Behörden jetzt im Besitz der Street-View-Daten

Google hat Datenschützer über die Details der umstrittenen Speicherung von Daten aus Funknetzen (WLAN) informiert.

Street View in der Kritik: Google hatte Mitte Mai zugegeben, seit 2007 private Daten aus offenen Funknetzen erfasst und gespeichert zu haben.

Street View in der Kritik: Google hatte Mitte Mai zugegeben, seit 2007 private Daten aus offenen Funknetzen erfasst und gespeichert zu haben.

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Der Internet-Konzern Google hat die Datenschutzbehörden über die Details der umstrittenen Speicherung von Daten aus Funknetzen (WLAN) informiert. Es sei ein Bericht der auf Datenschutz spezialisierten New Yorker Anwaltskanzlei Stroz Friedberg vorgelegt worden, der die von Google eingesetzte Software zum Scannen der Funknetze analysiere, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Stroz Friedberg kommt zum Ergebnis, dass Google Anwenderdaten wie E-Mail-Fragmente nur aus offenen Funknetzen gespeichert habe. Es habe keinen Versuch gegeben, die Verschlüsselung von geschützten WLAN-Stationen auszuhebeln.

Fahrten eingestellt

Google hatte Mitte Mai zugegeben, seit 2007 private Daten aus offenen Funknetzen erfasst und gespeichert zu haben. Das Unternehmen sammelte diese bei Kamerafahrten für den umstrittenen Dienst Street View. Nach Bekanntwerden der Panne stellte Google bis auf weiteres sämtliche Fahrten ein.

Die Anwaltskanzlei Stroz Friedberg schreibt in ihrem Bericht, die gespeicherten Anwenderdaten aus den ungeschützten Funknetzen seien nicht analysiert, sondern ohne weitere Verarbeitung auf die Festplatten der Street-View-Autos gespeichert worden. (rek/sda)

Erstellt: 09.06.2010, 16:57 Uhr

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