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Schneller, aber nicht sicherer: Windows 7 schon in der Kritik

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 23.10.2009 12 Kommentare

Das neue Betriebssystem ist kaum sicherer als Vista, kritisiert das deutsche Sicherheitsunternehmen G Data. Teilweise wurden Sicherheitsfunktionen zugunsten der Bedienbarkeit zurückgefahren.

Seit heute ist Windows 7 im freien Verkauf. Das neue Microsoft-Betriebssystem ist mit viel Vorschusslorbeeren gestartet.

Windows 7 soll deutlich schneller sein als Vorgänger Vista. Aber wie steht es um die Sicherheit? Das Bochumer Sicherheitsunternehmen G Data unterzog das Betriebssystem einem Security-Check. Das Ergebnis ist für das Redmonder Unternehmen enttäuschend: Das neue Produkt biete in puncto Sicherheit kaum Neuheiten. Teilweise seien Sicherheitsfunktionen zugunsten der Bedienbarkeit zurückgefahren worden.

Schutzfunktionen lassen sich aushebeln

Für Private habe Microsoft versucht, die mit Vista etablierten Schutztechnologien bedienbar zu machen, so G Data. Allerdings sei die Benutzerkontensteuerung durch die verschiedenen Stufen anfälliger für Missbrauch geworden. Ein grosses Problem besteht ausserdem bei den Dateinamenerweiterungen. Diese würden immer noch nicht angezeigt.

«Dadurch können Betrüger weiterhin ihre Schadprogramme mit den Symbolen harmloser Programme tarnen», warnt Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs. Windows 7 habe zwar einige neue Schutzfunktionen dazubekommen, aber diese lassen sich, genauso wie unter Vista, aushebeln. «Wir rechnen leider auch in Zukunft kaum mit einer Verbesserung bei der Gefahrensituation und der Anfälligkeit von Windows-PCs für Schadcode», so Ralf Benzmüller.

Kritisch äusserte sich auch Axel Vahldiek von der Computerzeitschrift «c't»: Microsoft habe Sicherheitseinstellungen wegen Beschwerden über dauernde Sicherheitsnachfragen von Vista zurückgeschraubt. «Glücklicherweise reicht aber das simple Hochsetzen eines Schiebe-Reglers, um auf das gleiche Niveau wie bei Vista zu kommen», so Vahldiek gegenüber dem Audiodienst der Nachrichtenagentur DPA.

Warnung von höchster Stelle

Bereits vor drei Wochen hatte sich das deutsche Computer Emergency Response Team der Bundesverwaltung in die Security-Diskussion eingemischt (siehe «Links»). Die offizielle Stelle warnte vor einer «hochriskanten» Schwachstelle im SMB2-Protokoll. Diese könne über das Netzwerk ausgenutzt werden, um einen Computer mittels eines so genannten Denial-of-Service (DoS)-Angriffs lahmzulegen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.10.2009, 12:18 Uhr

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12 Kommentare

Susanna Kim

22.10.2009, 13:00 Uhr
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Es ist immer das Gleiche: Profit over people. Antworten


Florian Planche

22.10.2009, 13:12 Uhr
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Lustig was G Data immer alles weis und wider mal was nörgeln kann. Sicher ist es nicht das sicherste Betriebsystem, doch das können Heimanwender auch nicht bedienen. Ich würde nur jedem raten nicht G Data Internet security zu installieren, den mit dem Programm beginnen die grossen Probleme für einen Heimanwender erst. Antworten



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