Google Street View in Zürich: Ein Start mit vielen Makeln
Von Tina Fassbind, Simon Eppenberger. Aktualisiert am 19.08.2009
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Das sagt der Datenschützer
Der eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB), Hanspeter Thür, hat sich vertieft mit Google Street View auseinandergesetzt und beurteilt die Datenbearbeitung im Rahmen des Dienstes als konform mit dem Datenschutzgesetz. «Wichtig für den EDÖB sind die von Google angekündigten Massnahmen, welche den betroffenen Personen insbesondere durch das Blurring von Gesichtern und Autokennzeichen auf den Bildern Anonymität garantieren sollen. Sollte es in Einzelfällen vorkommen, dass die Anonymisierung nicht ausreicht, legt der EDÖB Wert darauf, dass Google unverzüglich handelt und Anonymität herstellt», teilt Thür mit. Betroffene Personen und Dritte müssen eine solche unzureichende Anonymisierung einfach und kostenlos melden können. Der EDÖB wird insbesondere auch die Wirksamkeit und Praktikabilität des von Google zur Verfügung gestellten Anonymisierungsprozesses beobachten. «Sollte er erhebliche Mängel aufweisen, wird der EDÖB selbstverständlich die erforderlichen Massnahmen ergreifen, um den Datenschutz sicherzustellen.»
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«Ab sofort lässt es sich mit Street View durch die wichtigsten Städte der Schweiz flanieren»: Die Werbebotschaft des Internetkartendiensts Google Maps klingt harmlos und verlockend. Doch nicht alle werden vom virtuellen Sightseeing von Zürich begeistert sein. Einige Personen und Autoschilder auf den 360-Grad-Rundumsichten der Stadt sind noch immer gut erkennbar, wie ein erster kleiner Zufallstest zeigt. Das obwohl Google Maps verspricht, dass sämtliche Kennzeichen und Personen für Street View per Computer unkenntlich gemacht werden.
Bilder werden auf Wunsch entfernt
Für all jene, die ungewollt abgebildet wurden, besteht allerdings die Möglichkeit einer Intervention. «Google entfernt auf Verlangen Bilder von Nutzern, deren Kindern, Autos oder Häusern vollständig aus Street View. Selbst wenn die Bilder bereits verfremdet wurden», heisst es in einer Pressemitteilung. Wer also ein bedenkliches Bild entdeckt, kann durch einen Klick auf die Street-View-Hilfe oben rechts im Feld einen Link abrufen, um das Foto von der Seite zu nehmen. Das Bild wird daraufhin gelöscht, verspricht Google. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.08.2009, 13:38 Uhr



