Bund warnt vor Angriff über Internet Explorer

Aktualisiert am 16.01.2010

Nach den jüngsten Attacken auf amerikanische Unternehmen raten die Behörden ab sofort vom Nutzen des Browsers ab. Microsoft verspricht baldige Hilfe – in Zusammenarbeit mit Google.

Microsoft arbeitet an einem Sicherheitsupdate: Internet Explorer.

Microsoft arbeitet an einem Sicherheitsupdate: Internet Explorer. (Bild: Keystone)

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Wegen einer Sicherheitslücke sollen Computernutzer nach Einschätzung von Experten den Internet Explorer von Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) ab sofort nicht mehr benutzen. «Wir erwarten, dass diese Schwachstelle in kurzer Zeit für Angriffe im Internet eingesetzt wird», teilte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Freitag mit.

Die Schwachstelle ermögliche es Angreifern, über eine manipulierte Webseite schädliche Codes in einen Windows-Rechner zu schleusen und zu starten, so das BSI. Nach einem Bericht von «Radio 1» schliesst sich auch die Schweizer Melde- und Analysestelle Informationsicherung (Melani) der Warnung an. Betroffen sind die Versionen 6, 7 und 8 des Internet Explorers auf den Windows-Systemen XP, Vista und 7.

Privatpersonen bislang nicht betroffen

Barbara Josef, Sprecherin von Microsoft Schweiz, bestätigt, dass es aufgrund der Sicherheitslücke im Explorer Hackerangriffe gegeben hat. Bislang seien jedoch lediglich Attacken auf Unternehmen in den USA bekannt. «Wir haben keinerlei Indizien, dass die Angriffe auch Privatpersonen betreffen.»

Microsoft arbeite mit Hochdruck daran, bald ein Sicherheitsupdate nachzuliefern. Dabei spanne man mit Google (GOOG 591.53 -2.01%) als Partner zusammen. Google ist eines der Unternehmen, das diese Woche von chinesischen Hackern angegriffen worden ist.

Private Nutzer erhalten die optimierte Version des Explorers automatisch, sofern sie die Updatefunktion auf ihrem PC aktiviert haben. Im Moment besteht lediglich die Möglichkeit, auf andere Browser wie Chrome, Safari oder Firefox auszuweichen.

(oku)

Erstellt: 16.01.2010, 11:49 Uhr

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