseres bestechen und wird als ideales Handy für Kunden angepriesen, die das gewisse Extra suchen. Doch ist dies Sony Ericsson gelungen? Und wer könnte ein Benutzer dieses exklusiven Smartphones sein?

Das Fashionhandy in der Farbe «Sparkling Rose» wurde in einer limitierten Auflage entworfen und ist mit einer 24-karätigen Goldtastatur ausgestattet. Das hört sich zunächst beeindruckend an. Doch hat man dieses Luxusgerät für 669 Franken einmal in den Händen, bröckelt die Fashionfassade: Nur der obere Klappteil des Handys ist diamantglänzend; der untere ist zwar im gleichen Farbton gehalten, doch von Glanz keine Spur mehr.

Enttäuschend ist zudem, dass das teure Stück in einem eher billigen Plastikmaterial daherkommt. Dadurch ist das Modehandy zwar nur 84 Gramm schwer, doch einen wirklich robusten Eindruck macht es nicht. Die goldenen Tasten erscheinen ebenfalls im eckigen Diamantdesign, sind jedoch sehr klein, so dass man sie in der herkömmlichen Daumendrück-Bedienung nur schwer trifft.

Ein Spiegel für technische Massstäbe?

Indes soll das Handy nicht nur von aussen glänzen. Ein kleines Highlight soll der Mirror Key sein, der nach dem Drücken der Spiegeltaste den 2-Zoll-grossen Bildschirm in einen Spiegel verwandelt. Auch hier ist das Resultat enttäuschend: Das Display wird nur dunkel, als ob das Handy ausgeschaltet wäre. Nicht mehr und nicht weniger.

Weitere technische Neuheiten hat das Handy nicht. Es verfügt aber über bisher schon bekannte technologische Features wie eine 3.2 Megapixel-Kamera, die ganz passable Bilder macht, eine Videoaufzeichnung, einen Schrittzähler, einen Internetzugang, verschiedene Spiele und einen MP3-Player. Die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer sind ebenfalls mit einem kleinen Goldrand versehen.

Fazit: Das Sony Ericsson Jalou ist definitiv kein Handy für jemanden, der das gewisse Extra sucht, da es dafür sowohl im Design als auch von der Technik her veraltet und eher etwas billig daherkommt. Es erinnert mehr an ein Spielzeug für grosse Mädchen. Denn für die Kleinen ist es dann doch zu teuer und ausserdem hat Mattel dafür auch schon die billigere Variante für circa 170 Franken, sogar mit echtem Spiegel, herausgebracht.

Technische Daten zum Sony Ericsson Jalou Limited-Edition: Quadband-Mobiltelefon mit 3,2-Megapixel-Kamera, FM-Radio, MP3-Player. Interner Speicher bis zu 100 MB, kann mit einem MicroSD-Chip erweitert werden. Das 84 Gramm schwere Handy kostet im Handel ohne Abo 669 Franken. In den Farben «Deep Amethyst», «Aquamarine Blue» und «Onyx Black» ist das Handy ohne Vertrag für 329 Franken im Handel erhältlich. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.02.2010, 16:54 Uhr

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