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Der iPad ist schneller als das iPhone

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 07.04.2010

Der neue Apple-Computer ist auf der Redaktion von Tagesanzeiger.ch/Newsnet eingetroffen. Im Kurztest gefällt das Tablet sowohl optisch als auch funktional. Aber als Outdoor-Gerät eignet es sich kaum.

1/10 Jetzt ist er da: Der iPad ist auf der Redaktion von Tagesanzeiger.ch/Newsnet eingetroffen. Hier noch quasi unberührt – in der Originalverpackung.
Bild: Reto Knobel

Der iPad liegt schwer in der Hand

   

Der iPad ist schwerer, als man aufgrund der Grösse auf den ersten Blick vermutet. Man muss das 730 Gramm schwere Tablet wirklich mit beiden Händen festhalten, was aufgrund des dicken Rahmens aber keine Mühe bereitet. Das Gerät wird man kaum wie das iPhone einhändig im Stehen nutzen.

Beim ersten Synchronisieren kann man die Einstellungen und Inhalte des iPhones übernehmen, das vereinfacht vieles. Unser Test zeigt, dass die Verbindung ins Internet mit WLAN schnell aufgebaut ist (Modelle mit 3G – also einer Verbindung zum Mobilfunknetz – kommen erst später auf den Markt) und schnelles Surfen erlaubt.

Der Flash-Ärger

Was weiter auffällt: Herkömmliche Webseiten – solche, die nicht speziell für Touchscreens entwickelt wurden – funktionieren auch ohne Apps sehr gut: Dies zeigt ein Test von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Durch Zoom-Gesten mit zwei Fingern lassen sich Bilder auf unserer Website rasch vergrössern.

Ärgerlich ist das bekannte Flash-Problem. Weil Apple (AAPL 562.29 -0.54%) dieses Format ablehnt, können vielen Videos nicht angesehen werden. Stattdessen sieht man nur leere weisse Flächen.

Das Revival des Zehnfinger-Systems

Die virtuelle Tastatur gefällt. Unsere Testpersonen konnten sogar das traditionelle Zehnfinger-System anwenden. Die Response-Zeiten bei Bildschirmberührungen sind schnell, schneller als beim Apple-Handy iPhone. Rasch geht auch der Formatwechsel vonstatten, wenn man mit dem iPad vom Hochkant- ins Querformat wechselt oder umgekehrt: Webseiten werden in Sekundenschnelle richtig angezeigt.

Der iPad ist kein Outdoor-Gerät

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass der iPad schneller ist als das iPhone. Dies liegt an der Taktfrequenz. Der Apple-Computer läuft mit 1 GHz, die neuste iPhone-Version (3GS) mit 600 MHz. Der grösste Mangel ist der reflektierende Bildschirm. Auch bei normaler Sonneneinstrahlung ist es mühsam, auf dem Touchscreen etwas lesen zu wollen. Somit ist der iPad auch kein Outdoor-Gerät. Die Bildschirmqualität bei Bürolicht indes überzeugt.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.04.2010, 08:58 Uhr

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