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Der Test: Windows Phone 7 so gut wie das iPhone?

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 19.08.2010

Die neuen Windows-Handys kommen im Oktober – Tagesanzeiger.ch/Newsnet konnte schon heute ausprobieren, was der neue Android- und iPhone-Konkurrent taugt.

1/17 Samsung Omnia 7
Das Samsung Omnia 7 hat ein 4 Zoll grosses Amoled-Display mit einer Auflösung von 800 mal 480 Pixel. Mit der integrierten Fünf-Megapixel-Kamera kann man auch Videos in HD aufzeichnen.
Orange
Bild: Samsung.com

Der Test: Windows Phone 7 so gut wie das iPhone?

   

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LG ist an Bord, HTC auch und mit grösster Wahrscheinlichkeit gesellt sich später Samsung dazu: Diese Gerätehersteller werden Mitte Oktober Smartphones mit Microsofts (MSFT 29.06 -0.03%) brandneuem Handybetriebssystem Windows Phone 7 lancieren.

Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat in Zürich das System auf einem Handyprototypen von LG kurz testen können.

Die wichtigsten Punkte:

Der Startbildschirm ist in kleine Felder aufgeteilt: Eine «Kachel» kann ein Programm, einen Link oder einen sogenannten Hub öffnen. Es gibt verschiedene Hubs: Kontakte (für Outlook, Facebook und Windows Live; diese Liste umfasst nicht nur die Kontaktdaten der jeweiligen Personen, sondern auch Statusmeldungen), Fotos, Multimedia (integrierter Zune-Player für Musik, Videos und Podcasts), Spiele, Office (Dateien, Kalender).

Obwohl noch keine Spiele gezeigt werden konnten, verstehen sich die neuen Geräte ausdrücklich als Spiele-Gadgets: In das System sind sowohl Handygames als auch ein Zugang zu Xbox Live integriert. Entwickler wie Capcom, Disney oder Konami haben bereits Adaptierungen bekannter Spiele für Windows Phone 7 erstellt, darunter «Assassins Creed», «Guitar Hero 5» und «Star Wars: Cantina».

Die Multitasking-Funktion ist stark eingeschränkt. Zwar kann man etwa Musik hören und gleichzeitig Mails schreiben, Multitasking für Drittanbieter funktioniert jedoch nicht – ebenso wenig wie Copy & Paste. Ein weiteres Manko: Zune Music ist in der Schweiz in Verbindung mit Windows Phone 7 nicht verfügbar.

Fast wie eine Kopie des App Stores wirkt der Marketplace. Der bereits für den (in der Schweiz wenig bekannten) Zune-Player zugängliche Marketplace wird zum Start des Betriebssystem den entsprechenden Smartphones zur Verfügung stehen. Wie Apple kontrolliert Microsoft die Applikationen vor der Publikation, will nach eigenen Angaben aber eine etwas liberalere Policy verfolgen (Stichwort Erotik-Apps). Offizielle Richtlinien sollen folgen.

Die Vorgaben an die Handyhersteller sind streng. Wer ein Handy mit Windows Phone 7 lancieren will, muss unter anderem mindestens einen 8-GB-grossen Speicher, einen 1-Gigahertz-Prozessor, eine Kamera mit fünf Megapixeln, drei Knöpfe (Start, Zurück, Suche) und eine Bildschirmauflösung von 480 mal 800 bieten.

Warten auf die Hardware

Fazit des Kurztests: Der Nachfolger des unbeliebten Windows Mobile 6.5 macht optisch eine gute Figur – die Oberfläche verzichtet auf überflüssigen Schnickschnack. Wer schon mal ein iPhone oder Android-Handy bedient hat, kommt mit Windows Phone 7 gut zurecht. Am auffälligsten ist, dass das System auf dem verfügbaren Testgerät, einem Prototypen von LG, sehr schnell arbeitet.

Ob Windows Phone 7 ein Erfolg wird, hängt stark vom Angebot an Apps ab. Wie viele Miniprogramme zu Beginn im Herbst zur Verfügung stehen, weiss man noch nicht. Ebenfalls bleibt abzuwarten, wie stark LG, HTC, Samsung (und später vielleicht auch Motorola) Windows Phone 7 auf ihren Geräten forcieren.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.08.2010, 15:36 Uhr

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