Apple verschärft Sicherheitsmassnahmen
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Der US-Konzern Apple (AAPL 562.29 -0.54%) will seinen populären Internet-Musikladen iTunes durch neue Sicherheitsmassnahmen besser vor Betrügereien an Kunden schützen. Käufer müssten künftig bei kostenpflichtigen Musikdownloads öfter als bisher die drei- oder vierstellige Sicherheitsnummer angeben, die sich normalerweise auf der Rückseite der Kreditkarte befindet, teilte Apple am Mittwoch mit.
Hintergrund der neuen Massnahme ist der Kreditkartenbetrug eines vietnamesischen Entwicklers. Davon waren laut Apple etwa 400 von 150 Millionen iTunes-Kunden weltweit betroffen – «weniger als 0,0003 Prozent aller iTunes-Nutzer», wie Apple betonte.
Kaufstatistiken manipuliert
Apple hatte nach einem Hackerangriff auf Nutzerkonten von Kunden einen Entwickler aus dem AppStore verbannt. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, dem Entwickler Thuat Nguyen sei es gelungen, die Kaufstatistiken in dem Onlineladen zu manipulieren, in dem Nutzer von iPhone, iPod touch und iPad Miniprogramme für ihre Geräte kaufen können.
Spezialisierte Onlinedienste hatten am Wochenende berichtet, bei Apple-Kunden seien Konten für den Apple-Laden iTunes geknackt und darüber Anwendungen – sogenannte Apps – Nguyens für hunderte Dollar im AppStore gekauft worden. Zwischenzeitlich belegten die Anwendungen Nguyens im AppStore den Berichten zufolge 42 der Top-50-Plätze, offenbar kauften die Hacker also massiv die Apps des Entwicklers.
Keine Zugriffe auf Kundendaten möglich
Es handelte sich dabei vor allem um Mangas, japanische Comics. Apple äusserte sich nicht direkt dazu, ob tatsächlich Nutzerkonten geknackt wurden. Der Konzern riet seinen Kunden aber, vorsichtig zu sein und forderte sie auf, das Passwort zu ändern und die eigenen Kreditkarten zu sperren, falls das Passwort gestohlen worden sei. Entwickler hätten keinen Zugriff auf die Daten der Kunden, wenn diese Apps herunterladen, betonte Apple zudem. (rek/afp)
Erstellt: 08.07.2010, 08:58 Uhr
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