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Das ist die Welthauptstadt der Hacker

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 22.04.2010 6 Kommentare

Jedes dritte verseuchte Mail stammt aus China – und jedes fünfte aus der malerischen Touristenstadt Shaoxing im Osten des Landes.

1/7 Cyberterrorist am Werk (gestellte Szene): Etwa jedes fünfhundertste Mail ist ein Versuch, über gefälschte Internetadressen an Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen.
Bild: Keystone

Die Welthauptstadt der Hacker und Spammer

   

Shaoxing gehört zu den schönsten Städten Chinas und darum zur ersten Garde der ausgezeichneten Reisestädte Asiens. Zahlreiche Kanäle und Brücken schmücken die Metropole. Viele bekannte Schriftsteller und Kalligraphen der chinesischen Geschichte stammten aus dem Ort im Osten des Landes.

Nun droht der Stadt jedoch ein ernsthafter Imageschaden, denn sie ist neuerdings auch Welthauptstadt des Cybercrimes. Zu diesem Befund kommt das Sicherheitsunternehmen Symantec, das zwölf Milliarden Mails analysiert hat. Laut dieser Untersuchung stammt fast jedes dritte verseuchte Mail aus China, alleine aus Shaoxing kommen 21,3 Prozent.

In der unrühmlichen Landesrangliste China dicht auf den Fersen sind Rumänien (21 Prozent aller Attacken) und die USA mit 13,8 Prozent. Bei den Städten liegt die taiwanesische Hauptstadt Taipeh (16,5 Prozent) auf Platz 2, Bronze geht an London: 14,8 Prozent der Angriffe haben ihren Ursprung in der englischen Metropole.

Abkehr vom «Giesskannenprinzip»

Bevorzugte Ziele der chinesischen Cyberterroristen sind laut den Symantec-Experten inländische Polit- und Menschenrechtsaktivisten, die sich in ihrem Kampf gegen das Pekinger Regime besonders engagieren, dies sowohl auf nationaler als auch regionaler Ebene. Allgemein hätten gezielte Angriffe auf einzelne Personen, Behörden und Unternehmen das «Giesskannenprinzip» der Angreifer abgelöst.

  • Besonders gefährlich sind gemäss den amerikanischen Sicherheitsexperten Dateien mit den Endungen .DOC, .ZIP, .PDF, .XLS. Extrem heikel sind (die allerdings weniger bekannten) .RAR-Dokumente.
  • Ein weiterer Befund aus dem Symantec-Report: Fast 91 Prozent aller elektronischen Nachrichten sind unerwünscht, also Spam. Im Februar war der Spamanteil 1,5 Prozent geringer.
  • Die Virusrate bei E-Mails beträgt 0,28 Prozent, das heisst, eines von 358 E-Mails ist verseucht. Knapp 17 Prozent aller von Viren befallenen Nachrichten liefern Links zu gefährlichen Websites. Und der «Megatrend» Phishing? Etwa jedes fünfhundertste Mail ist ein Versuch, über gefälschte Internetadressen an Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen.

Naive Computernutzer

Und dies gelingt den Cyberkriminellen häufiger als man glaubt, wie eine Studie der Messaging Anti-Abuse Working Group (MAAWG) zeigt. Diese Analyse zeigt, dass jeder zweite Nutzer auf Spam reagiert. «Die meisten Nutzer, die Spammails vorsätzlich öffneten, wollten den vermeintlichen Newsletter abstellen oder sich beim Absender beschweren. 15 Prozent zeigten aber auch echtes Interesse an den beworbenen Produkten, drei Prozent mehr als vor acht Monaten», fasst Zdnet.de die Studie zusammen. Damit gehen viele Surfer ein grosses Risiko ein, ihren Computer zu infizieren.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.04.2010, 15:14 Uhr

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6 Kommentare

Thomi Horath

31.03.2010, 13:04 Uhr
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Solange man Spam als Spam und Virus als Virus erkennt, ist es ja nicht so schlimm. Ich fürchte mich eher vor unbekannten Sachen, zum Beispiel geheime Programme, die von Microsoft gleich im System miteingebaut sind und bei Bedarf von aussen aktiviert werden können, wenn es das denn gibt.... ;) Antworten


jerri ch

31.03.2010, 12:29 Uhr
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Nun ist man ausffindig gemacht, wo solchen Uebeltaten entstanden sind. Aber die gestellte Frage , wer profitiert es davon ?? wir als PC Benutzter ? oder Strassenpassanten ? stellen Sie sich vor ??? Die Cyberterroristen bekamen ganz sicher einen Auftrag von jemanden. Sonst gibt es solchen langweiligen Leuten, die zu Haus sitzen, und solchen unbezahlten Taten ?, ich glaube es personelich nicht Antworten



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