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«Der App Store für Windows kommt»

Interview: Anatol Heib. Aktualisiert am 10.01.2011 22 Kommentare

Der Schweizer Computer-Experte Robert Weiss über den neuen Mac App Store und Altlasten in der IT-Welt.

1/6 Die Einstiegsseite des Mac App Store erinnert optisch an iTunes und bietet eine Aufteilung nach Kategorien und eine Suchfunktion.

   

Eine Million Downloads

Bereits am ersten Tag sind eine Million Apps aus dem Mac App Store heruntergeladen worden, wie Apple am Freitag mitteilte. Der Shop bietet Apps aus verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Bildung, Spiele oder Grafik. Der Mac App Store ist als Software Update für Snow Leopard-Anwender als Teil von Mac OS X v.10.6.6 erhältlich. Entwickler bestimmen den Preis für ihre App und behalten 70 Prozent der Verkaufsumsätze.

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Apple (AAPL 562.29 -0.54%) hat den Mac App Store lanciert. Ist es ein Beispiel dafür, wie wir in Zukunft Software herunterladen?
Robert Weiss: Ich denke schon. Vor allem der Durchschnitts-Computernutzer, der sich nicht lange mit Download und Installationen herumschlagen will, verlangt eine einfache Bedienung. Er muss im Mac App Store nur kurz die Applikation eingeben und kann sie mit einem Klick herunterladen und installieren. Zudem braucht er auch keinen ellenlangen Registrierungscode einzutippen wie man das etwa von Office kennt. Sehr praktisch ist auch, dass man dank der Apple ID die Programme auf mehreren Macs benutzen kann.

Aber lässt sich das Erfolgsprinzip des App Stores für iPhone und iPad einfach so auf Computer übertragen?
Ja, weil die einfache Bedienung der Schlüssel zum Erfolg ist. Das hat Apple mit dem bisherigen App Store für die mobilen Geräte vorgelebt. Ich bin überzeugt, dass auch für Windows ein App Store kommen wird. Wir müssen in der IT-Welt die Einfachheit anstreben, das Ein-Knopf-Prinzip in den Mittelpunkt rücken.

Was meinen Sie damit?
Es ist alles noch viel zu kompliziert, wir schleppen zu viele Altlasten mit uns herum. Apple zeigt, wie einfach es gehen kann. Denken Sie nur daran, wie viel Geld Unternehmen in die Wartung der IT-Infrastruktur investieren müssen. Selbst Steve Ballmer von Microsoft hat ja zugegeben, dass man mit Windows noch zu viele alte Dinge mitschleppt, die man mit Windows 8 endlich loswerden will.

Birgt der Mac App Store für Apple auch Risiken?
Ich bin gespannt, ob die Restriktionen, um als Entwickler Software in den Store zu bekommen, gleich hoch sind wie beim App Store fürs iPhone. Wenn ja, könnte dies zum Problem werden. Aber es wird sich schnell herumsprechen, wenn etwas faul ist.

Viele Programme im Store kann man auch im Internet herunterladen. Braucht es den Mac App Store überhaupt?
Gegenfrage: Warum gehen wir ins Einkaufszentrum? Weil wir dort alles an einem Ort zusammengefasst ist. Genauso verhält es sich mit dem Mac App Store. Klar, wer sich täglich mit Computersystemen beschäftigt, ist sich gewohnt, mit Updates, Downloads und anderen Dingen zu hantieren. Für den Gelegenheitsnutzer wird das aber schnell zu einer Hürde. Die meisten Leute wissen ja nicht einmal, wie im Browser Lesezeichen funktionieren.

Welche Apps werden Erfolg haben?
Am Anfang vor allem Spiele – schon alleine deshalb, weil es auf Macs nicht sehr viele gibt. Dann glaube ich an kleine Hilfsprogramme, die den Gebrauch des Macs vereinfachen – etwa eine Kurzbefehl-App.

Welche Strategie verfolgt Apple Ihrer Meinung nach mit dem neuen Store?
Es ist nur die konsequente Weiterführung des iTunes-Prinzip, dem digitalen Webshop. Zuerst brachte Apple Musik und Filme, dann Bücher und zuletzt die Apps. Apple verdient an jedem Verkauf 30 Prozent und muss nicht viel mehr tun, als Server zur Verfügung zu stellen. Und das soll nun auch mit Software für Mac OS X funktionieren. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.01.2011, 16:39 Uhr

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22 Kommentare

Eron Thiersen

07.01.2011, 16:51 Uhr
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Apple und Windows bedienen sich Konzepten, die zum Beispiel in der Linux Welt längstens etabliert sind. Als Beispiel nenne ich Ubuntu in der Version 10.10. Nebst Cloud ( 2 GB kostenlos) und Software Store weit über 1000 frei Programme bis zur Profisoftware. Alle zwei Jahre folgt ein LTS Release und alle 6 Monate eine Weiterentwicklung...kopiert ruhig weiter, dann wird's auch benutzerfreundlich! Antworten


Roger Kuhn

07.01.2011, 17:03 Uhr
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Apple macht es einmal mehr vor, wohin die Reise für IT Anwender gehen wird ... es wurde in den letzten 24 Stunden in verschiedensten Foren wieder einmal viel Kritisches über Apple geschrieben, doch eigentlich steckt die IT Industrie noch in den Kinderschuhen verglichen z.B mit einer Maschinen-Industrie, die über 100 Jahre Zeit hatte, zu vernünftigen Normen zu finden ... ich persönlich finde es gut Antworten



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